Der kenianische Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o zeichnete die Geschichte seines Landes vom britischen Imperialismus bis zur Gegenwart in Dutzenden Romanen und Sachbüchern nach. In den 70er Jahren wurde Ngugi inhaftiert. Dem folgten jahrzehntelange Schikanen. Während der Regierungszeit des kenianischen Präsidenten Daniel Arap Moi musste Ngugi ins Exil gehen und lebte zunächst in Großbritannien, später in den USA. Eine Rückkehr nach Kenia dauerte nur kurz. "Widerstand ist der beste Weg, um am Leben zu bleiben", sagte er 2018 dem "Guardian". Ngugi schrieb seine Bücher und Stücke, die zeitweise in Kenia verboten waren, auf Englisch sowie in seiner Muttersprache Kikuyu. Er galt als Fürsprecher der afrikanischen Muttersprachen und einer Dekolonisierung von Kultur. Ngugi wurde daher bereits zu Lebzeiten nicht nur als Gigant der afrikanischen Literatur, sondern auch als Stimme des Panafrikanismus gewürdigt. In seinen Büchern übte er Kritik an afrikanischen Diktatoren und der Unterdrückung oppositioneller Stimmen. .