Aribert Reimann studierte nach dem Abitur 1955 bei Boris Blacher und Ernst Pepping Kompositionslehre. Zugleich erarbeitete er sich einen Namen als Konzertpianist und Liedbegleiter - v.a. für die Sänger Dietrich Fischer- Dieskau und Brigitte Fassbaender. Für sie komponierte er einen Großteil seiner Lieder, darunter die "Fünf Gedichte von Paul Celan" (1960). Seine erste Oper "Ein Traumspiel" schrieb Reimann mit noch nicht 30 Jahren. Weitere große Werke für das Musiktheater wurden das berühmte "Lear", "Troades", "Das Schloss" und "Medea". Daneben entstanden auch zahlreiche Instrumentalwerke wie Kammermusikstücke, Solokonzerte und zwei Klavierkonzerte (1961 und 1972). Von 1974 bis 1983 lehrte Reimann an der Hamburger Musikhochschule, danach fast fünfzehn Jahre lang an der Berliner Hochschule der Künste. 1988 stiftete er den Busoni- Kompositionspreis zur Förderung des kompositorischen Nachwuchses. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehörte das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. 2011 erhielt er den Ernst-von-Siemens- Musikpreis für sein Lebenswerk. .