Die Zerteilung ihrer Lebensräume durch Straßen oder Siedlungen führt bei Rothirschen und andere Tieren zunehmend zu Inzucht. "Wir wissen seit den 1990er Jahren, dass die Lebensraumzerschneidung u.a.die Rotwildpopulationen verinselt, wodurch sie genetisch verarmen", so der Wildbiologe Frank Zabel vom Landesjägerverband Schleswig-Holstein. Unter Inzucht wird die Paarung nahe verwandter Tiere verstanden. Die Zerteilung der Landschaften führe für scheue Tiere zu abgeschnittenen Orten, in denen kein genetischer Austausch stattfindet. .