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       # taz.de -- Özdemir über Schwarz-Grün im Bund: „Kein unauflösbarer Widerspruch“
       
       > Grünen-Chef Cem Özdemir stellt Bedingungen für eine schwarz-grüne
       > Koalition auf Bundesebene: Kohle-Ausstieg, Integration und soziale
       > Gerechtigkeit.
       
   IMG Bild: Laut Cem Özdemir gibt es Schwarz-Grün nur in Verbindung mit einem „kräftigen Tritt in den Hintern“
       
       Berlin afp | Grünen-Chef Cem Özdemir hat Bedingungen für eine schwarz-grüne
       Regierungskoalition auf Bundesebene genannt. „Deutschland muss aus der
       Kohleenergie aussteigen“, sagte Özdemir den Zeitungen der
       Funke-Mediengruppe.
       
       Außerdem müsse sich die Regierung für die Integration von Flüchtlingen und
       einen „europäischen Marshallplan für Nordafrika“ einsetzen. Dritte
       Bedingung sei der Einsatz für soziale Gerechtigkeit. „In unserem
       Bildungssystem darf die Frage der Herkunft und des Geldbeutels nicht mehr
       die entscheidende Rolle spielen“, sagte Özdemir.
       
       Diese drei Punkte seien für ihn „die entscheidenden Maßstäbe, ob
       Koalitionen zustande kommen“, erklärte der Parteivorsitzende. Die Grünen
       hätten sich bei zwei Bundestagswahlen in Folge vergeblich um rot-grüne
       Mehrheiten bemüht, fügte Özdemir hinzu. „Da fällt uns jetzt kein Zacken aus
       der Krone, wenn wir uns nach anderen Mehrheiten umschauen, wo immer es sie
       unter den demokratischen Parteien gibt.“
       
       Zwischen Union und Grünen gebe es „keinen unauflösbaren Widerspruch“, sagte
       Özdemir. Schwarz-Grün ergebe sich aber nicht automatisch, „sondern nur
       durch einen kräftigen Tritt in den Hintern“. Wer mit den Grünen koaliere,
       müsse sich darauf einstellen, „dass es nicht einfach weiter so geht“.
       
       Auf die Frage, welche Lehren die Grünen aus dem Erfolg des grünen
       Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ziehen könnten, antwortete
       Özdemir: „Die Grünen in Baden-Württemberg haben schon vor vielen Jahren
       einen wichtigen Gedanken verinnerlicht: Die Oppositionsbänke sind nicht
       dafür da, dass man sich darauf wohlfühlt. Die Oppositionszeit dient dazu,
       dass man sich auf die Regierung vorbereitet.“
       
       18 Mar 2016
       
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