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       # taz.de -- Studie zur Klimakrise: Warnsignal für Amazonas-Regenwald
       
       > Der südamerikanische Tropenwald kann sich immer schlechter erholen, haben
       > Forscher:innen festgestellt. Sie befürchten ein Absterben des
       > Ökosystems.
       
   IMG Bild: Abholzung im Amazonas Regenwald bedroht das Weltklima
       
       Potsdam/Rio de Janeiro dpa/taz | Oft ist von der grünen Lunge der Erde die
       Rede: Der Amazonas-Regenwald hat immer massiv Kohlenstoff gebunden und
       Sauerstoff produziert. Doch er kommt aus der Puste, wie
       Wissenschaftler:innen [1][immer wieder dokumentieren]. Auch jetzt
       zeigt eine Studie: Der Regenwald im Amazonasgebiet hat seit Anfang der
       2000er Jahre kontinuierlich an Widerstandsfähigkeit eingebüßt.
       
       Bei mehr als drei Vierteln des Waldes fehlt es an Resilienz, also an der
       Fähigkeit, sich von Störungen wie Dürren oder Bränden zu erholen. Das ist
       Ergebnis einer britisch-deutschen Forschungskooperation, erschienen ist es
       am Montag in der Fachzeitschrift Nature Climate Change.
       
       Für die Wissenschaftler stellt dies ein Warnsignal dar. Niklas Boers vom
       Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zufolge kann eine verringerte
       Resilienz ein erhöhtes Risiko für das Absterben des Amazonas-Regenwaldes
       bedeuten.
       
       „Dass wir in den Beobachtungen einen solchen Resilienzverlust feststellen,
       ist besorgniserregend“, sagte Boers, der die Studie gemeinsam mit
       Kolleg:innen der Universität Exeter erstellt hat.
       
       ## Die Angst vor dem Kipppunkt
       
       Der Amazonas-Regenwald gilt als eines der sogenannten Kippelemente, die das
       Klima auf der Welt aus dem Gleichgewicht bringen können. Forscher warnen
       davor, dass sich beim Überschreiten eines Kipppunktes ein [2][Großteil des
       Amazonasgebiets in eine Savanne verwandeln könne]. „Wann ein solcher
       möglicher Übergang stattfinden könnte, können wir nicht sagen“, sagte
       Boers. „Wenn er dann zu beobachten ist, wäre es wahrscheinlich zu spät, ihn
       aufzuhalten.“
       
       Schätzungen zufolge könnte für das Erreichen des Kipppunktes ein Verlust
       von 20 bis 25 Prozent der Walddecke im Amazonasbecken ausreichen. Riesige
       Wüsten könnten eine Folge sein. Der kürzlich verstorbene US-Wissenschaftler
       Thomas Lovejoy und der brasilianische Forscher Carlos Nobre hatten
       ermittelt, dass bereits 17 Prozent der ursprünglichen Waldfläche
       verschwunden sind.
       
       7 Mar 2022
       
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