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       # taz.de -- Umstrittenes Heizungstauschgesetz: Habeck will nachbessern
       
       > Der grüne Wirtschaftsminister kündigt Änderungen im umstrittenen
       > Gebäudeenergiegesetzes an. Der Start könnte zeitlich gestaffelt werden.
       
   IMG Bild: Wirtschaftsminister Robert Habeck reagiert auf die Kritik an seinem Gebäudenergiegesetz
       
       Berlin dpa | Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will [1][das
       umstrittene Gebäudeenergiegesetz] nachbessern. Er nehme die Kritik und die
       gesellschaftlichen Sorgen vieler sehr ernst, sagte der Grünen-Politiker den
       Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ich will das Gesetz besser machen.“ Er
       kündigte dazu gemeinsame Gespräche mit seinem neuen Staatssekretär Philipp
       Nimmermann in der kommenden Woche an. Für Dienstag ist ein Treffen Habecks
       mit Abgeordneten der Ampelfraktionen SPD, Grüne und FDP geplant.
       
       Habeck hält eine Staffelung des Startzeitpunkts für möglich. „Wir könnten
       ab dem 1. Januar 2024 mit dem Umstieg für Neubauten anfangen. Das betrifft
       dann die Neubauten, die ab Januar genehmigt werden“, sagte er. Bislang ist
       vorgesehen, dass vom kommenden Jahr an jede neu eingebaute Heizung zu
       mindestens 65 Prozent mit Ökoenergie betrieben werden muss.
       
       Bei Bestandsgebäuden wolle er den Wunsch nach mehr Zeit aufnehmen, dort
       seien die Herausforderungen größer. Der Gesetzentwurf sei schon jetzt
       technologieoffen. „Aber wir sollten das auch noch mal stärken, wie die
       Debatte um Holzpellets zeigt.“ Bald solle auch ein Maßnahmenpaket für den
       [2][Nah- und Fernwärmeausbau] vorgestellt werden.
       
       Die Spitzen der Ampelkoalition hatten bei ihrem Koalitionsausschuss Ende
       März vereinbart, dass das sogenannte Gebäudeenergiegesetz noch vor der
       Sommerpause im Bundestag beschlossen werden soll. Der letzte reguläre
       Sitzungstag ist der 7. Juli – nach zwei Sitzungswochen im Juni und einer im
       Juli.
       
       Für Ärger bei den Grünen sorgte, dass das Thema für die erste der zwei
       Bundestagssitzungen im Juni laut vorläufiger Tagesordnung erneut nicht
       vorgesehen ist. „Die FDP-Fraktion blockiert weiter die parlamentarischen
       Beratungen des Gebäudeenergiegesetzes“, warf die stellvertretende
       Grünen-Fraktionsvorsitzende Julia Verlinden dem Koalitionspartner vor.
       
       Die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast,
       betonte allerdings, die Tagesordnung werde endgültig erst am Dienstag der
       Sitzungswoche gemacht. „Mit gutem Willen können wir die notwendige Klarheit
       für alle bis zum Sommer schaffen“, sagte sie.
       
       29 May 2023
       
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