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       # taz.de -- Kritische Geschäftsfelder: EU-Kommission will chinesische Technik verbannen
       
       > China produziert Medizintechnik, Drohnen und Halbleiter. Die
       > EU-Kommission plant nun, Huawei und weitere Firmen aus diesen Sektoren
       > auszuschließen.
       
   IMG Bild: Die neue europäische Verordnung würde vor allem Huawei und andere Technologieunternehmen Chinas treffen
       
       reuters | Die ‌EU-Kommission will Bauteile und ⁠Ausrüstung von sogenannten
       Hochrisikoanbietern aus kritischen Sektoren verbannen. Ein am Dienstag
       veröffentlichter Vorschlag der Brüsseler Behörde dürfte vor allem Huawei
       und andere Technologieunternehmen Chinas treffen. Die Maßnahmen sind eine
       [1][Reaktion auf die Zunahme von Cyber- und Ransomware-Angriffen sowie die
       wachsende Sorge vor ausländischer Einmischung, Spionage und der
       Abhängigkeit Europas von Technologielieferanten aus ⁠Drittländern]. Die
       ‍Kommission nannte in ihrem Entwurf allerdings weder bestimmte Unternehmen
       noch Länder.
       
       „Mit dem ⁠neuen Cybersicherheitspaket werden wir die Mittel haben, um
       unsere kritischen Lieferketten besser zu schützen, aber auch, um
       Cyberangriffe entschlossen zu bekämpfen“, sagte die für Technologie
       zuständige EU-Kommissarin Henna Virkkunen. Das chinesische Außenministerium
       bezeichnete die Einschränkungen für chinesische Firmen ohne rechtliche
       Grundlage als „nackten Protektionismus“. Es forderte die EU auf, ein
       faires, transparentes und nicht diskriminierendes Geschäftsumfeld für
       chinesische Unternehmen zu schaffen.
       
       Die neuen Maßnahmen sollen für 18 ⁠von der Kommission benannte
       Schlüsselsektoren gelten. Dazu gehören unter anderem
       Cloud-Computing-Dienste, medizinische Geräte, Halbleiter,
       Überwachungsausrüstung, Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr. Dem
       Vorschlag zufolge sollen Mobilfunkbetreiber 36 Monate Zeit haben, ⁠um
       wichtige Komponenten von als risikoreich eingestuften Anbietern
       auszutauschen. Die Frist für Festnetze, einschließlich Glasfaser- und
       Unterseekabel, soll später bekannt gegeben werden.
       
       [2][Die USA ‍hatten bereits ⁠2022 die Zulassung neuer
       Telekommunikationsgeräte von Huawei und ‌ZTE verboten] und Europa zu einem
       ähnlichen Vorgehen ermutigt. Auch Deutschland hat seinen Kurs gegenüber
       Peking verschärft. Die EU-Kommission hatte bereits 2020
       Sicherheitsmaßnahmen für 5G-Netze beschlossen, um den Einsatz ‌von
       Hochrisikoanbietern wie Huawei einzudämmen. Der nun vorgelegte Entwurf muss
       in den kommenden Monaten noch mit den EU-Ländern und dem Europäischen
       Parlament abgestimmt werden, bevor er ⁠Gesetz werden kann.
       
       20 Jan 2026
       
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