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       # taz.de -- Parlamentswahlen in Bangladesch: Warum arbeiten Studierende mit Islamisten zusammen?
       
       > Bangladeschs Gen-Z-Bewegung stürzte 2024 Premierministerin Hasina. Nun
       > paktierte sie mit der islamistischen Jamaat-e-Islami. Was treibt die
       > Studis an?
       
       2024 hatte die Gen-Z-Bewegung in Bangladesch noch gegen Vetternwirtschaft,
       Korruption und Demokratieabbau demonstriert und die autoritäre
       Premierministerin Sheikh Hasina aus dem Land gejagt. Bei den jüngsten
       Parlamentswahlen kooperierte sie mit der islamistischen Partei
       Jamaat-e-Islami. Die kam vergangene Woche auf etwa ein Drittel der Stimmen
       und wurde zweitstärkste Kraft – ein historisch gutes Ergebnis in
       Bangladesch, das eigentlich für seinen liberalen Islam bekannt ist.
       
       [1][Was Islamisten und Studierende eint], ist der Wunsch nach echtem
       politischen Wandel. Nach dem Fall Hasinas und ihrer Awami-Liga im August
       2024 hofften viele in Bangladesch, auch außerhalb der Studentenbewegung,
       auf einen Neuanfang. Die Übergangsregierung unter Friedensnobelpreisträger
       Muhammad Yunus verbreitete Aufbruchstimmung und bereitete Reformen vor.
       
       Doch inwiefern die nun wirklich kommen, ist fraglich. Die neugewählte
       rechtskonservative [2][Bangladesh Nationalist Party (BNP)] steht eher für
       eine Rückkehr zum Normalzustand, steht für die andere Seite der Medaille
       eines Systems, das geprägt ist von Postenschacher und den einfachen
       Menschen im Land wenig Mitsprache ermöglicht. Derweil sorgen sich viele –
       vor allem junge Menschen in Bangladesch – um ihre finanzielle und
       berufliche Zukunft.
       
       Wieso entscheiden sich junge gebildete Menschen dazu, mit Islamisten zu
       paktieren? Sind die Studierenden mit ihren Protesten gescheitert? Und in
       welche Richtung steuert Bangladeschs Gesellschaft? Über diese Fragen
       spricht taz-Auslandsredakteur [3][Fabian Schroer] mit
       taz-Südasienkorrespondentin [4][Natalie Mayroth] in der neuen Folge der
       Fernverbindung.
       
       Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 19. Februar 2026 um 16.30 Uhr
       Mitteleuropäischer Zeit.
       
       [5][fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
       taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
       
       20 Feb 2026
       
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