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       # taz.de -- momentaufnahmen: Wenn Übersetzungshilfe zu leisten ist
       
       Mit meinem Stammfriseur gleich um die Ecke hier in Friedrichshain habe ich
       mich bestens verstanden. Jetzt hat er die Biege gemacht und Berlin
       verlassen, in Niedersachsen ein Haus auf dem Land geerbt und dort eine neue
       Stelle gefunden.
       
       Schon mal einen neuen Friseur gesucht? Das macht schlechte Laune. Obwohl es
       in Deutschland [1][rund 80.400 Friseurbetriebe] geben soll. Man muss halt
       austesten, von Salon zu Salon gibt es feine Unterschiede. Und es soll nicht
       zu teuer sein. Das schließt die hippen Haarboutiquen aus. Bleiben im Kiez
       die kleinen Läden mit türkisch- oder syrischstämmigen Friseuren.
       
       Bei meinem neuen Stammfriseur um die Ecke herrscht stets emsiges Treiben.
       Drei Friseure sind zeitgleich bei der Arbeit, unterhalten sich miteinander
       und mit Kunden – und ich verstehe nur Bahnhof. Denn hier wird ein Mix aus
       Türkisch und Kurdisch gesprochen, das hat mir der Friseur erklärt. Doch
       diesmal vernehme ich das Wort „Kindergarten“ – und kriege auf Nachfrage die
       Geschichte serviert: Ein Kunde erzählte, wo er seine Frau kennengelernt
       hat. Ach so, alles klar, Shukran! Das heißt auf Arabisch „danke“ und wird
       auch hier verstanden und zaubert dem Gegenüber ein Lächeln ins Gesicht.
       Andreas Hergeth
       
       21 Mar 2026
       
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   DIR [1] https://de.statista.com/themen/13533/friseurhandwerk-in-deutschland/#topicOverview
       
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   DIR Andreas Hergeth
       
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