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       # taz.de -- herzensort: Wo sich Rochen streicheln lassen
       
       Mein Flug aus Boston zurück nach Hause sollte erst spät am Abend gehen, das
       Wetter war schlecht und meine Füße nach drei Wochen Ostküsten-Städtehopping
       eh zu nichts mehr zu gebrauchen. Um 11 Uhr hatte ich meine Unterkunft zu
       räumen, wohin also mit mir für den Rest des Tages? Eines der prominentesten
       Gebäude am Hafen kam mir in den Sinn, in der vergangenen Woche war ich so
       oft dran vorbeigelaufen. Warum nicht … reingehen?
       
       Ich kaufte mir also ein Ticket für das New England Aquarium und lernte dort
       mindestens drei Sachen: 1) Wenn man eine flache Hand knapp unter der
       Wasseroberfläche hält und sehr lange in dieser Position ausharrt, kommt der
       Rochen irgendwann und lässt sich streicheln. 2) Rochen fühlen sich kalt,
       glatt und irgendwie gut an. 3) Vor riesigen frei stehenden zylindrischen
       Aquarien muss man keine Angst haben. Als in Berlin lebende Person bin ich
       da vorbelastet, das in Boston schien mir aber recht stabil. Drumherum
       windet sich eine spiralförmige Rampe, die ich trotz müder Füße emporstieg
       und dafür belohnt wurde: Die 90-jährige Grüne Meeresschildkröte Myrtle
       schwamm eine Weile an meiner Seite. Leonie Gubela
       
       28 Mar 2026
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Leonie Gubela
       
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