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       # taz.de -- Mark Rutte im Weißen Haus: Trump weiter im Zorn
       
       > Trump wird die Nato und die US-Militärbasen in Deutschland nicht
       > aufgeben. Unabhängig davon, was Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen
       > Haus sagte.
       
   IMG Bild: Kein Gespräch unter Freunden: Nato-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Donald Trump
       
       KeinE PolitikerIn Europas verhält sich so unterwürfig, ja peinlich devot
       gegenüber der US-Administration wie Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Völlig
       vergeblich. Seit Ruttes Amtsantritt haben die Sprüche aus Washington über
       die „überflüssige Nato“, die Tiraden gegen die angeblich „undankbaren“ und
       „unzuverlässigen“ Europäer sowie die Drohungen mit einem [1][Austritt der
       USA aus der Militärallianz] an Häufigkeit und Schärfe sogar zugenommen.
       Daran dürfte auch der Besuch Ruttes am Mittwoch im Weißen Haus kaum etwas
       ändern.
       
       Von dem Treffen ist nicht viel bekannt, es fand unter Ausschluss der Presse
       statt. Bislang weiß man nur, dass sich US-Präsident Donald Trump nun noch
       verärgerter über die Nato zeigte als bislang. Weiter ist man also nicht.
       Zur Nato äußerte sich Trump erstmals im Präsidentschaftswahlkampf 2016
       kritisch mit der Bemerkung, die Allianz sei „obsolet“. Seitdem werden alle
       diesbezüglichen Äußerungen aus Washington in Europa offenbar für bare Münze
       genommen, überbewertet und instrumentalisiert, um die [2][miltärische
       Aufrüstung der EU] zu propagieren. Schon 2017 sprach der
       CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter davon, jetzt könne sich
       „Europa nicht mehr auf den nuklearen Schutzschirm der USA verlassen“.
       
       Natürlich verfolgt die Trump-Administration noch stärker als all ihre
       Vorgänger und dank [3][Russlands Krieg gegen die Ukraine] viel
       erfolgreicher das Ziel, die finanziellen Lasten in der Nato umzuverteilen
       und die Europäer zu mehr Militärausgaben zu drängen. Doch abgesehen davon
       hat sich das grundlegende Interesse der USA an der Nato seit ihrer Gründung
       1949 auch unter Trump nicht verändert: Die Militärallianz ist für ihre
       Führungsmacht das wichtigste Instrument zur Einflussnahme in und Kontrolle
       über Europa.
       
       Auch die Existenz von US-Militärbasen in Deutschland und anderen Staaten
       Europas sowie deren Nutzung für Washingtons Kriege und Drohneneinsätze
       wären ohne die Nato nicht möglich. All das wird auch Trump nicht aufgeben.
       Egal wie Rutte jetzt sich verhalten hat.
       
       9 Apr 2026
       
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