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       # taz.de -- Umweltminister Schneider bei Klimadialog: „Erneuerbare Energiequellen sind Sicherheitsenergien“
       
       > Klimapolitik liefere auch Lösungen für die Energiekrise, so
       > Umweltminister Schneider. Um der Regierung Druck zu machen, ruft Fridays
       > for Future zu Demos auf.
       
   IMG Bild: Greenpeace-Aktivist:innen protestieren mit Kajaks am Veranstaltungsort des 17. Petersberger Klimadialogs in Berlin
       
       dpa/epd | Die Greenpeace-Aktivist*innen in Kajaks auf dem Wasser beim
       Berliner Konferenzzentrum am Westhafen hatten eine klare Botschaft:
       „Befreit euch von fossilen Energien!“ Drinnen klang Bundesumweltminister
       [1][Carsten Schneider] fast genauso deutlich. Die Abhängigkeit von fossiler
       Energie wie Öl, Gas oder Kohle sei ein nicht zu kalkulierendes Risiko, auch
       für Deutschland, sagte der SPD-Politiker zur Eröffnung des 17. Petersberger
       Klimadialogs. „Erneuerbare Energiequellen sind dagegen
       Sicherheitsenergien.“
       
       Der Klimadialog ist ein informelles Treffen rund 30 wechselnder Staaten, zu
       dem die Bundesregierung traditionell im Frühjahr einlädt. Es geht darum,
       die jeweils nächste Weltklimakonferenz diplomatisch vorzubereiten, [2][die
       dieses Jahr in der Türkei stattfinden soll].
       
       „Die Klimapolitik liefert die Lösungen, damit die nächste fossile
       Energiekrise weniger weh tut“, sagte Schneider zum Auftakt des Treffens.
       Längst gebe es mit erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Wärmepumpen
       gute Gegenmittel. „Ich bin mir deshalb sicher: Diese aktuelle fossile
       Energiekrise wird als Beschleuniger wirken.“
       
       Dass das ein Selbstläufer wird, glauben nicht alle. Die Klima-Initiative
       [3][Fridays for Future] hat für Freitag Kundgebungen in 70 deutschen
       Städten angekündigt. Am vergangenen Samstag hatten bereits zehntausende
       Menschen in vier Großstädten für mehr Klimaschutz und die Energiewende
       demonstriert.
       
       ## Fridays for Future: Wirtschaftsministerin „im Gasrausch“
       
       Bundeswirtschaftswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) befinde sich
       „im Gasrausch“, erklärte Fridays for Future. Angesichts der eskalierenden
       Klima- und Energiekrise verschließe die Ministerin „die Augen vor der
       Wirklichkeit“. Gasbohrungen im Wattenmeer und in Oberbayern,
       Flüssiggas-Terminals an den Küsten und immer mehr Gaskraftwerke seien
       Ausdruck von Reiches „zerstörerischen Energieplänen“.
       
       „Energiepolitik wirkt für viele abstrakt, doch steigende Preise spüren alle
       unmittelbar im Alltag“, hieß es weiter. Tanken, Heizen und Lebensmittel
       seien durch den Iran-Krieg und die Abhängigkeit von den Fossilen bereits
       teuer, und die Preise würden weiter steigen: „Wir machen sichtbar, was
       politische Entscheidungen Menschen tatsächlich kosten, heute und in
       Zukunft.“
       
       21 Apr 2026
       
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