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       # taz.de -- Nach Dobrindts Kürzungen: Länder machen Druck bei Integrationskursen und Asylberatung
       
       > Bundesinnenminister hat Unterstützung für Geflüchtete massiv
       > zusammengestrichen. Die Integrationsminister*innen der Länder
       > wollen das nicht hinnehmen.
       
   IMG Bild: Integration braucht verlässliche Strukturen: Ein Geflüchteter in einer Wohnanlage in Mülheim an der Ruhr
       
       kna | Die Integrationsminister der Länder fordern vom Bund eine Rücknahme
       der Kürzungen bei Integrationskursen. Die Kurse müssten für
       Ukraine-Flüchtlinge, EU-Bürger und Geduldete wieder [1][kostenfrei zur
       freiwilligen Teilnahme zugänglich sein,] forderte die Vorsitzende der
       Integrationsministerkonferenz, Verena Schäffer (Grüne), am Donnerstag nach
       einem Treffen in Essen. Integration brauche verlässliche Strukturen, klare
       politische Rahmenbedingungen und vor allem langfristige Perspektiven.
       
       Integrationskurse richten sich an Menschen, die keine oder nur geringe
       Deutschkenntnisse haben. Das Bundesinnenministerium will nach eigenen
       Angaben Geflüchtete mit dauerhafter Bleibeperspektive bei der Teilnahme
       bevorzugen. In der Praxis werden dadurch mehr als die Hälfte der bisherigen
       Besucher*innen ausgeschlossen, darunter auch alle neuankommenden
       Geflüchteten aus der Ukraine.
       
       Die nordrhein-westfälische Integrationsministerin Schäffer sagte, Sprache
       sei ein zentraler Schlüssel für Integration. Ohne ausreichende
       Sprachkenntnisse bleibe der Zugang zu Bildung, zum Arbeitsmarkt oder zu
       gesellschaftlicher Teilhabe oft verschlossen. Daher sei es zynisch, wenn
       das Bundesinnenministerium darauf verweise, die beste Integration finde am
       Arbeitsplatz statt. Oft sei auch nicht klar, wie lange Geflüchtete in
       Deutschland blieben.
       
       Die Integrationsministerkonferenz pocht zudem darauf, dass die
       Bundesregierung ihre Förderung einer unabhängigen Asylverfahrensberatung
       beibehalte. Auch hier hatte Dobrindts Bundesinnenministerium zuletzt
       klargemacht, [2][dass es Kürzungen geben soll.] Tatsächlich soll das
       Förderprogramm Ende 2026 wohl ganz eingestellt werden.
       
       Die Integrationsminister*innen monierten jetzt, die Beratung sei
       ein zentraler Baustein für einen reibungslosen Ablauf von Asylverfahren.
       Sie entlaste die Migrationsbehörden in Bund und Ländern und trage dazu bei,
       dass Verfahren effizienter gestaltet und Betroffene besser informiert
       würden. Hilfsorganisationen kritisieren die Einsparpläne schon, seit sie
       bekannt wurden.
       
       23 Apr 2026
       
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