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       # taz.de -- Ermittlungen in Mönchengladbach: Mobbing, sexualisierte Sprache und Fehlverhalten in Reihen der Polizei
       
       > Gegen Polizei-Führungskräfte in der NRW-Stadt werden schwere Vorwürfe
       > erhoben. Sie sind vorläufig suspendiert. Die Staatsanwaltschaft sieht
       > einen Anfangsverdacht.
       
   IMG Bild: Wegen schwerwiegender Vorwürfe wurden drei Polizei-Führungskräfte des Polizeipräsidiums Mönchengladbach vorläufig vom Dienst suspendiert
       
       dpa | Bei der Polizei Mönchengladbach wird wegen „schwerwiegender Vorwürfe“
       gegen drei Beamte mit Führungsaufgaben ermittelt. Es gehe um „Vorwürfe
       wegen grenzüberschreitenden Führungs- und Umgangsverhaltens, Mobbing,
       [1][sexualisierter Sprache] und Fehlverhaltens“ gegenüber Polizeibeamtinnen
       und -beamten, teilte die Polizei mit. Einzelheiten nannte die Behörde
       nicht. Die drei wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. Noch gegen weitere
       Beamte stehen laut Polizei Vorwürfe im Raum. Zuvor hatte die Rheinische
       Post darüber berichtet.
       
       Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach leitete wegen eines
       „Anfangsverdachts für Straftaten“ gegen mehrere Beschuldigte ein
       Ermittlungsverfahren ein. Die Ermittlungen habe die Polizei Aachen
       übernommen, sagte Behördensprecher Florian Scheffel. Um welche möglichen
       Straftatbestände es im Einzelnen geht, sagte er nicht. Bei den
       Beschuldigten handele es sich um Männer.
       
       ## Reul erwartet von Polizisten „jederzeit ein tadelloses Verhalten“
       
       „Die Vorwürfe wiegen schwer und werden geprüft“, erklärte
       Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). „Jetzt muss der
       Vorgang sorgfältig aufbereitet werden.“ Wer sich danebenbenehme, müsse
       Konsequenzen spüren. Gleichzeitig dürfe es keine Vorverurteilung geben.
       „Für mich ist grundsätzlich aber klar: Ich erwarte von allen
       Polizeibeamtinnen und -beamten jederzeit ein tadelloses Verhalten.“ Polizei
       müsse ein Ort sein, an dem Respekt, Integrität und Vertrauen gelebt würden.
       „Dafür tragen alle Verantwortung – insbesondere Führungskräfte“, so Reul.
       
       Bei den dreien handelt es sich laut Polizei um Führungskräfte einer
       Dienstgruppe. Um den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten, seien die
       Dienstgruppen neu strukturiert worden. Auch disziplinarrechtliche Maßnahmen
       seien eingeleitet worden.
       
       ## Vorwürfe liegen teilweise schon Jahre zurück
       
       Die Vorwürfe sollen laut Polizei teilweise mehrere Jahre zurückliegen. Die
       Betroffenen seien zwischen 20 und 40 Jahren alt, sagte die
       Polizeisprecherin. Wie viele es genau sind, sagte sie nicht.
       
       Die Sprecherin bestätigte Informationen der Zeitung, wonach noch gegen
       weitere Polizeibeamte der 18-köpfigen Dienstgruppe Vorwürfe im Raum
       stünden. Diese Beamten seien aber nicht suspendiert worden. Wie viele
       Beamte dies seien, wurde nicht bekannt.
       
       ## Polizeipräsident sieht Werteverstoß
       
       Die Vorwürfe gegen die drei Führungskräfte waren laut der Polizeimitteilung
       Mitte vergangener Woche, also etwa Mitte April, im Polizeipräsidium
       Mönchengladbach bekannt geworden. Öffentlich wurden sie rund zehn Tage
       später.
       
       „Das vorgeworfene Verhalten widerspricht in jeder Hinsicht den Werten der
       Polizei Nordrhein-Westfalen und wird im Polizeipräsidium Mönchengladbach
       nicht geduldet“, hieß es. Polizeipräsident Stephan Zenker habe hierzu auch
       intern klar Stellung bezogen.
       
       ## Gewerkschafter: „Gut, dass genau aufgeklärt wird“
       
       „Führungskräfte in der Polizei NRW müssen ganz besonders ihrer Vorbildrolle
       gerecht werden“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei
       (GdP), Patrick Schlüter, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Vorwürfe
       stünden nicht im Einklang mit den Werten der Polizei NRW. „Deswegen ist es
       gut, dass genau aufgeklärt wird.“ Es gelte gleichzeitig die
       Unschuldsvermutung, betonte der Gewerkschafter.
       
       25 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
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