URI: 
       # taz.de -- Einen Monat vor Präsidentschaftswahl: Mehrere Tote bei Bombenanschlag im Westen Kolumbiens
       
       > Ein Anschlag auf einen Kleinbus erschüttert Kolumbien. Die Tat fällt in
       > eine Phase zunehmender Gewalt wenige Wochen vor der Präsidentenwahl.
       
   IMG Bild: Tatort des Bombenanschlags auf der Panamericana in Kolumbien
       
       Cajibío dpa | Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl in Kolumbien sind bei
       einem Bombenanschlag Behördenangaben zufolge mindestens 14 Zivilisten
       getötet worden. „Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu
       beschreiben, den wir heute empfinden“, teilte der Gouverneur von Cauca,
       Octavio Guzmán, über die Plattform X mit.
       
       Der Angriff ereignete sich Guzmán zufolge im Ort Cajibío im Südwesten
       Kolumbiens. Medienberichten zufolge fiel ein Sprengstoffzylinder auf einen
       Kleinbus und explodierte. Auf vom Gouverneur auf X geteilten Bildern waren
       erhebliche Schäden an mehreren Fahrzeugen zu sehen. Mehr als 38 Menschen
       seien verletzt worden, darunter fünf Minderjährige, schrieb Guzmán. Der
       Gouverneur sprach von einer „Tragödie“, warnte vor einer „terroristischen
       Eskalation“ und forderte entschlossene Maßnahmen der Regierung.
       
       Die Zeitung El Tiempo berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bewaffnete
       Männer hätten zuvor Fahrzeuge auf der Straße gestoppt und blockiert.
       Offizielle Angaben zu möglichen Verdächtigen gab es von den
       Ermittlungsbehörden zunächst nicht.
       
       Präsident Gustavo Petro sprach in Zusammenhang mit dem Vorfall von
       Terrorismus. Die Täter bezeichnete er als „Terroristen, Faschisten und
       Drogenhändler“ und machte Dissidenten der früheren Farc-Guerilla
       verantwortlich, die das Friedensabkommen von 2016 nicht anerkannt haben.
       
       ## Angespannte Sicherheitslage mit mehreren Angriffen
       
       Der Anschlag trifft Kolumbien in einer [1][angespannten Sicherheitslage]
       wenige Wochen vor der Präsidentenwahl am 31. Mai. Bereits am Freitag gab es
       eine Serie koordinierter Angriffe im Westen des Landes. Nach
       übereinstimmenden Berichten explodierte in der touristischen Stadt Cali ein
       Fahrzeug nahe einer Militärbasis, während es in der benachbarten Stadt
       Palmira zu weiteren Detonationen in der Nähe einer militärischen
       Einrichtung kam. Todesopfer wurden nicht gemeldet. Die Behörden machen auch
       dafür Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich.
       
       Verteidigungsminister Pedro Sánchez kündigte angesichts der jüngsten
       Anschläge eine verstärkte Offensive der Sicherheitskräfte an – zudem wurde
       ein Kopfgeld auf führende mutmaßliche Verantwortliche ausgesetzt. Die
       Gruppen zählen weiterhin zu den wichtigsten Akteuren der Gewalt in der
       Region. Die Sicherheitslage ist eines der zentralen Themen im Wahlkampf.
       
       26 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Grenzkrieg-Kolumbien-und-Ecuador/!6164335
       
       ## TAGS
       
   DIR Kolumbien
   DIR Bombenanschlag
   DIR Gustavo Petro
   DIR Präsidentschaftswahl
   DIR Social-Auswahl
   DIR Kolumbien
   DIR Kolumbien
   DIR Kolumbien
   DIR Ecuador
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Kolumbien vor den Wahlen: Zwischen Actionfilm und Inklusion
       
       Am Sonntag sind in Kolumbien Präsidentschaftswahlen. Cepeda, Kandidat der
       Linken, muss wohl in die Stichwahl – gegen einen Ultrarechten.
       
   DIR Grenzkrieg Kolumbien und Ecuador: Verkohlte Leichen und eine mysteriöse Bombe
       
       Die Lage zwischen Kolumbien und Ecuador ist angespannt. Zum Zollkrieg
       kommen nun auch noch Bombardierungen im Grenzgebiet hinzu.
       
   DIR Wahlen in Kolumbien: Rechts und links überall Gewinner
       
       Kolumbiens Parlamentswahl ergibt keine klare Mehrheit. Die Vorwahl für die
       Präsidentschaftswahl Ende Mai birgt eine Überraschung aufseiten der
       Rechten.
       
   DIR Anti-Drogenkrieg in Ecuador: Militäreinsatz im Buhlen um Trumps Gunst
       
       Ecuadors Präsident will sich als Hauptverbündeter Donald Trumps in der
       Region profilieren. Jetzt haben gemeinsame Aktionen mit US-Truppen
       begonnen.