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       # taz.de -- Trumps Feldzug gegen erneuerbare Energie: US-Regierung bezahlt Unternehmen fürs Canceln von Windparks
       
       > Zwei weitere Unternehmen sollen Geld in die fossile US-Wirtschaft
       > stecken, mit dem sie ursprünglich Offshore-Anlagen aufbauen wollten.
       
   IMG Bild: Geht mit Fake News und Steuergeld gegen Windkraft vor: US-Präsident Donald Trump
       
       Die [1][US-Regierung von Donald Trump] zahlt erneut Energieunternehmen
       dreistellige Millionensummen, damit die ihre Pläne für Offshore-Windparks
       aufgeben und stattdessen in klimaschädliche Öl- und Gasprojekte in den USA
       investieren.
       
       Der Deal: Die Unternehmen stecken noch mal so viel Geld in fossile
       Projekte, wie sie zuvor an Pacht für Offshore-Flächen vor den US-Küsten
       gezahlt hatten. Können sie das nachweisen, löst das Innenministerium die
       Pachtverträge auf und zahlt das Geld zurück.
       
       Das Vorgehen scheint zur Gewohnheit zu werden. [2][Im März hatte die
       US-Regierung schon den französischen Energiekonzern TotalEnergies mit fast
       einer Milliarde US-Dollar dazu gebracht], Pläne für zwei mögliche Windparks
       im Atlantik zu streichen und sich stattdessen auf Öl- und Gasprojekte in
       den USA zu fokussieren.
       
       Kritik kommt aus dem progressiven politischen Lager. „Anstatt die USA auf
       sauberere und sicherere Energiequellen umzustellen oder wie versprochen die
       Energiekosten zu senken, geht es bei Trumps Politik nur darum, die Taschen
       von Milliardären der fossilen Energieindustrie auf Kosten amerikanischer
       Familien zu füllen“, kritisierte David Arkush von der NGO Public Citizen.
       
       ## Trumps Fake News über Windkraft
       
       Trump lehnt [3][Windenergie] seit Langem ab. Er stützt sich dabei auf
       Falschbehauptungen, postulierte etwa, dass Windräder eigentlich
       umweltschädlich seien, Wale töten und nicht gut funktionieren würden.
       
       Die erste der aktuellen Vereinbarungen zum Stopp von Windparks betrifft das
       Projekt Bluepoint Wind, das vor den Ostküsten-Bundesstaaten New York und
       New Jersey entstehen sollte. Dahinter stehen der Infrastrukturfonds Global
       Infrastructure Partners, der zum Investmentriesen Blackrock gehört, und
       Ocean Winds, ein Joint Venture des französischen Energiekonzerns Engie und
       der Erneuerbaren-Tochter des portugiesischen Energiekonzerns EDP. Sie
       sollen 765 Millionen US-Dollar bekommen.
       
       Bei der zweiten Übereinkunft geht es um ein Projekt von Ocean Winds und dem
       britischen Offshore-Entwickler Reventus Power. Sie sagen nun für 120
       Millionen US-Dollar den gemeinsamen Windpark Golden State Wind ab, der vor
       der kalifornischen Küste entstehen sollte.
       
       28 Apr 2026
       
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