# taz.de -- Demos gegen Castor-Transporte: Weitere Aktionen angekündigt
> Die Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus gehen weiter.
> Atomkraftgegner kündigen erneut Proteste gegen dritte Castor-Fahrt am
> Dienstag an.
IMG Bild: Das Aktionsbündnis „Kein Atommüll in Ahaus“ hält vor dem Zwischenlager Ahaus bei der Demo zum zweiten Castor-Transport
epd | Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und in Jülich gehen von
einem dritten [1][Atommüll-Transport] am kommenden Dienstag aus. Am Sonntag
kündigten sie erneut Proteste gegen den weiteren Lkw-Konvoi durch
Nordrhein-Westfalen (NRW) ins Zwischenlager Ahaus an.
Am 5. Mai wird es am Startpunkt in Jülich den Angaben nach ab 18 Uhr eine
Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum geben. Am Zielort Ahaus starte um
18.30 Uhr eine Fahrrad-Demo vom Bahnhof durch die Innenstadt zur
Castor-Strecke. Dort beginne um 19 Uhr die zentrale Kundgebung, gefolgt von
einer Mahnwache bis zur nächtlichen Ankunft des [2][Castor-Konvois]. Am
Zwischenlager finde keine Mahnwache statt.
## Vierter Transport Mitte Mai
Der vierte Castor-Transport von Jülich nach Ahaus soll am 19. Mai folgen,
wie die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, „Stop Westcastor“
Jülich, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, SOFA (Sofortiger
Atomausstieg) Münster, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau sowie der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mitteilten.
Angesichts der Personalbelastung für die Polizei und der Kosten für die
Landeskasse sei zu befürchten, dass die Landesregierung die
Polizeisicherung der Castor-Transporte auf Jahre zurückfahren werde. Die
Verlagerung der verbleibenden 150 Behälter werde nicht vor 2030
abgeschlossen sein, obwohl die Transportgenehmigung nur bis Mitte nächsten
Jahres gültig sei, mahnten die Initiativen. Zudem gelte auch die
Lagergenehmigung im Zwischenlager Ahaus nur bis 2036.
## Umlagerung von 152 Behältern
Insgesamt geht es um die [3][Umlagerung von 152 Atommüllbehältern],
sogenannten Castoren, von der bisherigen Lagerstätte in Jülich zum
Zwischenlager nach Ahaus im westlichen Münsterland. Der erste Transport
fand Ende März statt. Die Castoren mit insgesamt 300.000
Brennelement-Kugeln stammen aus dem stillgelegten Versuchsreaktor in
Jülich. Die Betriebserlaubnis für die Lagerstätte dort ist seit Jahren
ausgelaufen. Das Lager in Ahaus ist ebenfalls nur ein Zwischenlager.
3 May 2026
## LINKS
DIR [1] /Atommuell-Tourismus-in-NRW/!6146172
DIR [2] /Castor-Atommuelltransporte/!6169915
DIR [3] /Hochradioaktiver-Atommuell/!6172980
## TAGS
DIR Castor-Transport
DIR Anti-Atom-Initiativen
DIR Atomtransport
DIR Atomstreit
DIR Atommüll
DIR Atomreaktor
DIR Castor-Transport
DIR 40 Jahre Tschornobyl
DIR Christian Specht
DIR Castor-Transport
## ARTIKEL ZUM THEMA
DIR Radioaktiver Atommüll: Castor-Transport abgebrochen
Am Mittwochabend sollte erneut ein Castor-Behälter mit Atommüll durch NRW
transportiert werden. Wegen Fahrzeugproblemen scheiterte das Vorhaben.
DIR Hochradioaktiver Atommüll: Castortransport in Schwierigkeiten
Eine „Störung der Stromversorgung“ bremst den zweiten Castor-Transport
mitten durch NRW aus. Atomkraftgegner:innen fordern Aufklärung.
DIR Castor-Atommülltransporte: „Das war ein heftiger Einsatz“
Castor-Transporte fahren durch NRW und niemanden stört’s. Christian Specht
erinnert sich an eine Anti-Atom-Demo, auf der er 1998 war. Und an nervige
Polizisten.
DIR Atommülltourismus durch NRW: Castor-Transporte gestartet
Erste hochradioaktive Brennelemente haben das Forschungszentrum Jülich
verlassen. Kritiker warnen vor potenziellen Gefahren für Millionen
Menschen.