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       # taz.de -- Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt: Der Zukunft zugewandt
       
       > In Halle (Saale) will eine Genossenschaft das leer stehende
       > Stasi-Bezirksamt kaufen, um daraus einen Kulturort zu machen. Ein
       > Ortsbesuch.
       
   IMG Bild: Mitglieder der Genossenschaft Gemeinschaftsamt vor der ehemaligen Stasi-Zentrale in Halle
       
       Als Ulrich Möbius die Hälfte der Leute, die zum ersten Treffen kamen, nicht
       kannte, dachte er, es könnte was werden. Für seine Idee braucht es nämlich
       mehr Mitstreiter*innen. Möbius, 50, bunte Cap und zwinkernde Katze auf dem
       T-Shirt, dreht sich um und zeigt auf den Ort, um den es geht: die ehemalige
       Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) der DDR in
       Halle (Saale), Sachsen-Anhalt.
       
       Es ist ein großes Vorhaben. 20.000 Quadratmeter, um genau zu sein: ein
       riesiger, leer stehender Betonskelettbau, Baujahr 1971, orange-silberne
       Aluminiumfassade, 7 Stockwerke, ein kleinerer Bau daneben und ein paar
       Garagen. Als Genossenschaft wollen Möbius und seine Mitstreiter*innen
       [1][das alte Haupthaus und den kleineren Sozialbau daneben kaufen und zu
       einem Kulturzentrum machen].
       
       Rein darf man heute nicht. In den oberen Stockwerken erkennt man vergilbte
       Lamellenvorhänge. Unten kann man durch zerbrochene Fenster ins Innere
       schauen. Zum Beispiel in den großen Saal mit Bühne, holzvertäfelte Wände,
       im Sozialbau, in dem Stasi-Mitarbeitende früher Feste feierten. „Was da
       alles reinkönnte!“, sagt Möbius.
       
       Von 1971 bis 1989 wurde von hier aus Überwachung organisiert. Jetzt soll es
       ein „Gemeinschaftsamt“ für alle werden. Auf Instagram bekommt die
       Initiative viel Zuspruch. Ein Reel aus dem November 2025 hat 10.000 Likes.
       „Sachsen-Anhalt 2025, nur noch Panikmache und Weltuntergangsstimmung,
       während alle nur am Maulen sind, machen wir Pläne für die Zukunft“, sagt
       Genossenschaftsmitglied Max König.
       
       Noch gehören die Gebäude dem Land. Dass es sie verkaufen will, steht schon
       fest. Aber nicht, an wen. Am 6. September sind Landtagswahlen in
       Sachsen-Anhalt. [2][Die jüngsten Umfragen prognostizieren der AfD, mit
       Abstand stärkste Kraft zu werden]. Man könnte denken, da sollte es doch
       besser schnell gehen mit dem Kaufen. Aber so einfach ist es nicht.
       
       Das ist keine Geschichte über die AfD, sondern eine über Leute, die in
       Halle was machen. Stand Anfang Juni sind schon 150 Menschen
       Genossenschaftsmitglieder. Damit der Kauf klappt, braucht es aber noch
       mehr, die Geld geben, ihre Ideen einbringen, Aufgaben übernehmen – und zwar
       bevor klar ist, dass das Gebäude auch wirklich gekauft werden kann. Und
       dann ist da noch die Frage, wie man mit der Geschichte des Geländes umgeht.
       
       In den vergangenen Monaten kommt man in Halle an den Plakaten des
       Gemeinschaftsamts kaum vorbei. Sie hängen in Cafés, in der Uni, an
       Tramhaltestellen und laden zu regelmäßig stattfindenden öffentlichen
       Treffen.
       
       Wenn Ulrich Möbius die Idee erklärt, klingt es einfach. Sobald die
       Genossenschaft 250.000 Euro zusammen hat, wird sie einen Kredit aufnehmen
       und das Gebäude gemeinsam mit einer Stiftung dem Land abkaufen. Noch 2026
       soll das passieren, ein Jahr später sollen die ersten Mieter*innen
       einziehen und die Räume selbst renovieren. Sie rechnen mit einem Kaufpreis
       unter einer Million Euro. Die Kaltmiete soll unter fünf Euro liegen. Das
       Gelände hat 20.000 Quadratmeter, davon seien 13.500 vermietbar. „Es gibt
       viel Raum für Ideen!“, sagt Möbius. [3][Das Freie Radio Corax] hat schon
       Interesse bekundet, ebenso wie der Fanverein der Eishockeymannschaft
       Saalebulls. Die Initiative spricht von Ateliers, Proberäumen,
       Co-Working-Spaces, Werkstätten, Treffpunkten.
       
       Möbius kommt aus Halle und ist stadtbekannt, auch weil er schon mal die
       Rettung eines historischen Gebäudes initiiert und es mit einem Verein zu
       einem Café und Kulturort gemacht hat: das Peißnitzhaus, [4][ein ehemaliges
       Pionierhaus auf der Peißnitzinsel], das heute ein gut besuchter Ort in der
       Stadt ist, eigentlich gute Werbung.
       
       William Waltz, 62, ist Ende Mai zum ersten Mal bei einem Infotreffen der
       Initiative Gemeinschaftsamt, im Paulusviertel in Halle. Er sucht sein Büro
       von damals. Am Stehtisch blättert er durch Grundrisse des ehemaligen
       Stasi-Gebäudes. War es der vierte Stock oder der fünfte?
       
       ## Halb so alt wie heute
       
       Waltz sagt, er sei hier, um zu gucken, ob das realistisch wäre, sein altes
       Büro wiederzubekommen. „Wie eine Schnapsidee auf die Realität trifft.“
       Waltz zeigt ein Foto auf seinem Handy. Es zeigt ihn, halb so alt wie heute,
       im blauen Hemd am Schreibtisch, vor einem klobigen, beigen Computer. Das
       war 1993 und er gerade aus Michigan, USA, hergezogen.
       
       Waltz arbeitete bei der Anglistik an der Universität Halle. Die war kurz
       nach der Wende in das ehemalige Stasi-Haus eingezogen – und blieb bis Mitte
       der 1990er. „Stasianum“ hieß der Uni-Standort im Volksmund. 1995 kam das
       Finanzamt dazu. Waltz erinnert sich daran, dass seine Bürotür noch
       gepolstert war. Und wie er sich wunderte, dass niemand Witze über den
       Coca-Cola-Automaten in der Kantine machte.
       
       Er ist an diesem Samstag einer von rund 30 Menschen, die zum Infotreffen
       gekommen sind. An den Wänden hängen Fotos der Gebäude, an Tischen
       beantworten Mitglieder vom Gemeinschaftsamt Fragen.
       
       Eine von ihnen ist Sigrid Redeker, 74, aus Halle, gelernte Uhrmacher. Dabei
       war sie erst skeptisch. Auch wegen des Namens: „Gemeinschaftsamt? Was will
       da jetzt wieder eine Behörde rein?“, habe sie gedacht. Aus Neugier kam sie
       zum Gründungstreffen im September vergangenen Jahres. Mittlerweile ist sie
       Genossin und verteilt regelmäßig Flyer für die Initiative. Sie hat auch
       schon Ideen für die Nutzung, denkt an ein Kunstgewerbestudio und würde gern
       über humanes Sterben informieren. „Und ich denke an ein Tanzcafé zum Thema
       Lindy Hop“, sagt sie. Sie findet, Halle könne wieder mehr Disko vertragen.
       
       Manche haben aber auch Zweifel. Beim Infotreffen fragt eine Frau: „Wer
       kümmert sich um den Erhalt, wenn das Gebäude gekauft wurde? Und wer putzt?“
       „Die Genossenschaft“, sagt Möbius. „Das ist ja nur ein Wort!“, sagt die
       Frau, „wer ist das?“ „Da gibt es viele Konzepte“, sagt Möbius freundlich,
       „Wir haben das noch nicht festgelegt, aber alle, die wollen, können
       mitbestimmen.“ Jedes Genossenschaftsmitglied habe eine Stimme, egal ob
       Privatperson oder Institution oder wie viele Anteile es hat. „Das soll ein
       Ort werden, wo Demokratie sich übt.“ Die Frau sieht nicht ganz überzeugt
       aus.
       
       Wer Interesse hat, muss nicht gleich Genossenschaftsmitglied werden, man
       kann sich auch erst mal informieren, Vorschläge machen, was ins Gebäude
       reinkommen sollte oder sich einer Arbeitsgemeinschaft anschließen, erklärt
       Möbius. Es gibt zum Beispiel eine AG Finanzierung und eine AG Geschichte,
       die sich mit den Vergangenheiten des Geländes beschäftigt. Die suchen
       gerade noch Mitstreiter*innen.
       
       Denn das Gelände hat verschiedene Vergangenheiten, eine davon als Teil des
       Überwachungsapparats der DDR. In Halle gibt es viele Menschen, die sich
       erinnern können an die Zeit, als die Gebäude auf dem Stadtplan von Halle
       nicht verzeichnet waren.
       
       ## Stadt in der Stadt
       
       Dabei war das Stasi-Gelände zu DDR-Zeiten eine Stadt in der Stadt. 1971
       zogen die ersten Mitarbeiter*innen ein. Es gab einen Kinosaal, ein
       Casino, eine Zahnarztpraxis, einen Friseur, eine Sauna, eine Autowerkstatt,
       Wohnungen für die Mitarbeitenden und einen großen Zaun und mehrere
       Wachtürme. Die Mitarbeiter*innen sollten das Gelände so wenig wie
       möglich verlassen müssen. Wer nicht da arbeitete, kam nicht rein. Ein
       Gefängnis war es nicht, nur selten fanden dort Verhöre statt. Es war mehr
       eine riesige Datensammelmaschine.
       
       Ulrich Möbius stand als 13-Jähriger zum ersten Mal vor der
       Stasi-Verwaltung. Das spiele jetzt keine Rolle für die Idee mit dem
       Kulturzentrum, sagt er. Aber es erzählt noch etwas über die Geschichte
       dieses Ortes.
       
       Am 30. Oktober 1989, lief er als einer von rund zweitausend Menschen bei
       der Montagsdemo, die eine Reform der DDR forderte, aus der Innenstadt bis
       vor die Stasi-Bezirksverwaltung am Eingang zur DDR-Planstadt
       Halle-Neustadt. Sie blieben 20 Minuten rufend stehen und zogen wieder ab.
       Ein paar Wochen später besetzten 50 Menschen die Stasi-Verwaltung – wie an
       vielen anderen Orten in der DDR auch. Um zu verhindern, dass Mitarbeitende
       weiter die Millionen von Akten, die sie hier angelegt und gefüllt hatten,
       schredderten und verbrannten.
       
       Heute lagern sie in einem kleinen Gebäude neben dem ehemaligen Haupthaus,
       in der halleschen Außenstelle des Stasi-Unterlagenarchivs. Wenn man die
       Akten nebeneinander stellen würde, könnte man 7 Kilometer lang an den
       Rücken der Ordner mit dem Fahrrad entlangfahren. [5][Die Mitarbeitenden
       sind immer noch damit beschäftigt, die Schnipsel geschredderter Akten
       zusammenzusetzen].
       
       Nachdem das Finanzamt ausgezogen war, öffnete das große Haupthaus 2016
       seine Türen zum ersten Mal für alle in der Nacht der Museen. 2021
       residierte dort das Kunst- und Kultur-Festival Werkleitz, das sich jedes
       Jahr an einem anderen Ort mit Transformation und Strukturwandel
       beschäftigt.
       
       Beim Infotreffen Ende Mai hat William Waltz sein Büro gefunden – ziemlich
       sicher jedenfalls. „Hier gegenüber vom Aufzug, im fünften, mit Fenster.“ Er
       sieht ein bisschen aufgeregt aus und fotografiert sich den Grundriss ab.
       Ulrich Möbius tritt mit an den Tisch. Waltz will von ihm wissen, wie er an
       sein Büro kommt – also theoretisch.
       
       Möbius erklärt: Das Konzept, wie die Räume vergeben werden, steht noch
       nicht fest. Aber grob, müsste Waltz erst mal zwei Genossenschaftsanteile à
       200 Euro kaufen, um Mitglied zu werden. Dann wären es pro 5 Quadratmeter
       einer. Bei seinem 27 Quadratmeter großen Büro wären das ungefähr 1.200
       Euro. Damit wäre er Miteigentümer und dürfe über die Fragen, die die
       Genossenschaft betreffen, mitbestimmen. Waltz nickt.
       
       Allerdings sollen erst mal die unteren Stockwerke bezogen werden, Stück für
       Stück weiter nach oben. Die Mieter*innen sollen selbst renovieren. Waltz
       sieht ein bisschen enttäuscht aus. Er wolle noch mal drüber nachdenken,
       sagt er, als er sich verabschiedet.
       
       Nach [6][der Zentrale in Berlin] war in Halle der größte Sitz der Stasi in
       der DDR, gemessen an der Zahl ihrer Außenstellen, sogenannten
       Kreisdienststellen. Dass die Stasi-Stelle in Halle so groß war, lag an der
       Chemieindustrie in der Nähe. Es war eine Aufgabe der
       Stasi-Bezirksverwaltung, Umweltverschmutzungen durch die Werke in Leuna,
       Buna und Bitterfeld zu vertuschen.
       
       Im Herbst 1989 arbeiteten in der Stasi-Bezirksverwaltung Halle 3.100
       Hauptamtliche und 11.000 inoffizielle Mitarbeiter*innen. Es gab eine große
       Telefonabhöranlage. Mehr als hundert Mitarbeitende waren allein damit
       beschäftigt, Briefe zu öffnen. Im Januar 1975 protokollierte die
       Bezirksverwaltung Halle, dass die Menschen in Halle pro Monat 1,1 Millionen
       Briefe und 240.000 Postkarten in die Bundesrepublik schicken sowie 65.000
       Briefe nach West-Berlin. Durchschnittlich öffneten Mitarbeitende monatlich
       58 000 davon.
       
       Anne Kupke ist als Kind mit der Straßenbahn am Stasi-Gelände
       vorbeigefahren. Sie erinnert sich daran, wie sie versucht hat, etwas hinter
       dem kilometerlangen Zaun um die benachbarte Kaserne zu erspähen. Als
       Erwachsene hat sie im Hauptgebäude ihre erste Steuererklärung eingeworfen.
       Sie ist nicht die einzige in Halle, die darüber witzelt, dass ab 1995 nicht
       mehr die Stasi, sondern das Finanzamt im Gebäude saß: „Das Finanzamt, ja
       das weiß halt alles.“
       
       Die Erinnerung an die Diktatur der SED ist ihr sonst ein ernstes Anliegen.
       Kupke ist im Vorstand des Vereins Zeit-Geschichte(n) Halle e. V., der 1995
       von ehemaligen DDR-Bürgerrechtler*innen gegründet wurde. Die Mitglieder
       beschäftigen sich heute sowohl mit DDR-Geschichte als auch mit dem Gedenken
       an die Opfer des Nationalsozialismus.
       
       „Die Idee, das alte Stasi-Gebäude als Genossenschaft zu kaufen, haben sie
       im Verein diskutiert“, sagt Kupke. Die Meinungen gingen auseinander. „Manch
       einer wünscht sich auch den Abriss.“ Zwei Bürger hätten angerufen und Sorge
       geäußert, dass „die Linken“ sich das Gebäude zurückholten. Der Verein hat
       jedenfalls entschieden, sich an der Genossenschaft zumindest vorerst nicht
       zu beteiligen. Sie selbst sei etwas reserviert, sagt Kupke, fände aber gut,
       dass ein Gebäude nicht sinnlos leer stehen soll. „Dieses Grundansinnen
       teilen, glaub ich, alle in Halle“, sagt sie.
       
       Über den Verkauf entscheiden aber nicht die Menschen in der Stadt, sondern
       das Land Sachsen-Anhalt.
       
       Bevor die Entscheidung fiel, die Gebäude zu verkaufen, hat das Land auch
       bei Johannes Beleites angefragt. Er ist seit 2024 Landesbeauftragter für
       die Aufarbeitung der SED-Diktatur und selbst in Halle geboren. Er hatte
       nach Rücksprache mit dem Stasi-Unterlagenarchiv keine Einwände. Was hält
       Beleites von der Initiative, die daraus ein Kulturzentrum machen möchte? Er
       äußert sich zurückhaltend: „Ich werde mich nicht dafür engagieren, aber
       auch nicht dagegen.“
       
       ## Sorge einiger Stasi-Opfer
       
       Auch er erzählt, dass er Post bekommen hat, von Menschen, die ihn
       aufforderten, sich gegen die Initiative zu positionieren. „Es gibt die
       Befürchtung“, sagt er, „dass es sich hinsichtlich der Gruppe, die da sich
       darum bemüht, um ein relativ linkes Projekt handelt.“ Die Sorge einiger
       Stasi-Opfer: „Dieselben von damals bemächtigen sich jetzt ihrer Immobilie
       und wollen sich auch ihrer Geschichte bemächtigen und die Deutungshoheit
       haben.“
       
       Die Sorge nehme er ernst, sehe sie aber nicht begründet. Er sei sich
       relativ sicher, dass keine ehemaligen Stasi-Mitarbeiter beim
       Gemeinschaftsamt aktiv sind, „allein schon aus Altersgründen“. Auch
       zweifele er nicht daran, dass die Initiative, wie sie sagt, sich mit der
       Vergangenheit sensibel auseinandersetzen möchte. Er würde sich nicht für
       das Gesamtprojekt engagieren, aber „einzelne Kooperationen im Blick auf die
       Aufarbeitung der Geschichte“ hält er für möglich.
       
       Dazu, wie das Land zu den Ideen des Gemeinschaftsamtes steht, könnten „noch
       keine Aussagen getroffen werden“, schreibt das zuständige Finanzministerium
       auf taz-Anfrage. „Die Initiative ist dem Land bekannt.“ Ein öffentliches
       Bieterverfahren werde noch im Laufe dieses Jahres beginnen.
       
       Ist es also realistisch, dass das wirklich klappt? Was ist, wenn mit der
       Landtagswahl die AfD stärkste Kraft im Landtag wird? Oder ist das die
       falsche Frage?
       
       Die Stadt Halle kann zwar nicht mitentscheiden über den Verkauf, sie steht
       aber hinter dem Projekt. „Die Stadtverwaltung begrüßt das Engagement der
       Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich“, schreibt der Pressesprecher des
       Bürgermeisters Alexander Vogt (parteilos) auf taz-Anfrage. Die Stadt steckt
       seit einigen Monaten [7][in einer schweren Haushaltskrise]. Es sei für das
       Gemeinschaftsamt daher derzeit „keine finanzielle Unterstützung möglich“,
       aber man könne unterstützend beraten.
       
       Die Initiative Gemeinschaftsamt will nichts vom Land geschenkt bekommen,
       sondern ihm etwas abkaufen. Andere Interessent*innen für das Gelände
       gibt es nicht – geschweige denn Konzepte, was mit den riesigen Gebäuden
       passieren soll. Deren Architekt, der Gropius-Schüler Richard Paulick, der
       auch die angrenzende Planstadt Halle-Neustadt entworfen hat, hatte im
       Herzen der Planstadt ein Kulturzentrum geplant. Realisiert wurde es nie.
       
       Ulrich Möbius von der Initiative Gemeinschaftsamt ist optimistisch. Er
       denkt nicht nur bis September. Was es jetzt brauche, seien genug
       Genossenschaftsmitglieder, bis das Land die Gebäude voraussichtlich Ende
       des Jahres versteigern wird. Am Infotag Ende Mai wurden es wieder zwei
       mehr, 100.000 der benötigten 250.000 Euro haben sie schon zusammen.
       
       11 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
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   DIR [2] /Landtagswahl-in-Sachsen-Anhalt/!6178992
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   DIR [5] /Aufarbeitung-von-Stasi-Unterlagen/!5654341
   DIR [6] /Ehemalige-Stasi-Zentrale-in-Lichtenberg/!5992069
   DIR [7] /Jugendhilfe-in-Halle-unter-Druck/!6157944
       
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