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       # taz.de -- Ende der Bundesligasaison: Spannend ist es nur noch jenseits des FC Bayern München
       
       > Bayern München macht die Bundesliga öde. Für die meisten Clubs geht’s nur
       > noch darum, weiter mitzumischen. Oder wie der Bayer sagt: „a dabei“ zu
       > sein.
       
   IMG Bild: Aus der Traum: St. Pauli steigt ab und ist in der Bundesliga nicht mehr „a dabei“
       
       Nur oben ist’s öde. Aber wir wollen doch die Form wahren: Herzlichen
       Glückwunsch an den [1][FC Bayern München] zum Gewinn der deutschen
       Meisterschaft der Herren und der Frauen. Und damit man nicht allzu oft
       solche Kommentare schreiben muss, gilt die Gratulation auch schon für den
       Gewinn des DFB-Pokals der Männer am kommenden Samstag. Die Frauen holten
       ihren Pott schon vergangene Woche ab.
       
       Dabei ist es ja keinesfalls so, dass diese [2][schreckliche
       Bayern-Dominanz] die beiden Bundesligen langweilig gemacht hätte. Die
       anderen Clubs haben sich halt alle andere Ziele gesetzt, genauer gesagt:
       setzen müssen.
       
       In Münchner Schickeriakreisen gibt es den Begriff des Adabei. Das ist eine
       eher abwertende Charakterisierung von Leuten, die nichts zu melden haben,
       aber halt „a dabei“ sind. Weil sie halt „a dabei“ sein wollen.
       
       Es gibt im Profifußball keinen „Bayern-Jäger“ mehr. Das ist ein
       inoffizieller Titel, der vor oder während der Saison vergeben wurde und den
       bei den Männern mal Borussia Dortmund, mal Bayer Leverkusen und ganz früher
       sogar mal Werder Bremen und Schalke 04 innehatten.
       
       ## Gekämpft wird um Platz zwei
       
       [3][Bei den Frauen sieht es mittlerweile so aus, dass es einen sicheren
       Ersten gibt (Bayern)], einen ziemlich sicheren Zweiten (Wolfsburg), und die
       Konkurrenz kämpft um Platz drei. Bei den Männern hat sich die Bundesliga
       ein klein wenig anders diversifiziert: Um Platz zwei, den Vizemeistertitel,
       wird wohl auch im nächsten Jahr heftig konkurriert werden.
       
       Wichtiger, weil Geld verheißend, ist der Kampf um die
       Champions-League-Plätze, und wer da nur lange mithalten, sich aber nicht
       durchsetzen konnte, wird immerhin noch mit der Teilnahme in Europa League
       oder Conference League belohnt.
       
       Und so richtig spannend ist bei den Männern der Abstiegskampf. Das
       unausgesprochene Ziel der Vereine, die darin involviert sind, ist ja dies:
       Alle wollen auch in der nächsten Saison einmal das Weltstarensemble des FC
       Bayern bei sich im Heimstadion empfangen dürfen. Es geht nicht ums
       Gewinnen, sondern nur noch darum, sich möglichst lange als Teil des
       Betriebs halten zu können. „A dabei“ halt.
       
       17 May 2026
       
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