# taz.de -- Spaniens Ministerpräsident: Pedro Sánchez – linkes Vorbild oder kühler Machtpolitiker?
> Pedro Sánchez stellt sich gegen Trump, Israel und europäische Aufrüstung.
> Außerhalb Spaniens wird das bejubelt, zu Hause holen ihn
> Korruptionsaffären ein.
Als Israel und die USA Ende Februar den Iran angriffen, war Pedro Sánchez
einer der wenigen europäischen Politiker, die das scharf kritisierten.
Spaniens Ministerpräsident nannte den Krieg „absurd und illegal“,
[1][verurteilte ihn als Bruch des Völkerrechts] – und verweigerte den USA
die Nutzung spanischer Militärstützpunkte um dort Angriffe zu koordinieren.
Auch in der Aufrüstungsdebatte, im Nahostkonflikt und im Umgang mit
US-Präsident Donald Trump schwimmt der Sozialdemokrat regelmäßig gegen den
Strom seiner europäischen Kolleginnen und Kollegen. Damit hat er Spanien
zurück auf die politische Weltbühne gebracht und zu einer wichtigen Stimme
in außenpolitischen Fragen gemacht. Auch Sánchez’ liberale Arbeits- und
[2][Migrationspolitik] macht international Schlagzeilen.
Manche sehen in Sánchez deshalb sogar eine Art „Gewissen Europas“ – ein
Vorbild für die europäische Linke. Für die anderen ist er vor allem ein
kühler Machtpolitiker, dessen engstem Kreis [3][schwere
Korruptionsvorwürfe] anhängen, und Spitze einer Minderheitsregierung, die
in einer Krise steckt.
Taugt Pedro Sánchez wirklich als progressives Vorbild? Kann seine
außenpolitische Stärke die innenpolitischen Probleme überstrahlen? Oder
könnten ihn die Korruptionsaffären am Ende zu Fall bringen?
Über diese Fragen sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Fabian
Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz, und Spanien-Korrespondent
Reiner Wandler.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 14.30 Uhr
MEZ.
[4][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
11 Jun 2026
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