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       # taz.de -- +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: USA wollen Militärfahrzeuge für Nato-Einsätze reduzieren
       
       > Laut „New York Times“ will die US-Regierung die Anzahl der in Europa
       > stationierten Kampfjets und Kriegsschiffe um ein Drittel reduzieren.
       
   IMG Bild: Die US-Regierung will unter anderen die Anzahl der F15-Kampfjets reduzieren
       
       Die USA planen einem Zeitungsbericht zufolge, die Zahl der Flugzeuge und
       Kriegsschiffe, die sie [1][für Nato-Einsätze in Europa] zur Verfügung
       stellen, um ein Drittel zu reduzieren. Dies berichtet die New York Times
       unter Berufung auf zwei hochrangige europäische Insider. ‌Die Nato und das
       US-Verteidigungsministerium reagieren zunächst nicht auf Anfragen zur
       Stellungnahme. Der US-Plan sieht dem Bericht zufolge vor, die Zahl der
       F-16- und F-15E-Kampfflugzeuge von rund 150 auf 100 zu reduzieren, die Zahl
       der Seeaufklärungsflugzeuge von 26 auf 15 zu senken und alle 8
       Luftbetankungsflugzeuge abzuziehen, die Europa bisher zur Verfügung
       standen. Damit würde die Fähigkeit der Nato für Angriffe auf weiter
       entfernte Ziele und Überwachungsaufgaben eingeschränkt. (rtr)
       
       ## Zwei Menschen sterben in Brjansk
       
       Bei [2][ukrainischen Angriffen] auf die russische Grenzregion Brjansk ‌ist
       die Zahl der Verletzten nach Angaben der örtlichen Behörden auf zehn
       gestiegen. Unter den Verletzten sei auch ein 5-jähriger Junge, teilte der
       amtierende Gouverneur der Region, ⁠Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit.
       Zwei Menschen waren bei dem Angriff ums Leben gekommen. Auch in der Ukraine
       gibt es Opfer durch russische Drohnenangriffe: In der nordöstlichen Oblast
       Sumy ‌wurde eine 44-jährige ‌Frau getötet und eine 33-Jährige schwer
       verletzt, wie ⁠der dortige Gouverneur Oleh Hryhorow mitteilte. In der
       südukrainischen Stadt Mykolajiw wurden den örtlichen Behörden zufolge drei
       weitere Menschen verletzt. (rtr)
       
       ## Luftangriffe: Ukrainer sollen besetzte Gebiete verlassen
       
       Die Ukraine verstärkt ihre Luftangriffe in den von Russland besetzten
       Teilen des Landes. Vor diesem Hintergrund hat der Militärgouverneur des
       südostukrainischen Gebietes Saporischschja seine Landsleute im russisch
       besetzten Teil der Region zur Flucht aufgerufen. Die Risiken für Zivilisten
       stiegen, sagte Iwan Fedorow in einer Ansprache auf Telegram. Dafür nannte
       er zwei Gründe: Die ukrainischen Streitkräfte griffen in den Regionen
       Saporischschja und Cherson gezielt die militärische Infrastruktur der
       Besatzer und Versorgungswege der russischen Armee an. Die russische Armee
       setze mehr Kräfte ein, um die eigenen Objekte zu schützen.
       
       „Eben deswegen rufe ich alle dazu auf, die Entscheidung zur Ausreise nicht
       zu verschieben“, sagte der Gouverneur. Er veröffentlichte Kontakte von
       Hilfsorganisationen und staatlichen Stellen, die Ukrainern bei der Ausreise
       aus den besetzten Gebieten helfen können.
       
       Die Ukraine hat den Besatzern zuletzt einige empfindliche Schläge zugefügt
       – die von Russland eingesetzten Behörden mussten Treffer auf wichtige
       Brücken zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim einräumen. An Tankstellen wurde der
       Sprit knapp. (dpa)
       
       ## Deutscher, britischer und französischer Botschafter zu Gespräch im
       russischen Außenministerium
       
       Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in
       London haben die Botschafter der sogenannten E3-Staaten Deutschland,
       Großbritannien und Frankreich in Russland am Donnerstag Gespräche im
       russischen Außenministerium geführt. Die Diplomaten kamen in Moskau mit
       Vizeaußenminister Michail Galusin zusammen. Der französische Botschafter
       Nicolas de Rivière sprach nach dem Treffen von einem „guten Gespräch“.
       
       In einer später veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme teilten die drei
       Länder mit, sie hätten Moskau die wichtigsten Schlussfolgerungen des
       Treffens mit Selenskyj in Großbritannien dargelegt. Dazu gehöre „die
       Unterstützung für Präsident Selenskyjs Forderung nach direkten Gesprächen
       zwischen Russland und der Ukraine unter aktiver Beteiligung der USA und
       Europas, um einen Waffenstillstand und weitere Verhandlungen zu erreichen“.
       
       Die russische Regierung erklärte, im Gespräch mit den Botschaftern sei es
       um die „destruktive“ Ukraine-Politik Deutschlands, Großbritanniens und
       Frankreichs gegangen. Moskau warf ihnen zudem vor, „im Namen und auf
       Kosten“ der europäischen Länder „den Krieg gegen Russland“ fortsetzen zu
       wollen. Zuvor hatte Moskau mitgeteilt, das Treffen habe auf Wunsch der
       Botschafter stattgefunden.
       
       Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premierminister Keir
       Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten sich am Sonntag in
       London mit Selenskyj getroffen und sich dabei hinter einen Vorschlag des
       ukrainischen Präsidenten für direkte Waffenruhe-Gespräche zwischen Moskau
       und Kyjiw gestellt. Ein von Selenskyj vorgeschlagenes persönliches Gespräch
       hatte Kreml-Chef Wladimir Putin zuvor abgelehnt.
       
       Seit Beginn des Ukrainekriegs vor mehr als vier Jahren haben diplomatische
       Vertreter europäischer Länder bisher nur selten Gespräche mit russischen
       Regierungsvertretern geführt, sie wurden allerdings immer wieder ins
       Außenministerium in Moskau einbestellt. Mehrere europäische Länder,
       darunter auch Frankreich, hatten zuletzt eine Wiederaufnahme eines Dialogs
       mit Russland angeregt. Von den USA vermittelte Gespräche brachten bisher
       keinen Durchbruch. (afp)
       
       12 Jun 2026
       
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