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       # taz.de -- was für eine woche: „Der digitale Euro hat eine Daseinsberechtigung – doch jetzt kommt es auf das Wie an“
       
       Svenja Bergt 
       
       Bargeld, Kreditkarte, Debitkarte, Paypal – es gibt bereits einen ganzen
       Haufen Zahlungsmöglichkeiten. Brauchen wir da wirklich noch etwas Neues,
       einen digitalen Euro? Es ist dieses Argument – und die Angst vor einem
       Bedeutungsverlust des Bargelds –, das Kritiker:innen am digitalen Euro
       zweifeln lässt.
       
       Aber: Ja, die Idee ist sinnvoll. Denn ein guter Teil der europäischen
       Zahlungsinfrastruktur beruht auf US-Dienstleistern. Richter:innen des
       Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag merken gerade sehr
       schmerzhaft, wie kompliziert das Bezahlen wird, wenn man auf der
       US-Sanktionsliste landet. Und ins Visier von Trump gerät man schnell –
       siehe HateAid. Mit Bargeld kommt man zwar in den meisten Läden weiter. Doch
       wer online bestellen, ein Hotelzimmer reservieren oder Carsharing nutzen
       will, braucht andere Möglichkeiten. Ein verlässliches und von einzelnen
       Banken unabhängiges europäisches Zahlungssystem ist also dringend nötig.
       
       Jetzt ist entscheidend, wie die EU im Trilogverfahren zwischen
       EU-Parlament, Rat und Kommission die Details gestaltet. Niedrigschwellig,
       inklusiv, offline nutzbar und [1][maximal Daten schützend]? Das wäre der
       richtige Weg.
       
       27 Jun 2026
       
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