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       # taz.de -- Unicef-Studie: Praktisch jedes Kind bekommt Klimarisiken zu spüren
       
       > Dürrebedingte Hungersnöte, gesundheitsschädliche Hitzetage – darunter
       > leiden auch diejenigen, die am wenigsten Verantwortung dafür tragen, so
       > Unicef.
       
   IMG Bild: Kinder sind von einer Kombination aus Dürre, Hitze über 35 Grad und längeren Hitzeperioden betroffen
       
       afp | Mehr als eine Milliarde Kinder weltweit sind nach Angaben der
       Vereinten Nationen mindestens drei von acht möglichen Folgen der
       Erderwärmung gleichzeitig ausgesetzt. Betroffen sind vor allem Kinder in
       afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in Teilen Südasiens, wie aus
       einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten [1][Bericht des
       UN-Kinderhilfswerks Unicef] hervorgeht. Insgesamt sind demnach die meisten
       Kinder von einer Kombination [2][aus Dürre], Hitze über 35 Grad und
       längeren Hitzeperioden betroffen.
       
       Für den Bericht stellte Unicef Daten zu den rund 2,4 Milliarden Kindern
       weltweit Angaben dazu gegenüber, wo auf der Erde die acht häufigsten Folgen
       des Klimawandels nachweisbar sind. Dazu gehören die Überschwemmung von
       Küstengebieten, über die Ufer tretende Flüsse, Dürren, tropische Stürme,
       Perioden hoher Temperaturen an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen,
       extreme Hitze, [3][Waldbrände] und Sandstürme.
       
       Allein von der Kombination aus Dürre, hohen Temperaturen und längeren
       Hitzeperioden sind laut dem Bericht etwa 296 Millionen Kinder betroffen,
       darunter 74 Millionen in Nigeria, 34 Millionen in Pakistan und 32 Millionen
       in Indien.
       
       Die Zahl der betroffenen Kinder ist dem Bericht zufolge in den vergangenen
       20 Jahren stark gestiegen. Fast alle Kinder weltweit, also etwa 2,3
       Milliarden, seien mindestens einem Risikofaktor infolge der Erderwärmung
       ausgesetzt.
       
       ## Hotspot Myanmar
       
       Kinder seien von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark
       betroffen, sagte Unicef-Leiterin Catherine Russell. Der Co-Autor der
       Studie, Tom Slaymaker, sagte der Nachrichtenagentur AFP, am stärksten seien
       Kinder in einigen Regionen südlich der Sahara und in Teilen Südasiens
       betroffen. In Myanmar etwa sind laut dem Bericht Zehntausende Kinder von
       mindestens sieben der acht untersuchten Folgen des Klimawandels betroffen.
       
       Laut dem Bericht sind Kinder fast überall auf der Welt mit den Auswirkungen
       der Erderwärmung in den untersuchten Kategorien konfrontiert. Eine Ausnahme
       stellten tendenziell Gebiete auf der Nordhalbkugel dar, insbesondere Teile
       Skandinaviens, sagte Slaymaker. Allerdings seien Kinder in diesen Regionen
       durch andere Folgen der Erderwärmung bedroht, die der Bericht nicht
       untersucht habe – etwa durch schmelzende Gletscher oder [4][auftauenden
       Permafrostboden].
       
       16 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://data.unicef.org/resources/childrens-climate-risk-report-2026/
   DIR [2] /Der-Nahe-Osten-im-Jahr-2050/!6186908
   DIR [3] /Foerster-ueber-Waldbraende-in-Spanien/!6179367
   DIR [4] /Unwiderrufliche-Erderhitzung/!6153691
       
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