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       # taz.de -- Großauftrag für Neptun Werft: 500 grüne Jobs für Mecklenburg-Vorpommern
       
       > Die Rostocker Werft soll große Teile der Plattformen liefern, die den
       > Offshore-Windstrom an Land bringen werden. Es geht um Milliarden Euro.
       
   IMG Bild: ’n dicken Kutter hat die Neptun Werft da an Land gezogen
       
       afp | Im Rahmen der [1][Netzanbindung von Windparks] auf dem Meer hat der
       Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz einen Großauftrag vergeben, von dem
       insbesondere die heimische Industrie profitieren soll. Zum ersten Mal
       sollten Offshore-Konverterplattformen des neuen 2-GW-Standards „überwiegend
       in Deutschland gebaut werden“, teilte 50Hertz am Mittwoch in Berlin mit.
       Wesentliche Komponenten sollen demnach auf der Rostocker Neptun Werft
       gefertigt werden – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela
       Schwesig (SPD) bezeichnete dies als „hervorragende Nachricht“ für ihr
       Bundesland.
       
       Sogenannte Konverterplattformen sind wichtig, um Strom von Windparks auf
       See effizient ans Festland zu bringen. Wie 50Hertz mitteilte, beauftragte
       der Übertragungsnetzbetreiber ein Konsortium aus Siemens Energy und dem
       Unternehmen Neptun Smulders Offshore Renewables (NSORe), das auf den Bau
       von Konverterplattformen spezialisiert ist, mit der Errichtung eines
       Konvertersystems für das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector
       2 (NSC2).
       
       Dieses soll aus einer Plattform auf dem Meer und einer Station an Land
       bestehen. Die landseitigen Konverter sollen in einem neuen Umspannwerk in
       der Nähe von Schwerin entstehen.
       
       Die Offshore-Konverter sollen laut 50Hertz in der Nordsee rund 200
       Kilometer westlich der Insel Sylt installiert werden. Hierfür soll auf der
       Neptun Werft die sogenannte Topside als Hauptgebäude der Plattform
       gefertigt werden. In Rostock werde der Großteil der Konstruktion und
       Fertigung erfolgen, erklärte der Übertragungsnetzbetreiber.
       
       ## Mehr Projekte geplant
       
       Durch die Aufträge könnten langfristig mehr als 500 neue [2][Arbeitsplätze
       in Mecklenburg-Vorpommern] bei den beteiligten Unternehmen und Zulieferern
       geschaffen werden. Die Inbetriebnahme des NSC2 ist demnach bis Ende 2034
       geplant.
       
       Wie 50Hertz weiter mitteilte, wurden mit NSORe außerdem Verhandlungen für
       eine weitere Konverterplattform in gleicher Dimension aufgenommen. Auch
       dafür sollten wesentliche Komponenten in Rostock-Warnemünde gefertigt
       werden. Komme dieser Auftrag zustande, würden sich die beiden Projekte
       zusammen demnach auf ein Volumen für NSORe von rund 2,5 Milliarden Euro
       summieren – überwiegend für Produktion und Dienstleistungen in
       Mecklenburg-Vorpommern.
       
       Ministerpräsidentin Schwesig erklärte, die Großprojekte stünden „für
       industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien“.
       Sie zeigten, „dass Mecklenburg-Vorpommern bei der Energiewende eine
       wichtige Rolle spielt“. Dass nun ein erster Großauftrag vergeben wurde, sei
       „ein wichtiger Erfolg für die maritime Wirtschaft unseres Landes und ein
       starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern“.
       
       17 Jun 2026
       
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