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       # taz.de -- Neue Grundsteuer in Niedersachsen: Klage abgewiesen
       
       > Die neue Berechnung der Grundsteuer ist für viele Eigentümer*innen
       > ein Aufreger. Das niedersächsische Finanzgericht hat sie jetzt aber
       > bestätigt.
       
   IMG Bild: Mit dem eigenen Haus kommt der Ärger: Die neue Grundsteuer in Niedersachsen regte Eigentümer*innen auf, ist aber rechtmäßig
       
       dpa/lni | Eine Grundstückseigentümerin ist mit einer Klage gegen die
       [1][neue Grundsteuer] in Niedersachsen gescheitert. Das niedersächsische
       Finanzgericht erklärte das 2021 geänderte Gesetz in einem Musterverfahren
       in Hannover für nicht verfassungswidrig.
       
       Die Klägerin hatte moniert, ihre Gewerbeimmobilie werde durch das
       Flächen-Lage-Modell, das in die [2][Berechnung der Grundsteuer] einfließt,
       zu hoch besteuert. Das Gericht verwies hingegen auf den
       Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei der Besteuerung, wobei auch
       Pauschalisierungen sowie eine Begünstigung von Wohnimmobilien zulässig
       seien.
       
       Eine Revision zum Bundesfinanzhof in München wurde wegen der
       grundsätzlichen Bedeutung des Verfahrens zugelassen.
       
       ## Minister: Mut des Landes wurde bestätigt
       
       Finanzminister Gerald Heere (Grüne) zeigte sich nach der Entscheidung
       zufrieden. Das Gericht habe den Mut des Landes, „eine einfachere Regelung
       für die Grundsteuer zu treffen als viele andere Bundesländer“, bestätigt,
       sagte der Grünen-Politiker. Das niedersächsische Modell sei ein gerechter
       Weg.
       
       [3][Das Bundesverfassungsgericht hatte vor der Reform veraltete
       Bewertungsgrundlagen moniert]. Bis Ende 2019 musste der Bund deswegen ein
       neues Grundsteuergesetz beschließen. Die Länder dürfen aber vom
       Bundesmodell abweichen – wovon Niedersachsen Gebrauch macht.
       
       ## Einige müssen mehr zahlen, andere weniger
       
       Für die Städte und Gemeinden ist die Grundsteuer eine ihrer wichtigsten
       Einnahmequellen. Nur mit diesen Einnahmen könnten sie sich zum Beispiel um
       Straßen, Schulen, Feuerwehren und Kindergärten kümmern, betonen sie.
       
       Die [4][Anwendung der neuen Grundsteuer] ist Anfang 2025 in Kraft getreten.
       Die Reform sollte ausdrücklich nicht zu insgesamt höheren Steuereinnahmen
       führen. Allerdings haben viele Kommunen die Steuer schon vor der Reform und
       unabhängig vom Berechnungsmodell angehoben, was bei vielen Menschen für
       Unverständnis sorgte. Mit der Umstellung auf das neue Modell müssen einige
       Hausbesitzer und Mieter mehr zahlen als bisher und andere weniger.
       
       18 Jun 2026
       
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   DIR [3] /Grundsteuer-Urteil-des-Bundesfinanzhofs/!6136946
   DIR [4] https://grundsteuer-viewer.niedersachsen.de/
       
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