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       # taz.de -- Abkommen zwischen Iran und USA: Ein neuer Aufschlag
       
       > Details eines Vorabkommens für einen möglichen Friedensschluss zwischen
       > Iran und den USA werden öffentlich. US-Präsident Trump wies Berichte
       > umgehend zurück.
       
   IMG Bild: US-Präsident Trump dementiert, die Berichte seien falsch, man werde „keine zehn Cent“ zahlen
       
       Kaum wurde wieder ein neuer Text der Absichtserklärung zwischen USA und
       Iran geleaked, beginnt Trump zurückzurudern. Ein am späten Dienstag [1][vom
       saudi-arabischen Sender al-Arabiya publizierter Entwurf der
       Absichtserklärung] enthält einen Passus zu Investitionen und Wiederaufbau
       in Iran: „Die USA verpflichten sich, gemeinsam mit ihren regionalen
       Partnern, einen (…) vereinbarten umfassenden Plan für den Wiederaufbau und
       die wirtschaftliche Entwicklung der Islamischen Republik Iran zu erstellen
       und dabei eine Finanzierung in Höhe von mindestens 300 Milliarden US-Dollar
       sicherzustellen. Der Umsetzungsmechanismus dieses Plans wird als Teil des
       endgültigen Abkommens innerhalb von 60 Tagen ausgearbeitet.“
       
       Am Mittwoch erklärte US-Präsident Donald Trump nun: Die Berichte seien
       falsch, man werde „keine zehn Cent“ zahlen. Wenn die Golfstaaten aber
       wollten, könnten sie investieren.
       
       Der veröffentlichte Text der Absichtserklärung gilt als verifiziert, etwa
       von der Times of Israel. Das Medium schreibt: Trumps Dementi gelte wohl nur
       direkten Zahlungen seitens der USA an Teheran, nicht aber der Existenz
       einer solchen Finanzinitiative im Allgemeinen.
       
       Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet: Die angesprochenen 300 Milliarden
       US-Dollar sollten über einen privaten Fonds zur Verfügung gestellt werden.
       So sollten beide Seiten dazu gebracht werden, einen finalen Deal
       einzugehen. Übersetzt heißt das: Die einen stellen Geld zur Verfügung und
       hoffen auf eine Rendite, die anderen brauchten die Moneten. Iran bietet
       durchaus Investmentoptionen: Das Land verfügt über große Öl- und
       Gasvorkommen, hinzu kommen große Kupferreserven und seltene Erden.
       
       ## Ein guter Deal für Teheran und Washington?
       
       Im Allgemeinen ist die Absichtserklärung, wenn sie tatsächlich in der von
       al-Arabiya publizierten Form unterschrieben wird, [2][ein definitiver
       Punktsieg für Teheran.]
       
       Der Krieg an „allen Fronten“ – also auch im Libanon, wo die
       Iran-unterstützte Miliz Hisbollah und Israels Militär unter Inkaufnahme
       ziviler Opfer Krieg führen – müsse demnach eingestellt werden. [3][Damit
       ist es Teheran gelungen, die Kriege in Iran und im Libanon miteinander zu
       verbinden] und Teherans Rolle in dem multiethnischen und
       multikonfessionellen Zedernstaat zu festigen.
       
       Die USA müssen sofort nach Unterzeichnung ihre Seeblockade außerhalb der
       Straße von Hormus aufheben – während Teherans Verpflichtungen bezüglich der
       Meerenge äußerst schwammig formuliert sind. Iran soll „Maßnahmen ergreifen,
       um sicherzustellen, dass der Schiffsverkehr (…) innerhalb von 30 Tagen
       wieder das Vorkriegsvolumen erreicht“. [4][Iran könnte für die Passage also
       weiterhin Gebühren erheben], bestimmten Schiffen – etwa mit Bezug zu Israel
       – diese weiterhin untersagen.
       
       Iran bekräftigt zwar, dass es „niemals Atomwaffen herstellen“ werde. Doch
       was mit dem bereits angereicherten Material geschehen soll sowie „alle
       anderen einvernehmlich vereinbarten Fragen im Zusammenhang mit dem
       Nuklearprogramm“ sollen erst während der 60-tägigen Geltungsphase der
       Absichtserklärung verhandelt werden.
       
       Die von Iran unterstützten Milizen in der Region, etwa die Hisbollah im
       Libanon oder [5][die Huthi im Jemen], werden nicht einmal erwähnt. Dabei
       hatte Trump deren Zerschlagung stets gefordert. [6][Iran scheint sich in
       allen Fragen durchgesetzt zu haben.]
       
       17 Jun 2026
       
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   DIR Lisa Schneider
       
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