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       # taz.de -- Urteil gegen Tierrechtsaktivisten: Geldstrafen für Aktion bei Bayerns Bauernpräsident Felßner
       
       > Sie standen auf dem Hof des damaligen Ministers in spe Günther Felßner
       > und schlugen lautstark Protest. Jetzt müssen fünf Tierrechtsaktivisten
       > zahlen.
       
   IMG Bild: Die Säle des zuständigen Amtsgerichts in Hersbruck waren zu klein, deshalb fand der Prozess im Nürnberger Justizzentrum statt
       
       Terrorismus oder Protest? In Nürnberg standen am Mittwoch sechs Mitglieder
       der Tierrechtsorganisation Animal Rebellion vor Gericht. Die Demonstranten
       waren im März 2025 mit Plakaten und Bannern [1][auf den Hof des bayerischen
       Bauernpräsidenten Günther Felßner gezogen] und hatten dort auch bengalische
       Feuer gezündet. Anlass waren angebliche Mängel bei der Tierhaltung auf dem
       Rindermastbetrieb.
       
       Das Gericht bewertete das Ganze als gemeinschaftlichen Hausfriedensbruch
       und verurteilte fünf der Angeklagten zu Geldstrafen in Höhe von 1.200 bis
       2.000 Euro. Der sechste gab an, als Pressefotograf vor Ort gewesen zu sein,
       und wurde freigesprochen.
       
       Für Felßner, der am Mittwoch als Zeuge aussagte, war das, was sich auf
       seinem Hof in Lauf an der Pegnitz zugetragen hatte, eindeutig ein
       „terroristischer Überfall“ gewesen. In den Augen der Aktivisten handelte es
       sich um friedlichen Protest.
       
       Die Aktion hatte damals wegen der Person Felßner für viel Aufmerksamkeit
       gesorgt. Dieser sollte [2][nach dem Willen von CSU-Chef Markus Söder
       Landwirtschaftsminister in der neuen Bundesregierung] werden – eine
       Entscheidung, für die es auch unter den CSU-Bundestagsabgeordneten wenig
       Begeisterung gab, hatte man doch gehofft, alle CSU-Ministerposten selbst
       besetzen zu können.
       
       ## Rückzug aus Sicherheitsbedenken?
       
       Nach der Aktion auf seinem Hof stand Felßner für das Ministeramt nicht mehr
       zur Verfügung und begründete das mit der Sicherheit seiner Familie,
       allerdings [3][gab es wohl schon vorher Anzeichen für einen Rückzu]g.
       Minister wurde der CSU-Bundestagsabgeordnete [4][Alois Rainer].
       
       Doris Felßner, die zur Zeit der Protestaktion andres als ihr Mann zu Hause
       war, wurde nach eigenen Angaben in Schrecken versetzt. Sie habe noch immer
       Angst, wenn sie im Stall arbeite, sagte sie vor Gericht.
       
       Die Angeklagten machten geltend, sie seien sich nicht bewusst gewesen,
       Privatgrund betreten zu haben, da über den Hof auch ein öffentlicher Weg
       führt. Zwei von ihnen sollen jedoch auch auf das Dach des Kuhstalls
       gestiegen sein und dort ein Transparent „Kein Tierausbeuter als
       Agrarminister“ angebracht haben. Die Staatsanwaltschaft stellte
       Ermittlungen gegen Felßner wegen Tierschutzverstößen später allerdings ein.
       
       18 Jun 2026
       
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       ## AUTOREN
       
   DIR Dominik Baur
       
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