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       # taz.de -- Ökonomin Monika Schnitzer: Wirtschaftsweise fordert Streichung von Steuerrabatten
       
       > Die „Wirtschaftsweisen“-Chefin wirbt dafür, Subventionen zu kürzen – etwa
       > die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie und die
       > Dieselvergünstigung.
       
   IMG Bild: McDonald's gehört zu den Profiteuren der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie: zum Beispiel für McBacon, Pommes und Cola
       
       dpa | Die „[1][Wirtschaftsweise]“ Monika Schnitzer spricht sich für eine
       Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie aus. „Die kostet
       rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr und rettet, so weit wir wissen, nicht wie
       versprochen die Landgasthäuser“, sagte die Vorsitzende des
       Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen
       Entwicklung dem Spiegel. Stattdessen profitierten Ketten wie McDonald’s und
       Burger King. „Das ist eine der überflüssigsten Subventionen seit Langem.“
       
       Die Insolvenzen in der Branche sind laut einer Auswertung der
       Wirtschaftsauskunftei Creditreform im Jahr 2025 zum vierten Mal in Folge
       gestiegen. Um die Gastronomie zu entlasten, wurde die Mehrwertsteuer für
       Speisen zu Jahresbeginn von 19 auf 7 Prozent gesenkt.
       
       Als Teil von Reformen hat die schwarz-rote Koalition auch den Abbau von
       Subventionen angekündigt. Schnitzer sagte, auf die Streichliste gehörten
       sämtliche Hilfen, die eine falsche Lenkungswirkung haben. Dazu gehöre auch
       die Steuervergünstigung beim Diesel: „Die hätte die damalige
       Bundesregierung 2023 gleich komplett abschaffen sollen, nicht nur die
       Subvention für Agrardiesel. Dann wäre der Aufschrei der Landwirte
       vielleicht nicht so groß gewesen, und die Ampelregierung wäre bei der
       geplanten Abschaffung nicht zurückgerudert.“
       
       ## Was ist Deutschlands „Zukunftstechnologie“?
       
       Die Professorin der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität betonte, gerade
       bei der Infrastruktur sei zu lange auf Verschleiß gefahren worden, statt
       vorzusorgen. „Vielen ist nicht bewusst, dass wir eigentlich von der
       Substanz leben.“
       
       Ihr fehle eine Debatte über Zukunftstechnologien, so die
       Wirtschaftsforscherin. „Beim Thema künstliche Intelligenz passieren in den
       USA zurzeit Dinge in einer Geschwindigkeit, die ich so noch nicht erlebt
       habe. Deutschland braucht die nötige Infrastruktur, um wenigstens
       ansatzweise mitspielen zu können. Das macht mir momentan die größten
       Sorgen.“
       
       Schnitzer ist seit Oktober 2022 die Vorsitzende des Sachverständigenrats
       zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das Gremium wurde
       per [2][Gesetz] im Jahr 1963 eingerichtet. Der Rat soll aus unabhängiger
       Expertensicht regelmäßig die Lage begutachten und so unter anderem die
       Regierung beraten.
       
       21 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Wirtschaftsweisen/!t5611852
   DIR [2] https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/ueber-uns/gesetz.html
       
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