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       # taz.de -- Brandenburger Landespolitik: Wenig Rückhalt für die neue Regierung
       
       > In einer Umfrage drei Monate nach dem Koalitionswechsel verliert
       > Rot-Schwarz deutlich. Die AfD erreicht 37 Prozent – mehr als SPD und CDU
       > zusammen.
       
   IMG Bild: Die Parteien von Ministerpräsident Woidke (SPD) und Innenminister Redmann (CDU) haben auch zusammen weniger Rückhalt als die AfD
       
       Die mit viel Hoffnung auf einen erfolgreichen Neustart begleitete
       rote-schwarze Koalition hat die Brandenburger Wählerschaft in ihren ersten
       drei Monaten nicht von sich überzeugen können. Laut der am Donnerstag
       veröffentlichten ersten Umfrage [1][seit dem Beginn der Zusammenarbeit]
       rutschte die SPD gegenüber Werten von Mitte März von 24 auf 22 Prozent ab,
       die CDU von 14 auf 12 Prozent.
       
       Das ergibt zusammen 34 Prozent und wäre bei einer Wahl deutlich zu wenig
       für eine Mehrheit im Potsdamer Landtag. Die AfD hingegen legte drei Punkte
       zu und kommt nun auf 37 Prozent – und damit mehr als Rot-Schwarz zusammen.
       Es ist der bisherige AfD-Höchstwert in diesem Bundesland. In Sachsen und
       Sachsen-Anhalt hat die Partei [2][in jüngsten Umfragen] jeweils 42 Prozent
       erreicht.
       
       Einen noch größeren Sprung macht in der vom RBB in Auftrag gegebenen
       Umfrage von Infratest dimap die außerparlamentarische Linkspartei. Die war
       im September 2024 noch mit nur 3,0 Prozent am Wiedereinzug in den Landtag
       gescheitert und erreicht nun mit 12 Prozent einen viermal so großen
       Rückhalt. Noch im März waren es 7 Prozent.
       
       Wären Sonntag Neuwahlen, kämen auch die 2024 ebenfalls an der
       5-Prozent-Hürde gescheiterten Grünen ins Parlament: Sie erreichen aktuell 6
       Prozent. Das BSW, das vor der CDU bis Januar mit der SPD koalierte und
       seither an die AfD herangerückt ist, erreicht nur noch 4 Prozent – bei der
       Landtagswahl waren es noch 13,5. Die nächste geplante Wahltermin ist im
       Herbst 2029.
       
       ## Nur jeder Vierte ist mit der Landesregierung zufrieden
       
       Der Umfrage zufolge sind in Brandenburg nur 28 Prozent mit der Arbeit der
       Landesregierung zufrieden, also nur jeder und jede Vierte. Die Bewertung
       der Arbeit von SPD und CDU in der Regierung fällt damit anders aus als
       medial und bei Wirtschaftsvertretern, die dem neuen Bündnis mehr Zeit zu
       geben schienen. Deutlich von diesen nur 28 Prozent weicht die Bewertung des
       Mannes ab, der diese Regierung anführt: Mit Ministerpräsident Dietmar
       Woidke (SPD) sind 46 Prozent zufrieden.
       
       „Es ist ohne Zweifel eine schwierige Umfrage“, räumte Brandenburgs
       SPD-Generalsekretär Kurt Fischer [3][am Donnerstagmorgen im RBB-Inforadio]
       ein. Damit steht Brandenburg für ihn aber nicht allein. Wenn man in andere
       Bundesländer schaue, „dann sehen Sie ja, dass insgesamt die politische
       Mitte gerade extrem herausgefordert ist mit den großen Krisen der Welt“,
       sagte Fischer.
       
       Der Befund geringer Zufriedenheit betrifft allerdings vorwiegend
       ostdeutsche Länder – in Schleswig-Holstein und Hamburg ist eine deutliche
       Mehrheit der Wählerschaft mit ihrer Landesregierung zufrieden, in NRW und
       Hessen sind es immerhin 47 und 48 Prozent. In Berlin hingegen äußerten sich
       [4][nach Zahlen von Ende April] nur 17 Prozent zufrieden mit der Arbeit des
       schwarz-roten Senats.
       
       25 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Koalitionsbildung-in-Brandenburg/!6162453
   DIR [2] https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/sachsen-anhalt.htm
   DIR [3] https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/sachsen-anhalt.htm
   DIR [4] https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/berlin-trend-sonntagsfrage-zufriedenheit-senat-wegner.html
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Stefan Alberti
       
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