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       # taz.de -- Versuchter Brandanschlag: Mutmaßliche Unterstützer rechter Terrorgruppe in U-Haft
       
       > Zwei Verdächtige werden nach einem versuchten Brandanschlag auf eine
       > Asylbewerberunterkunft festgenommen. Die Liste der Vorwürfe gegen sie ist
       > lang.
       
   IMG Bild: Erste Verhaftungen von Mitgliedern der rechtsextremen Terrorgruppe „Letzte Verteidigungswelle“ fanden im Mai 2025 statt
       
       dpa | Nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft
       im vergangenen Jahr hat die Bundesanwaltschaft zwei mutmaßliche
       Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe „Letzte Verteidigungswelle“
       festnehmen lassen. Die Karlsruher Behörde wirft den Deutschen außerdem
       versuchten Mord, versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und versuchte
       schwere Brandstiftung in Mittäterschaft vor. Sie wurden in Thüringen
       gefasst, wie es in einer Mitteilung heißt. Beide sitzen in
       Untersuchungshaft.
       
       Sie sollen Anfang Januar 2025 mit Komplizen versucht haben, am frühen
       Morgen die bewohnte Asylbewerberunterkunft in Schmölln im thüringischen
       Landkreis Altenburger Land [1][in Brand zu setzen]. „Dazu schlug die Gruppe
       ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete
       Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen“, teilte die
       Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen.
       
       Die Beschuldigten sind den Angaben nach dringend verdächtig, als
       Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische
       Vereinigung unterstützt zu haben. Beamte des Bundeskriminalamts hätten sie
       mit Unterstützung von Thüringer Polizeikräften am Mittwoch und Donnerstag
       im Landkreis Altenburger Land und in Gera festgenommen. Ein
       Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe Haftbefehle in Vollzug
       gesetzt.
       
       ## Gewalttaten gegen Migranten und politische Gegner
       
       [2][Die „Letzte Verteidigungswelle“ steht schon länger im Visier der
       Bundesanwaltschaft]. Im Mai 2025 hatten Deutschlands oberste Strafverfolger
       zunächst fünf mutmaßliche Anhänger der Gruppe festgenommen, die damals
       zwischen 14 und 21 Jahre alt waren. Drei weitere Verdächtige saßen zu dem
       Zeitpunkt schon in Untersuchungshaft. Alle acht stehen mittlerweile am
       Oberlandesgericht in Hamburg vor Gericht. Mitte März war die
       Bundesanwaltschaft dann erneut mit einer bundesweiten Razzia gegen die
       Gruppe vorgegangen.
       
       Die „Letzte Verteidigungswelle“ versteht sich laut Bundesanwaltschaft als
       letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“. Ihr Ziel sei es
       gewesen, durch Gewalttaten vor allem gegen Migranten und politische Gegner
       einen Zusammenbruch des demokratischen Systems der Bundesrepublik
       herbeizuführen. Dazu zählten insbesondere Brand- und Sprengstoffanschläge
       auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen.
       
       Die Mitglieder planten, „einen Rassenkrieg auszulösen, bei dem zum Erhalt
       der „weißen Rasse“ eine Gewaltspirale von Reaktion und Gegenreaktion in
       Gang gesetzt werden sollte, um im Ergebnis die liberale Demokratie zu
       beseitigen“, heißt es in einem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom Juli
       2025. In sozialen Medien sollen sie rassistische und antisemitische
       Nachrichten gepostet und das „Dritte Reich“ und den Nationalsozialismus
       glorifiziert haben.
       
       26 Jun 2026
       
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