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       # taz.de -- ARD-Doku über Taylor Swift: Märchen einer Milliardärin
       
       > Eine ARD-Reihe gibt Einblicke in die Karriere des frisch verheirateten
       > Popstars Taylor Swift. Und traut sich auch an kritische Töne.
       
   IMG Bild: Musikalisch laut, politisch eher still: Taylor Swift
       
       Letztes Wochenende heiratete Popstar Taylor Swift. Von der [1][Hochzeit]
       ist wenig bekannt, da unter dem Vorwand der Privatsphäre nur wenig nach
       außen dringen sollte. Mitten in New York, im Madison Square Garden, nahm
       sie Travis Kelce zum Ehemann. Zeitgleich erschien die Doku [2][„The Taylor
       Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“] in der ARD-Mediathek. Ein
       „modernes Märchen“, das ihre Geschichte über Ruhm und Hürden in der
       patriarchal geprägten Musikindustrie erzählt.
       
       Taylor Swift ist eine der erfolgreichsten Musiker*innen unserer Zeit, „die
       erste Milliardärin, die mit Musik ihre Milliarden gemacht hat“, sagt
       Autorin Janina Rook in der Doku. Die Erzählung springt zwischen den „Eras“
       und porträtiert im wahrsten Sinne das Märchen von dem Mädchen aus
       Pennsylvania, das Countrysongs spielte, bis ihre Finger bluteten, hin zum
       weltweit gefeierten Star, der die umsatzstärkste Konzerttournee der
       Musikgeschichte lieferte.
       
       „Taylor Swift macht für mich Textbook White feminism. Sie kann sich immer
       dann äußern, wenn es für sie passt“, kritisiert die Moderatorin Hadnet
       Tesfai in der ARD-Reihe. Damit gemeint ist Swifts langes Schweigen zum
       politischen Geschehen, gefolgt von vereinzelten Statements. So passte ihr
       Album „Lover“, mit dem sie sich für die Rechte von LGBTIQ* und Feminismus
       einsetze, in den Zeitgeist der 2010er Jahre. Später unterstütze sie die
       Kandidatur von Kamala Harris, doch alles ein wenig „too little, too late“,
       wie Influencerin Alicia Joe gegenüber ARD sagt.
       
       Unter der aktuellen Trump-Regierung ist es politisch still um sie geworden
       und die Kreise, in denen sie sich bewegt zunehmend konservativ.
       Unbestreitbar ist Taylor Swift ein internationales Popphänomen, die
       Generationen von Frauen geprägt hat, die [3][Musikindustrie mehrmals
       herausgefordert] hat und ihre „Swiftie“-Fanbase ist eine Community „for the
       girls and the gays“. Unbestreitbar ist aber auch, dass am Wochenende vom 4.
       Juli eine Milliardärin einen Millionär in einer Sportarena geheiratet hat,
       in einem Land, das gerade die eigene Demokratie abschafft. Ist das ihr
       Happy End?
       
       10 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Superhochzeit-am-Unabhaengigkeitstag/!6193474
   DIR [2] https://www.ardmediathek.de/serie/the-taylor-swift-years-schicksalsjahre-eines-superstars/staffel-1/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xOTAx/1
   DIR [3] /KI-Remixtools-bei-Spotify-Urheberrechte-und-Kuenstlerschutz-bisher-ungeklaert/!6182190
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Selina Hellfritsch
       
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