# taz.de -- Was heute als salonfähig gilt: Die Suche nach der Schnittmenge
> Was vor ein paar Jahren unsagbar schien, sei heute salonfähig, heißt es
> oft. Aber stimmt das? Zu Besuch bei Friseur Bernd Rzepka im „SalonFähig“
> in Amberg.
IMG Bild: Früher schnitt ein ganzes Team im Salon Haare, heute ist Bernd Rzepka meist alleine
Der Tag beginnt mit einem Schreck. Das Licht ist weg. „Manche Frisuren kann
ich mit geschlossenen Augen schneiden“, sagt Bernd Rzepka. „Das wäre dann
jetzt der Moment, es auszuprobieren.“ Er lacht. Man sollte den Dingen mit
Humor begegnen, das ist Rzepkas Devise. Der Friseur wird dann aber doch
schnell wieder ernst, wie er da so im Halbdunkeln hinter dem hölzernen
Kassentisch steht, das volle Terminbuch aufgeschlagen. Die erste Kundin
soll gleich um 9 Uhr kommen, die nächste um 9.30 Uhr. Und dann ist auch
noch die Journalistin zu Besuch, um ihn bei der Arbeit zu begleiten.
Ausgerechnet an so einem Tag funktionieren die Lampen nicht.
Ein Dienstag im Juni. In Amberg, einer kleinen Stadt in der Oberpfalz
östlich von Nürnberg, geht es am frühen Morgen noch beschaulicher zu als
sonst. Wenige Menschen sind auf der Georgenstraße unterwegs, die quer durch
die von einer mittelalterlichen Stadtmauer eingefasste Altstadt verläuft,
vorbei an pittoresken Häuserfronten, über den Marktplatz und über das grüne
Wasser der Vils. Kleidergeschäfte wie Wöhrl und Vero Moda haben noch
geschlossen. In der Nähe der St. Georg-Kirche, schräg gegenüber von einem
Barbershop, ist Bernd Rzepkas Salon. Ein verschnörkeltes schwarzes Schild
hängt an der Fassade, darauf steht in hellen Lettern „SalonFähig“.
Ein Wort, das in letzter Zeit häufiger verwendet wird, wenn es um die
öffentliche Debatte geht. Was vor Kurzem noch unsagbar schien, sei wieder
salonfähig geworden, heißt es. [1][„Rechtsaußen wird salonfähig“], warnt
etwa der Deutschlandfunk. „Es ist wieder salonfähig, [2][gegen Minderheiten
zu hetzen]“, steht in der taz. [3][„USA machen autoritäre Praktiken
salonfähig“], sorgen sich die Reporter ohne Grenzen.
Grund genug reinzuhören, worüber in einem Salon wirklich gesprochen wird.
Was beschäftigt die Menschen dort? Und hat sich das, was im Salon sagbar
und üblich erscheint, tatsächlich verändert in den vergangenen Jahren? Das
ließe sich wohl an kaum einem Ort besser herausfinden als im SalonFähig.
Wenn denn das Licht ginge.
Um 8.55 Uhr läutet das silberne Glockenspiel über der Tür, eine Frau mit
Koffer eilt herein, die Elektrikerin. Ihr Vater hat bei der Einrichtung des
Salons die Leitungen verlegt, inzwischen hat die Tochter den Betrieb
übernommen. Innerhalb von Minuten checkt sie die Sicherheitskästen. Als
sich die erste Kundin, eine Frau in rosa T-Shirt und Jeans, gerade in den
Frisierstuhl gesetzt hat, leuchten die Lampen auf. Es kann losgehen. Elf
Frauen und Männer werden sich an diesem Tag von Bernd Rzepka die Haare
schneiden lassen.
Wobei er die Kurzhaarfrisur der ersten Kundin wohl auch im Dunkeln
hingekriegt hätte, so oft war Frau R. bei ihm. Zurzeit ist sie Hausfrau,
sie hat drei Kinder, eines ist erst anderthalb, erzählt sie. „Deshalb
brauche ich auch eine Frisur, wo ich nur kurz waschen muss.“ Rzepka rasiert
ihr die Seiten, das sieht fast punkig aus. Nachrichten schaue sie gar nicht
mehr, erzählt Frau R., ihr Mann schon. „Der regt sich nur auf. Ich sag, er
soll sich das nicht mehr anschauen.“ Vor allem über die Politik ärgere sich
ihr Mann, in letzter Zeit noch mehr als sonst. Ob er die AfD gut findet?
„Ich glaube schon.“
Amberg hat seit einigen Monaten einen neuen [4][Oberbürgermeister], das war
ein großes Thema im Friseursalon, auch Frau R. spricht gerne darüber. Ein
Kandidat der Freien Wähler, ein Polizeibeamter ohne Politikerfahrung, holte
bei den [5][Kommunalwahlen im März] 14 Prozent und kam in die Stichwahl.
„Ich hab ihn gewählt, nur um der CSU eins auszuwischen“, sagt Rzepka,
während er die oberen Haare schneidet. „Ich auch, obwohl ich dachte, er hat
keine Chance“, stimmt Frau R. ein. Jahrzehntelang hat die CSU das
Stadtoberhaupt gestellt, der letzte Christsoziale war über zehn Jahre im
Amt. Der Friseur spricht nur vom „unsichtbaren Bürgermeister“, weil er so
wenig von ihm mitgekriegt habe. [6][Der Polizist gewann die Stichwahl mit
55 Prozent]. „A Watschn für die CSU“, nennt Rzepka das.
43.000 Einwohner*innen hat Amberg. Junge Leute kommen in die Stadt, um an
der Ostbayerischen Technischen Hochschule zu studieren. Der größte
Arbeitgeber ist Siemens. Den Menschen geht es vergleichsweise gut, das
Bruttoinlandsprodukt liegt über dem Bundesschnitt. Ab den Zehnerjahren gab
es einen Zuzug von Migranten, der [7][Ausländeranteil] hat sich fast
verdoppelt, ist aber immer noch geringer als bundesweit.
Die Amberger*innen wählen mehrheitlich rechts. [8][Bei der Bundestagswahl
2025] stimmten 40 Prozent für die CSU und 21 Prozent für die AfD. Trotzdem
ist Amberg die [9][einzige kreisfreie Stadt in Bayern] ohne AfD im
Stadtrat. „Die haben es nicht auf die Reihe gekriegt, vor der Kommunalwahl
eine Liste aufzustellen“, sagt Rzepka schadenfroh. Ein großes Glück sei das
gewesen. „Sonst hätten wir jetzt wahrscheinlich einen
AfD-Oberbürgermeister. Dann stünden wir wieder stramm an der Straße.“ Er
deutet eine Armhebung an. Nein, das wolle er nicht, und dazu stehe er auch.
„Wenn geblökt und geschrien wird auf der rechten Seite, dann muss man
Contra geben. Das hatten wir schließlich schon mal. Ich will mir nicht
sagen lassen hinterher, ich hätte nicht den Mund aufgemacht.“
Frau R. vor ihm im Frisierstuhl schweigt. Es ist kein feindliches
Schweigen. Man kennt sich hier, man hält sich aus, auch wenn der Friseur
eine andere Meinung vertritt als Frau R.s Mann und möglicherweise auch sie
selbst. Rzepka föhnt noch ihre Haare. Dann zahlt Frau R., 30 Euro kostet
der Schnitt.
Beim Rausgehen eine letzte Frage: Kann sie etwas mit dem Wort „salonfähig“
anfangen? Sie zeigt auf das Schild vor der Scheibe. „So heißt der Salon.“
Ansonsten kenne sie es nicht.
[10][Der Begriff „salonfähig“] geht auf die adlige Salonkultur zurück, die
im 18. und 19. Jahrhundert von bürgerlichen Kreisen übernommen wurde. Das
künstlerisch interessierte Bildungsbürgertum traf sich zu Lesungen,
Konzerten und Diskussionen in privaten Salons, die häufig von Frauen
organisiert wurden. Was hier üblich war, galt als „salonfähig“. Bei den
Treffen mischten sich zwar Adel und Bürgertum, sie standen aber längst
nicht allen Menschen offen. Das Elitäre, das Bildungsbürgerliche klingt bei
dem Wort bis heute mit.
Es sei denn, man nutzt es wie Bernd Rzepka für einen Friseursalon, wo jede
und jeder kommen kann, und gibt ihm so eine demokratische Wendung. Wobei
sein Laden alle halbe Jahr tatsächlich zu einer Art literarischen Salon
wird. Dann tauschen Rzepka und seine Freundin die Shampoos in den Regalen
gegen Weingläser. „Das sieht viel schöner aus, ich sollte es so lassen“,
scherzt er. Seine Partnerin erzählt an diesen Abenden Märchen, er musiziert
dazu. Bernd Rzepka führt noch ein zweites Leben, als [11][„Bernd von
Ammenberg“]: An den Wochenenden tritt er als Musiker für mittelalterliche
Musik auf, er spielt Drehleier, Dudelsack oder Gambe und singt. Er
unterrichtet zudem mittelalterlichen Tanz. Nicht nur auf Märkten, auch im
Salon: Ein Mal im Monat schiebt er die Stühle zur Seite und verwandelt den
Laden in einen Tanzsalon.
Jetzt kehrt er die Haare zusammen wie nach jedem Termin und geht dann
zielstrebig nach hinten in den Nebenraum. Er hat einen Fahrradspiegel so
montiert, dass er die Tür im Blick hat und gleichzeitig sitzen und rauchen
kann. Früher habe er Filterzigaretten Kette geraucht, heute bevorzugt er
E-Zigaretten. Vor einiger Zeit hatte er einen leichten Schlaganfall,
seitdem achtet er etwas mehr auf sich.
Bernd Rzepka hat ein paar Mal gezogen, da klingelt das Telefon, ein
schwarzer Apparat mit Schnur auf dem Kassentisch. Er eilt nach vorne.
„SalonFähig, Rzepka, grüß Gott“, sagt er. Beim „o“ von Salon geht er mit
der Stimme nach unten, der Name wird „Tschepka“ gesprochen. Seine Eltern
waren Flüchtlinge aus Oberschlesien, er selbst hat – bis auf einen
Abstecher nach München – immer in Amberg gelebt. Es gebe nur noch Termine
ab Donnerstag kommender Woche, sagt er in den Hörer, trägt die Person ins
Buch ein und wünscht zum Abschied: „Halten Sie durch!“
Kaum ist er hinten, läutet das Telefon erneut. Und wieder: „SalonFähig,
Rzepka, grüß Gott.“ Man versteht, warum er Sportschuhe trägt, so viel wie
er läuft. Während er Haare schneidet, legt er den Hörer auch mal daneben.
Das silberne Glockenspiel läutet hell, die zweite Kundin ist früh dran.
„Und was machen wir?“, fragt er. „Nur Stufen und a bisserl kürzer.“ „Mit
Waschen?“ „Des hob i scho.“ Bernd Rzepka sprüht etwas Wasser aufs halblange
graue Haar. Auch diese Kundin, eine Gärtnerin im Ruhestand, sagt: „Unsere
Politik, unsere Regierung in Berlin ist das Hauptthema, weil jeder nur
unzufrieden ist.“ Nachrichten konsumiere sie kaum noch, man lese ja nur
Negatives. Sie beklagt vor allem, dass die Leute sich grundsätzlich weniger
unterhielten als früher. „Alle schauen nur auf das Handy, selbst im
Wartezimmer beim Arzt.“ Rzepka und sie kommen auf das Personal zu sprechen,
das fehle, zum Beispiel beim Bäcker nebenan. „Corona hat alle verschluckt“,
sagt die Kundin.
Geht man hinüber in die Bäckerei, erzählen sie dort, dass eine
Mitarbeiterin schwanger geworden sei, sie hätten niemanden mehr für den
Verkauf gefunden. Seit der Pandemie hat die Bäckerei deshalb nur noch bis
14 Uhr auf. Wo die Menschen sind? „Beim Jobcenter“, glaubt eine
Verkäuferin. Der Unterschied zwischen den Löhnen und dem Bürgergeld sei zu
gering, da blieben die Leute lieber zu Hause, als hart zu arbeiten.
Auch die Metzgerei gegenüber hat montags bis donnerstags nur noch bis 14
Uhr auf. Wer seine Leberkässemmel nicht missen will, muss zeitig kommen.
Mittags bildet sich eine Schlange vor der Theke. Zwei Vollzeitkräfte seien
gegangen, erzählt die Chefin. Seitdem haben sie kürzer auf. „Das hätten wir
sonst nicht stemmen können.“ Das Bürgergeld sei nur ein Grund für das
fehlende Personal. „Die jungen Leute wollen lieber studieren und reisen und
nicht von 8 bis 17 Uhr im Laden stehen.“ Es gebe zudem einfach weniger
junge Leute. Ausländer könne sie wegen der Sprache nicht ohne Weiteres im
Verkauf beschäftigen. „Die Lage ist echt schwierig“, sagt sie.
[12][Die Ursachen des Fachkräftemangels] sind gut erforscht. Die Älteren
gehen in Rente, es gibt weniger junge Menschen, und von denen interessieren
sich nicht genug für eine Ausbildung. Zum Teil übernehmen Migranten die
Jobs: Die Mehrheit der erwerbstätigen Geflüchteten, die in den Zehner
Jahren nach Deutschland kamen, übten 2023 [13][eine qualifizierte
Tätigkeit] aus. Es werden aber noch mehr ausgebildete Leute gebraucht.
Wer meint, Empfänger*innen von Bürgergeld – oder Grundsicherung, wie es
jetzt heißt – würden lieber auf dem Sofa sitzen als zu arbeiten, der
suggeriert, dass sie diese Lücke füllen könnten. Das geht aber nicht ohne
Weiteres. [14][Viele haben keinen Berufsabschluss] oder sprechen nicht gut
genug Deutsch. Ein Teil stockt auch nur auf, andere haben gesundheitliche
Einschränkungen oder kümmern sich um Angehörige. Es gibt zwar Arbeitslose,
die selbst sagen, dass sich ein Job für sie nicht lohnen würde. In einer
repräsentativen [15][Befragung unter Bürgergeldempfänger*innen] gaben 15
Prozent an, sie würden nicht aktiv nach einer neuen Stelle suchen, ihre
finanzielle Lage würde sich dadurch nicht verbessern. Allerdings müssen
sie, wenn sie sich nicht bewerben, mit Sanktionen des Jobcenters rechnen.
## Corona als Einschnitt
„Bist du jetzt alleine?“, fragt der dritte Kunde in Rzepkas Salon, ein
stämmiger Mann mittleren Alters – und schon sind auch sie beim
Fachkräftemangel. Bernd Rzepka hat im Jahr 2000 seinen Meister gemacht und
den Salon übernommen, damals mit sechs Angestellten. Die vielen
Frisiertische mit Spiegel zeugen noch von der Zeit, als ein ganzes Team
hier Haare schnitt. Rundbürsten in allen Größen stehen in Blumentöpfen, in
den Regalen liegen Dutzende eingerollte Handtücher.
Während Corona musste Rzepka den Laden zeitweilig schließen. Er hatte keine
Einnahmen, seinen Mitarbeiterinnen kündigen wollte er aber nicht. „Ich
schmeiße doch nicht meine Leute raus, nur weil es gerade eine Krise gibt.“
Er bekam Coronahilfen, die hätten aber nur einen Teil der Schulden gedeckt.
Die Pandemie habe auch auf Kundenseite viel verändert, erzählt er. Während
des Lockdowns konnten die Menschen nicht zum Färben kommen, der Ansatz
wuchs raus. Erst einmal, beim zweiten Lockdown noch mal. Viele Ältere
hätten danach nicht wieder angefangen zu färben.
Zuletzt hatte Bernd Rzepka zwei Mitarbeiterinnen, eine zog weg, die andere
ging in Rente und kommt nur noch tageweise in den Salon. Der 58-Jährige
arbeitet heute viel allein. Er ist zufrieden damit. „Neues Personal findet
man eh nicht“, sagt er. Der Kunde vor ihm antwortet: „Es sind doch so viele
Ukrainer hier. Aber die kriegen ja Bürgergeld, dann haben sie genug.“
Nun könnte man feststellen: Es ist in Amberg heutzutage offenbar salonfähig
zu sagen, dass Arbeitslose – und speziell die Migranten unter ihnen –
lieber Geld vom Staat beziehen als zu arbeiten. Dass Menschen beim Friseur
und beim Bäcker so reden, könnte man als Indiz werten für eine Verschiebung
der öffentlichen Debatte nach rechts. Aber ganz so simpel ist es nicht, wie
sich an diesem Tag noch herausstellen wird.
Um zu verstehen, was in einer Gesellschaft als salonfähig gilt und was
nicht, hilft [16][das Modell des Overton-Fensters]. Es geht zurück auf den
2003 verstorbenen US-amerikanischen Politikberater Joseph P. Overton und
beschreibt, in welchem Rahmen politische Ideen in einer Gesellschaft
akzeptiert sind. Was außerhalb des Fensters liegt, gilt als zu radikal, als
Tabu.
Wenn sich Werte verändern, verschiebt sich das Overton-Fenster. Ein
Beispiel ist der Umgang mit Homosexualität. Schwule wurden in der
Bundesrepublik lange kriminalisiert, dabei entsprach das nicht mehr der
liberaleren gesellschaftlichen Realität, das Overton-Fenster hatte sich
verschoben. 1994 beschloss das Parlament die [17][Streichung des Paragrafen
175]. Die Akzeptanz nahm weiter zu, mit ihr verschob sich das Fenster
weiter, 2017 konnte die [18][Ehe für alle] eingeführt werden.
Laut Overtons Modell unterstützen Politiker*innen Ideen, die sich innerhalb
des Fensters befinden, weil sie ja gewählt werden wollen. Sie können aber
auch selbst für eine Verschiebung des Rahmens sorgen. Donald Trump ist ein
Meister darin. Er sagt ständig, was eigentlich als unsagbar gilt. Wenn er
behauptet, Migranten aus [19][Haiti würden Hunde und Katzen essen] oder
wenn er ein Video teilt, in dem die [20][Obamas als Affen] dargestellt
werden, dann bricht er Tabus. Ein Prozess der Gewöhnung setzt ein, andere
rassistische Äußerungen wirken im Vergleich dazu nicht mehr so schlimm. Das
Overton-Fenster verschiebt sich. Auch in Europa nutzen Rechtspopulist*innen
diese Strategie.
Um kurz nach 11 Uhr betritt der nächste Kunde den Laden, ein Arzt. Als er
hört, dass eine Journalistin da ist, winkt er ab. Er spricht lieber mit
Rzepka allein.
Der Friseur unterhält sich gerne mit seinen Kunden. Sie kommen aus allen
Altersgruppen und Schichten. Mal sprechen sie über Politisches, mal über
Persönliches. „Meine Scheidung haben sie live miterlebt.“ Eigentlich hätte
er Buchhalter werden sollen, erzählt Rzepka. Er besuchte eine
Wirtschaftsschule in Amberg, war beim Friseur und dachte: Das bringt
bestimmt mehr Spaß.
Als er das Friseurhandwerk lernte, trugen die Frauen noch Dauerwellen und
die Männer Vokuhila-Frisuren. Heute sieht man Dauerwellen wieder,
allerdings bei jungen Männern. „Können Sie das denn?“, habe ihn ein Junge
gefragt, der den Pony gelockt haben wollte und die Seiten kurz.
„Alpaka-Look“ nennt Bernd Rzepka diese Frisur. „Ich komme aus den 80ern,
natürlich kann ich das“, habe er geantwortet und Wickler und Flüssigkeit
bereitgestellt.
Ein paar Minuten vor 13 Uhr läutet das Glockenspiel, eine Frau mit kurzen
grauen Haaren kommt in den Salon. Wieder eine Frau R., ebenfalls
Stammkundin. „Besser zu früh als zu spät“, verkündet sie und rollt dabei
das „r“ wie viele in der Oberpfalz. Sie ist Mitte 50. Lange hat sie in
einem Laden gearbeitet, aber das geht nicht mehr, wegen der Gesundheit.
Frau R. hat Probleme mit der Bandscheibe. Leicht gebeugt läuft sie zu einem
der Sessel.
Bernd Rzepka legt ihr den Umhang um. „Wie geht’s der Katze?“, fragt sie.
„Gut“, sagt er. Als er im Urlaub war, habe sie im Barbershop gefragt, wie
viel der Schnitt koste, erzählt sie. 38 Euro hätten die gewollt, weil sie
eine Frau sei. Dabei habe sie doch kurze Haare, eine Männerfrisur. „Ich
kann mir auch Frischhaltefolie umbinden, dann ist der Busen weg.“ Was die
Leute denken, sei ihr egal, sagt sie. „Ich nehme kein Blatt vor den Mund.“
Es klingt trotzig. Bei Bernd Rzepka kostet Schneiden pur 30 Euro. Sie ließ
die Haare dran und sitzt nun bei ihm. „Du bist mir immer noch der liebste
Friseur“, sagt sie.
Frau R. und Bernd Rzepka haben bei vielem verschiedene Meinungen, aber auf
Barbershops sind sie beide nicht gut zu sprechen. Rzepka schimpft, die
Barber machten das Friseurhandwerk kaputt, weil ihnen die Ausbildung fehle.
Er vermutet auch, dass den Angestellten nicht immer Mindestlohn bezahlt
wird. Er bemühe sich, keine Ressentiments zu entwickeln, sagt er. „Wo sie
herkommen, ist mir schnuppe, aber sie sollen sich an die Regeln halten.“ Er
selbst kämpft gerade mit dem Finanzamt, sie wollten die Terminbücher von
2021 einsehen, aber die hat er schon weggeschmissen. „Ich werde gegängelt
und die können machen, was sie wollen.“
Barbershops gibt es inzwischen in vielen deutschen Städten. Sie verändern
die Branche: Kunden freuen sich über die häufig billigeren Preise. Dank der
Barber interessieren sich auch mehr junge Männer für eine Ausbildung als
Friseur.
Viele alteingesessene Friseure sehen die neue Konkurrenz allerdings
kritisch. Seit einigen Jahren gibt es vermehrt Kontrollen. Dabei werden in
manchen Läden laut Behörden Verstöße festgestellt, etwa weil kein Meister
anwesend ist oder wegen Schwarzarbeit. Andere erfüllen aber die Vorgaben.
Damit jene Barber und Friseure, die sich an die Regeln halten, nicht unter
Wettbewerbsverzerrungen leiden müssen, hat der Bundestag das
Friseurhandwerk Ende 2025 [21][in den Katalog der Schwarzarbeitsbranchen]
aufgenommen. Die Salons sollen so leichter kontrolliert werden können.
## Der Döner schmeckt nicht mehr
„Die kleinen Einzelhändler, vor allem die Deutschen, die brauchen uns als
Kunden“, sagt Frau R. „Hier kann ich mich auch auskotzen, wenn mir
irgendwas nicht passt.“ Auf die Frage, was sie denn beschäftige, beginnt
sie zu schimpfen. „Es fängt schon mit den Fahrrädern und E-Scootern an, die
durch die Stadt rauschen.“ Die sollten auf Ältere mehr Rücksicht nehmen.
Überhaupt ändere sich in Amberg zu schnell zu viel. Sie erzählt vom Döner
bei einem bestimmten Imbiss, der nicht mehr schmecke. „Sie backen das Brot
nicht mehr selber. Ich mach mir in Zukunft meinen eigenen Döner.“ Um im
nächsten Atemzug einen anderen Imbiss zu empfehlen. „Die kenne ich gut, die
kommen aus Syrien. Die Frau arbeitet im Krankenhaus, die können alle
Deutsch, gegen die habe ich nichts. Nur gegen die, die Deutschland auf der
Tasche liegen.“
Sie selbst kriege ja auch nichts, dabei könne sie wegen ihrer Gesundheit
nicht arbeiten. Warum sie nicht zum Amt gehe? „Ich will mit dem deutschen
System nix zu tun haben.“ Etwas später sagt sie: „Man müsste die Grenzen
schließen, und jeder, der sich schlecht benimmt, fliegt raus.“ Dass
Innenminister Alexander Dobrindt von der CSU Grenzkontrollen eingeführt
hat, reicht ihr nicht. „Die kommen doch trotzdem ins Land. Eigentlich
sollte es in Deutschland wie in der DDR sein, mit einer Mauer drumherum.“
Auch Bernd Rzepka staunt angesichts dieser Aussage. Die meint sie aber
nicht ernst. Oder doch? „Das ist Sarkasmus“, sagt sie, dabei lacht sie
schelmisch.
Die Haarreste rieseln auf den schwarzen Umhang. Rzepka föhnt sie weg, hängt
den Föhn samt Kabel mit geübter Handbewegung über den Ständer und hält den
Spiegel an ihren Hinterkopf. Fertig.
Frau R. hinterlässt Eindruck. Wenn es normal ist, dass beim Friseur so über
Migranten geredet wird, zeigt das, wie weit sich das Overton-Fenster
bereits nach rechts verschoben hat. Würde man denken. Wäre da nicht die
Studentin, die eine Stunde später auf dem Frisiersessel Platz nimmt. Eine
schlanke junge Frau mit schmalem Gesicht, auch sie trägt die Haare kurz.
Frau G. setzt die Brille ab, Bernd Rzepka beginnt zu schneiden. Die
22-Jährige studiert in Amberg Medientechnik. Sie informiere sich vor allem
über Instagram und Tiktok, erzählt sie, während sie ohne Brille mit
verwaschenem Blick Richtung Spiegel schaut. „Das sind die am einfachsten
zugänglichen Quellen.“ AfD-Inhalte würden ihr da nicht eingespielt. Sie
bemerke in ihrem Umfeld nicht, dass die Rechten stärker geworden seien. Im
Gegenteil, sie erlebe in Amberg eher einen zunehmenden Druck von links. Die
meisten ihrer Freunde seien sehr links ausgerichtet. „Manche feiern das wie
eine Kirche. Sie reden über nichts anderes mehr.“ „Besser sehr links als
sehr rechts“, wirft der Friseur ein. „Extrem ist immer schlecht“, entgegnet
die junge Frau.
Wenn jemand beurteilen kann, ob und wie sich der Rahmen des
gesellschaftlich Akzeptablen in Amberg tatsächlich verschoben hat, dann ist
das Bernd Rzepka, schließlich redet er fast täglich mit den Leuten, und das
seit Jahrzehnten. „Anders als früher brauchen sich die aus der rechten Ecke
nicht mehr zu verstecken“, sagt er. „Die können öffentlich ihren Müll
verbreiten.“ Hass und Hetze seien in Amberg nicht üblich gewesen, sagt der
Friseur. „Es gab früher nur eine kleine Gruppe von Idioten aus der
Naziszene hier. Mit der AfD blüht das jetzt auf.“
Wie aber passt das mit dem verstärkten Druck von links zusammen, den die
Studentin G. beschreibt? Nun ist es Zufall, wer an diesem Tag in Rzepkas
Salon kommt. Dass Frau G. so anders redet als Frau R., weist allerdings auf
ein gesamtgesellschaftliches Phänomen hin: Die Wahrnehmung der Wirklichkeit
unterscheidet sich stark, viele leben in ihrer eigenen Bubble.
Das hängt auch mit dem veränderten Medienkonsum zusammen. Von den Kunden,
die sich an diesem Dienstag die Haare schneiden lassen, schauen manche ab
und zu noch Nachrichten. Zeitungen lesen die meisten nicht. Weil die
Meldungen oft negativ sind, kapseln sich einige ganz ab. Die Jüngeren
informieren sich vor allem über die sozialen Medien. Mit klassischen Medien
kommen sie, wenn überhaupt, dann vor allem über Podcast-Angebote in
Kontakt.
Ohne gemeinsame Medien wird es viel schwieriger, sich darüber zu
verständigen, was gesellschaftlich akzeptabel ist und was nicht. Die
türkisch-amerikanische Soziologin Zeynep Tufekci hat das bereits in Donald
Trumps erstem Wahlkampf 2016 [22][in der New York Times beschrieben].
Jahrzehntelang hätten Journalist*innen als Gatekeeper fungiert. „Sie
entschieden, welche Ideen öffentlich diskutiert werden durften und was als
zu radikal galt.“ Das sei vorbei, mit Twitter und Co habe sich eine eigene
mediale Welt geöffnet ohne Gatekeeper, schrieb sie. Ein alternatives
Universum, in dem wilde Fake News kursierten. Tufekcis bitteres Fazit: Das
Overton-Fenster ist zerbrochen.
Das hieße, es gibt gar keinen gemeinsamen Rahmen mehr von Ideen, die als
gesellschaftlich akzeptabel gelten. Eine vernichtende Analyse. Aber stimmt
sie auch?
Die US-amerikanische Gesellschaft ist stärker polarisiert als die deutsche.
Dass die Wahrnehmung der Wirklichkeit auseinander driftet, lässt sich
allerdings auch hierzulande beobachten. Was als sagbar gilt, unterscheidet
sich je nach Milieu und Gruppe. Statt daraus zu schließen, dass das
Overton-Fenster zerbrochen ist, könnte man auch sagen: Es gibt nicht mehr
nur das eine Fenster, sondern viele. Etliche Rahmen sind sicherlich nach
rechts gerückt, wie Bernd Rzepka es beschreibt. In anderen Gruppen befindet
sich das Fenster zeitgleich links. Oder noch mal woanders, wie etwa bei
Anhänger*innen von Verschwörungsideologien. Auch die kommen zum
Haareschneiden in Rzepkas Salon und warnen den Friseur vor Impfungen oder
giftigen Kondensstreifen am Himmel, erzählt er.
## Radikale Ansichten sind gesellschaftlich akzeptierter
Wie unterschiedlich die Wirklichkeiten sind, in denen Menschen leben, zeigt
schon das Wort „salonfähig“. Mehrere von Rzepkas Kunden an diesem Dienstag
wissen nichts mit dem Adjektiv anzufangen, es gehört nicht zu ihrem
Sprachgebrauch. Den Friseur überrascht das nicht. Er sei schon manchmal
gefragt worden: „Ach, Sie heißen gar nicht Herr Fähig?
Dass viele das Wort „salonfähig“ nicht kennen, dürfte früher nicht anders
gewesen sein. Vielleicht ist die Vorstellung, dass es mal eine geteilte
Wahrnehmung der Wirklichkeit gab, auch eine Illusion. Vielleicht gab es die
nie, und durch die sozialen Medien wird das jetzt lediglich stärker
sichtbar. So wie mit den Lockdowns bei vielen die echte Haarfarbe erkennbar
wurde, so treten die Meinungen im Internet nun deutlich zutage.
Dazu passt die [23][Analyse des Politikwissenschaftlers Vicente Valentim],
dessen Buch „Die Normalisierung der radikalen Rechten“ im Mai auf Deutsch
erschienen ist. Seine zentrale These lautet, dass ein Teil der Leute in
westlichen Demokratien nicht plötzlich radikalere oder rassistischere
Meinungen hat, denn solche Einstellungen änderten sich nur langsam.
Valentim sagt, dass viele ihre Meinungen bisher nur nicht zu äußern
trauten, weil sie Angst hatten, dafür verurteilt zu werden. Mit der
Normalisierung rechtspopulistischer Aussagen und Parteien ändere sich das.
Der Erfolg der AfD kommt also laut Valentim nicht aus dem Nichts, sondern
zeigt, dass bereits vorhandene radikale Ansichten gesellschaftlich
akzeptierter geworden sind.
Die Frage ist, ob es zwischen den verschiedenen Overton-Fenstern, zwischen
den verschiedenen Rahmen des heute Sagbaren noch eine Schnittmenge gibt.
Einen Ausschnitt, durch den viele schauen, auf den sich ein Großteil der
Gesellschaft noch verständigen kann. Auf dessen Grundlage man weiter
miteinander sprechen und Dinge aushandeln kann.
Hört man den Menschen in Amberg zu, dann ist das am ehesten die Akzeptanz
des demokratischen Systems. Keine der Kund*innen an diesen Tag stellt es
infrage. Ein sportlicher junger Mann, ein angehender Motoringenieur, sagt
das ganz explizit. „Die Leute lehnen die Demokratie an sich nicht ab. Sie
sind nur unzufrieden damit, wie Politik gemacht wird.“ Dass etwa Dorothee
Bär den Bafög-Satz nicht erhöhen will, habe viele in seinem Freundeskreis
sehr enttäuscht. Seine Einschätzung entspricht den [24][Ergebnissen einer
Studie der Bertelsmann-Stiftung]: Demnach befürworten 82 Prozent die
liberale Demokratie, auch wenn die Umsetzung häufig kritisch gesehen wird.
Letztlich ist auch der Laden in der Georgenstraße in Amberg eine
Schnittmenge: Auf Bernd Rzepka können sich all die unterschiedlichen
Kund*innen einigen. Er ist Zuhörer, Moderator, Gatekeeper in seinem
Geschäft. „Ich komme mit jedem klar, außer mit Nazis, die will ich nicht im
Laden haben“, sagt er. Und wie tickt er selbst politisch?
In der Pause erzählt der Friseur bei der E-Zigarette im Nebenraum, dass er
früher SPD gewählt habe, auch mal die Grünen. Deren Programm finde er am
besten. „Aber für grüne Visionen verdiene ich zu wenig. Ich habe kein Geld
für eine neue Heizung.“ Die Politik erlebe er zunehmend als arrogant und
weltfremd. „Ich werde nie ein Nazi, aber ich bin auch nicht zufrieden.“
Bernd Rzepka wurde mit den Protesten gegen die
[25][Atomwiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf] politisiert, das liegt
rund 30 Kilometer südöstlich von Amberg. „Schwarz wählt man nicht, das war
klar“, erzählt er. Trotzdem habe er bei der letzten Wahl für Friedrich Merz
gestimmt. Er traue keiner Partei mehr etwas zu, sagt er, und Merz stellte
immerhin die Abschaffung der aus seiner Sicht nervigen Bonpflicht in
Aussicht, also dass er nach jedem Haarschnitt einen Kassenbeleg ausstellen
muss.
Woher aber kommt die große Unzufriedenheit, die an diesem Tag im Salon
immer wieder durchklingt? Viele in Amberg haben ein Auto, ein Eigenheim,
ein Auskommen. Eigentlich geht es ihnen gut. Das Problem liegt
möglicherweise mehr in der Zukunft als im Jetzt. Was fehlt, ist eine
sichere Perspektive. Die Wirtschaft schwächelt, das alte
Aufstiegsversprechen gilt nicht mehr. Die Welt der Trumps und Putins ist
unberechenbar geworden, und dass die Bundesregierung an diesen Dingen etwas
ändern könnte, glauben viele nicht.
Das kommt nicht von ungefähr. Der Handlungsspielraum von Merz und Co ist
angesichts der globalen Probleme ja tatsächlich begrenzt. Pandemie, Kriege,
Klimakrise – daneben wirkt die deutsche Regierung einigermaßen ohnmächtig.
Wenn Schwarz-Rot sich dann auch noch öffentlich streitet und fragwürdige
Entscheidungen – wie etwa die Krankschreibung ab dem ersten Tag – trifft,
der Bafög-Satz stagniert, die Abschaffung der Bonpflicht auf sich warten
lässt, wenn der Bäcker schon um 14 Uhr schließt oder der Döner nicht mehr
schmeckt, dann ist der Frust groß. Hetze verfängt dann leichter und die
richtet sich nicht gegen die Starken, etwa gegen Überreiche, sondern gegen
die Schwächeren der Gesellschaft.
## Der rechte Spuk
Das silberne Glockenspiel läutet, die letzte Kundin an diesem Tag kommt
herein, eine junge Frau in rosa Jacke mit Blumenmuster und weißen
Turnschuhen. Sie arbeitet in einer Bank und studiert nebenbei. Manche ihrer
Bekannten überlegten tatsächlich, die AfD zu wählen, erzählt sie, während
Rzepka ihre langen dunklen Haare schneidet. „Protestwählen finde ich
komisch“, sagt sie. Sie müsse in letzter Zeit öfters an ein Video von
Margot Friedländer denken, das ihr bei Instagram eingespielt wurde. Da sagt
die verstorbene Holocaustüberlebende: „Damals hat es genauso angefangen.“
Ob die Bekannten der jungen Frau die AfD wirklich aus Protest wählen
würden? Oder haben sie schon länger eine radikale Einstellung und trauen
sich jetzt erst, sie zu äußern, wie Vicente Valentim wohl vermuten würde?
Von den Antworten auf solche Fragen hängt auch ab, ob sich der rechte Spuk
bald wieder verflüchtigen könnte. Oder ob er bleibt.
17.30 Uhr, Feierabend. Der Friseur zählt das Geld in der Kasse. 258 Euro
hat er an diesem Dienstag eingenommen, für Bernd Rzepka ein
durchschnittlicher Umsatz. Er schlüpft gerade pfeifend in seine Jacke, da
klingelt das Telefon. „Leute, es ist zu“, ruft er Richtung Apparat. Er
macht das Licht aus. Für heute waren es genug Kundengespräche. Morgen wird
er wieder zur Stelle sein.
11 Jul 2026
## LINKS
DIR [1] https://www.deutschlandfunk.de/21-09-2023-rechtsaussen-wird-salonfaehig-dlf-0a2846ad-100.html
DIR [2] /Antiziganismus-Beauftragter/!6156992
DIR [3] https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/82/usa-machen-autoritare-praktiken-salonfahig
DIR [4] https://www.br.de/nachrichten/bayern/amberg-polizist-und-patchwork-vater-wird-oberbuergermeister,VHRNacz
DIR [5] https://wahl.amberg.de/2026/ergebnisse_ob.html
DIR [6] https://wahl.amberg.de/2026/ergebnisse_stichwahl_ob.html
DIR [7] https://www.bundeswahlleiterin.de/europawahlen/2024/strukturdaten/bund-99/land-9/kreis-9361.html
DIR [8] https://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/ergebnisse/bund-99/land-9/wahlkreis-231.html
DIR [9] https://www.onetz.de/oberpfalz/amberg/einmalig-bayern-amberg-einzige-kreisfreie-stadt-ohne-afd-beteiligung-rat-id5333579.html
DIR [10] https://www.zdl.org/wb/wortgeschichten/Salon
DIR [11] https://www.von-ammenberg.de/
DIR [12] https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/alexander-burstedde-jurek-tiedemann-2028-fehlen-768000-fachkraefte.html
DIR [13] https://doku.iab.de/kurzber/2023/kb2023-13.pdf
DIR [14] https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/Focus_Paper_Buergergeld_01.pdf
DIR [15] https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/buergergeldempfaenger-viele-sind-krank-die-haelfte-sucht-keinen-job-und-jobcenter-bieten-zu-wenig-stellen-an
DIR [16] https://www.mackinac.org/OvertonWindow
DIR [17] /Legalisierung-von-Homosexualitaet/!6023643
DIR [18] https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2017/kw26-de-ehe-fuer-alle-513682
DIR [19] /Satire-Song-zum-US-Wahlkampf/!6037457
DIR [20] /Obama-ueber-Trumps-Affen-Video/!6154764
DIR [21] https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=973
DIR [22] https://www.nytimes.com/2016/03/31/opinion/campaign-stops/adventures-in-the-trump-twittersphere.html
DIR [23] https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-48037-0
DIR [24] https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2026/zustimmung-zur-liberalen-demokratie-in-deutschland-bleibt-sehr-hoch
DIR [25] /30-Jahre-nach-den-Wackersdorf-Protesten/!5265313
## AUTOREN
DIR Antje Lang-Lendorff
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