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       # taz.de -- +++ Nachrichten im Nahostkrieg +++: Iran greift Bahrain und Kuwait an
       
       > Die USA und der Iran setzen ihre Angriffe fort und werfen sich
       > gegenseitig den Bruch des vorläufigen Waffenstillstands vor. Trump droht
       > mit Vernichtung.
       
   IMG Bild: Die aufgehende Sonne färbt den Himmel hinter der Skyline von Kuwait-City rötlich
       
       ## Israel: Haben Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet
       
       Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge Hisbollah-Kämpfer im
       Süden des Libanon getötet. Der Einsatz in der Gegend von Nabatäa gegen die
       mit Panzerfäusten bewaffneten Männer sei erfolgt, um eine Bedrohung für
       israelische Soldaten abzuwenden, teilt das Militär mit. Zudem hätten die
       Streitkräfte ein Gebäude beschossen, von dem aus die Kämpfer agierten. Die
       Armee habe auch eine Raketenabschussrampe zerstört. (rtr)
       
       ## Röwekamp rechnet nicht mit baldigem Bundeswehr-Einsatz in der Straße von
       Hormus
       
       Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp
       (CDU), rechnet nicht mit einem baldigen Beschluss für einen möglichen
       Bundeswehr-Einsatz in der [1][Straße von Hormus]. „Wir haben im Moment
       viele Voraussetzungen, die noch nicht erfüllt sind“, sagte Röwekamp der
       Nachrichtenagentur AFP. Neben der Frage, ob die vereinbarte Waffenruhe
       halten werde, brauche es auch die Zustimmung des Iran für den Einsatz und
       eine ausreichende Rechtsgrundlage für das Bundestagsmandat.
       
       Es komme nun „entscheidend darauf an, wie tragfähig der Waffenstillstand
       ist und wie es gelingt, eine Akzeptanz für einen solchen Einsatz zu
       finden“, sagte Röwekamp. „Im amerikanisch-iranischen Abkommen ist die
       Verantwortung für die Sicherheit in der Straße von Hormus eindeutig an den
       Iran und den Oman adressiert. Sie müssen entscheiden, wie sie den Auftrag
       zur Freiheit der Straße von Hormus und zur Räumung von Seeminen umsetzen
       wollen.“ (afp)
       
       US-Insider: Iran greift Bahrain und Kuwait an
       
       Der Iran hat einem US-Regierungsvertreter zufolge mehrere Raketen und
       Drohnen auf Nachbarländer wie Bahrain und Kuwait abgefeuert. Bislang seien
       keine US-Opfer oder größere Schäden an US-Einrichtungen gemeldet worden,
       sagt der Insider, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur
       Reuters. (rtr)
       
       ## Revolutionsgarden: Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen
       
       Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben Ziele in
       den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain angegriffen. In
       den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe der iranischen
       Eliteeinheit in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige
       Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, hieß es in
       einer Mitteilung, die über den IRGC-Kanal Sepah News auf Telegram
       verbreitet wurde. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.
       Eine Reaktion der USA stand noch aus.
       
       Es handle sich um Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in
       Kuwait und der 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain. Die Angriffe
       seien eine Reaktion auf die jüngste US-Aggression, hieß es laut Mitteilung
       weiter. Die USA hätten damit [2][gegen das Rahmenabkommen mit Teheran] zur
       Beilegung des Krieges und die geltende Waffenruhe verstoßen. (dpa)
       
       ## Trump droht iranischer Führung mit Vernichtung der Islamischen Republik
       
       [3][US-Präsident Donald Trump] hat der Führung des Iran nach neuen
       US-Angriffen mit der Vernichtung der Islamischen Republik gedroht. Sollten
       die USA gezwungen sein, den Krieg wiederaufzunehmen, werde „die Islamische
       Republik Iran nicht länger existieren“, schrieb Trump am Samstag in seinem
       Onlinedienst Truth Social. Trump warf Teheran erneut vor, gegen das
       Waffenruhe-Abkommen verstoßen zu haben. „US-Flugzeuge haben soeben
       iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Küstenradaranlagen angegriffen,
       weil sie wieder gegen das Waffenruhe-Abkommen verstoßen haben“, schrieb der
       US-Präsident zu den jüngsten Angriffen der US-Streitkräfte auf iranische
       Ziele.
       
       Trump fügte an: „Es könnte ein Zeitpunkt kommen, an dem wir nicht mehr in
       der Lage sind, vernünftig zu handeln, und gezwungen sein werden, das Werk,
       das wir sehr erfolgreich begonnen haben, mit militärischen Mitteln zu
       vollenden.“ Das US-Regionalkommando Centcom hatte zuvor erklärt, das
       US-Militär habe als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein
       Frachtschiff in der Straße von Hormus iranische Raketen- und Drohnenlager
       sowie Radaranlagen an der Küste attackiert. Der Angriff auf das
       Handelsschiff sei eine „unbegründete Aggression“ und habe „eindeutig“ gegen
       die Waffenruhe verstoßen. Daraufhin meldeten die Golfstaaten Bahrain und
       Kuwait Angriffe, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten diese für
       sich. (afp)
       
       ## Kuwait meldet Angriffe – Iran reklamiert Attacken für sich
       
       Nach gegenseitigen Angriffen des Irans und der USA ist das Golfemirat
       Kuwait in der Nacht zum Sonntag nach Angaben der örtlichen Streitkräfte mit
       Raketen und Drohnen attackiert worden. „Die kuwaitische Luftabwehr wehrt
       derzeit feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab“, erklärte die Armee im
       Onlinedienst X und rief die Menschen im Land auf, den
       Sicherheitsanweisungen der Behörden Folge zu leisten. Wenig später
       reklamierten die iranischen Revolutionsgarden die Attacken für sich. Die
       Angriffe seien aus Vergeltung für vorherige US-Angriffe erfolgt, hieß es.
       Auch in Bahrain, wo sich ein bedeutender Stützpunkt der US-Marine befindet,
       wurde Luftalarm ausgelöst. Das bahrainische Innenministerium rief die
       Menschen im Land auf, „sich ruhig zu verhalten und sich zum nächstgelegenen
       Schutzraum zu begeben“. (afp)
       
       ## Libanesische Staatsmedien: Israels Armee fliegt Angriffe auf Ziele im
       Südlibanon
       
       Einen Tag nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit dem Libanon
       über einen Weg zum dauerhaften Frieden haben libanesische Staatsmedien von
       israelischen Luftangriffen im Süden des Landes berichtet. Laut der
       libanesischen Nachrichtenagentur NNA griffen israelische Kampfflugzeuge am
       Samstagabend ein nicht näher benanntes Ziel in Nabatije al-Fawka im Süden
       des Libanon an. Das Gesundheitsministerium in Beirut erklärte, mindestens
       ein Mensch sei getötet und zwei weitere verletzt worden. Laut NNA waren
       neben den Kampfflugzeugen auch Drohnen an den Angriffen auf Nabatije
       al-Fawka beteiligt.
       
       Eine Sprecherin der israelischen Armee hatte am Nachmittag einen Angriff in
       der Region der Stadt Nabatije gemeldet, der sich gegen „mutmaßliche
       Terroristen“ gerichtet habe. Diese hätten eine Drohung gegen israelische
       Soldaten ausgeprochen. Vertreter Israels und des Libanon hatten sich am
       späten Freitagabend in Washington auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die
       14-Punkte-Vereinbarung soll den Weg zu einem umfassenden
       israelisch-libanesischen Friedensabkommen ebnen. Die Hisbollah lehnt das
       Abkommen ab. Der mit ihr verbündete Iran besteht darauf, dass ein Abkommen
       mit den USA zur Beendigung des Iran-Krieges auch den Libanon umfasst. (afp)
       
       ## Israel kündigt im Fall von iranischem Angriff entschiedene Reaktion an
       
       Israel hat eine entschiedene Reaktion im Fall eines iranischen Angriffs
       angekündigt, mit dem Teheran womöglich versuchen könnte, die Umsetzung
       eines direkten Abkommens mit dem Libanon zu torpedieren. „Sollte der Iran
       versuchen, Israel anzugreifen, um die Umsetzung des Abkommens zu
       verhindern, werden wir mit großer Härte dagegen vorgehen“, warnte der
       israelische Verteidigungsminister Israel Katz am Samstag in einer
       Videobotschaft. (afp)
       
       28 Jun 2026
       
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