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       # taz.de -- Unser Fenster nach Kirgistan: Das Land im Schatten Russlands
       
       > Die EU verschärft Sanktionen gegen Kirgistan. Welche Folgen hat das für
       > Wirtschaft, Politik und das Land? Darüber spricht die Journalistin
       > Niyazova.
       
       Kirgistan ist das erste Land in Zentralasien, das von den jüngsten
       EU-Sanktionen gegen Russland betroffen ist. Die EU begründet den Schritt
       damit, dass sanktionierte Waren über Kirgistan nach Russland gelangt seien.
       Begünstigt wird dies durch die Eurasische Wirtschaftsunion, der Kirgistan
       gemeinsam mit Russland, Belarus und Kasachstan angehört.
       
       Welche Folgen haben die Sanktionen für das Land? Darüber spricht Moderator
       Tigran Petrosyan in der neuen Folge des Podcasts „Freie Rede“ mit der
       unabhängigen [1][⁠Journalistin Mahinur Niyazova aus Bischkek, die an
       Osteuropa-Workshops der taz panterstiftung in der Vergangenheit
       teilgenommen hat.⁠]
       
       „Es ist kein Geheimnis, dass viele Unternehmen von diesen Handelsströmen
       profitiert haben. Deshalb haben die neuen Beschränkungen auch
       wirtschaftliche Folgen für unser Land. Der Re-Export ist in den vergangenen
       Jahren stark gewachsen und macht inzwischen einen bedeutenden Teil der
       wirtschaftlichen Entwicklung Kirgistans aus“, sagt Niyazova.
       
       Der russische Einfluss in Kirgistan ist groß. Russland investiert in
       Schulen und Universitäten, eröffnet Kulturzentren und baut seine
       [2][⁠Präsenz in den Medien aus. ⁠]Fast jedes Jahr verschärfen die
       russischen Behörden den [3][⁠Druck auf Arbeitsmigrant:innen aus
       Kirgistan⁠] – mit Razzien, Festnahmen, strengeren Kontrollen und
       Abschiebungen. Das sorgt regelmäßig für große Besorgnis. Gleichzeitig ist
       das Land wirtschaftlich stark von der Arbeitsmigration nach Russland
       abhängig: Viele Familien leben von den Geldüberweisungen ihrer Angehörigen,
       die dort arbeiten.
       
       „In den vergangenen zwei Jahren ist ein weiteres Thema hinzugekommen: die
       Rekrutierung kirgisischer Staatsbürger in Russland für den Krieg in der
       Ukraine. Nach Berichten werden viele von ihnen unter Druck gesetzt,
       Militärverträge zu unterschreiben, und anschließend an die Front
       geschickt“, sagt Niyazova.
       
       [4][Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz panterstiftung], die
       dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird –
       Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine
       neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach u. a. Russland/Belarus“ im
       Podcastformat „Freie Rede“ der [5][taz panterstiftung].
       
       30 Jun 2026
       
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       ## AUTOREN
       
   DIR Tigran Petrosyan
       
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