URI: 
       # taz.de -- Aus für Steuergeschenk für Autofahrende: Auf Nimmerwiedersehen, Tankrabatt!
       
       > Während die Bundesregierung an allen Ecken und Ende kürzen will,
       > verbrennt sie 1,6 Milliarden Euro für den Tankrabatt. Ein bezeichnendes
       > Irrlichtern.
       
   IMG Bild: Vergeudetes Geld, powered by Bundesregierung
       
       Endlich ist [1][Schluss mit dem unsinnigen Steuergeschenk für Autofahrende,
       dem Tankrabatt] – und hoffentlich wird es keine Wiederauflage dieser
       absurden Maßnahme geben, die den Fiskus 1,6 Milliarden Euro gekostet hat.
       Noch wird gerechnet, wie viel die Ölkonzerne im Mai und Juni von der
       Senkung der Mineralölsteuer an die Verbraucher:innen weitergegeben
       haben. Viel spricht dafür, dass sie einen Teil auf die eigenen Konten
       gebucht haben – skrupellos nicht nur angesichts ihres klimaschädlichen
       Geschäftsmodells, sondern auch in ihrer Preispolitik und beim Einstecken
       von Geld, das ihnen nicht zugedacht war.
       
       Jeder Cent Steuergeld, der die Gewinne der Konzerne noch weiter nach oben
       treibt, ist einer zu viel. Aber selbst wenn die Unternehmen nichts von dem
       Steuergeschenk einbehalten hätten, ist der Tankrabatt keine gute Idee.
       Alternativen gibt es genug, sei es ein Spritpreisdeckel nach Luxemburger
       Vorbild, eine Übergewinnsteuer oder eine flächendeckende Senkung der Preise
       im öffentlichen Verkehr. Strukturell hat die Regierung nichts gegen die
       Preistreiberei beim Sprit getan. Sie kann jederzeit wiederkommen. Statt mit
       einem Tempolimit für ein sparsames Autofahren zu sorgen, entlastete sie
       Vielfahrende und Raser:innen. Klimakrise? Ist Union und SPD offenbar egal.
       
       Die Regierung hat 1,6 Milliarden Euro für eine ökologisch und ökonomisch
       sinnlose Maßnahme verbrannt – während es für eine vernünftige Bafög-Reform,
       [2][Wohngeld,] die Pflege- und Krankenversicherung oder klamme Kommunen
       angeblich kein Geld gibt. Union und SPD wollen an allen Ecken und Enden
       kürzen. Nur den Autofahrenden greifen sie unter die Arme – und zwar
       gleichermaßen denjenigen, die eine Unterstützung gar nicht nötig haben, wie
       jenen, die noch viel mehr Hilfe bräuchten.
       
       Diese Politik ist bezeichnend für das Irrlichtern der Regierung. Union und
       SPD müssen die Richtung wechseln. Sie müssen weg von [3][ihrer
       klimaignoranten Linie] und von einer Verteilungspolitik, die Wohlhabende
       subventioniert und Arme im Stich lässt.
       
       1 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Tankrabatt-laeuft-heute-aus/!6192001
   DIR [2] /Kuerzungen-beim-Wohngeld/!6190007
   DIR [3] /Hitzeschutz-in-den-Kommunen/!6191706
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Anja Krüger
       
       ## TAGS
       
   DIR Tankrabatt
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
   DIR Reden wir darüber
   DIR Tankrabatt
   DIR Kartellamt
   DIR Hitze
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Nach Tankrabatt-Aus: Spritpreise steigen massiv
       
       Mineralölkonzerne erhöhen Preise nach Auslaufen des Tankrabatts über
       Gebühr. Verbraucherschutzchefin Pop spricht von Abzocke.
       
   DIR Tankrabatt läuft aus: Steigende Preise an den Zapfsäulen erwartet
       
       Das Steuergeschenk für Sprit endet. Das Bundeskartellamt geht davon aus,
       dass der Rabatt begrenzt bei Autofahrenden ankam, vor allem beim Diesel.
       
   DIR Hitzeschutz in den Kommunen: Kritik an Hitze-Aussage von Umweltminister Schneider
       
       Der Umweltminister findet, Kommunen hätten genug Geld für den nötigen
       Hitzeschutz. Das sehen Klima- und Kommunalverwaltungsexpert*innen
       anders.
       
   DIR Klimaschädliche Subventionen: Mehr Milliarden für Fossile
       
       Die Bundesregierung will sparen – steckt aber viel neues Geld in
       klimaschädliche Finanzhilfen und Steuervorteile, rechnen Forscher:innen
       vor.