# taz.de -- Kinder fragen, die taz antwortet: Sind Korallen Tiere?
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> beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Yara, 7 Jahre alt.
IMG Bild: Korallengarten im Roten Meer
Das Meer ist ein schöner, geheimnisvoller Ort. Gefühlt unendlich weit und
unendlich tief ist es. Und in der Tiefe verbirgt sich so viel Leben. Wie
die Korallen. Rot, weiß, lila, aber auch gelb, grün oder blau können sie
sein. Sie sind zudem sagenumwoben. Schon in der Antike glaubten Dichter und
Gelehrte an ihre Versteinerungskräfte.
Aber was sind Korallen eigentlich?
Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Blumen oder kleine Bäumchen. Doch
das täuscht: Korallen sind Tiere. Genauer gesagt gehören sie zu den
Nesseltieren, so wie beispielsweise auch Quallen. Und sie sind „sessil“,
das heißt, sie können sich nicht fortbewegen und sitzen daher fest an einem
Ort.
Eine Koralle besteht aus vielen winzigen Lebewesen, den sogenannten
Polypen. Jeder Polyp hat einen Mund, einen Magen und kleine Tentakel. Diese
Tentakel sind oft bunt gefärbt und lassen die Korallen wie zarte
Unterwasserblüten aussehen. Vielleicht verwechseln wir sie deshalb so
leicht mit Pflanzen?
Und vielleicht fragst du dich jetzt auch, wie Korallen essen, schließlich
wissen wir ja nun, dass sie Tiere sind?
Einerseits fangen sie oft Nahrung mit ihren Tentakeln, einer Art Arme.
Andererseits leben viele Korallen auch in enger Gemeinschaft mit winzigen
Algen. Diese Algen sitzen auf ihrer Außenhaut. Mithilfe von Sonnenlicht
stellen sie Zucker und Sauerstoff her und geben einen großen Teil davon an
die Korallen weiter. Im Gegenzug versorgen die Korallen die Algen mit
Kohlendioxid und Nährstoffen. Man kann sich das wie eine gute Freundschaft
vorstellen, in der sich beide gegenseitig helfen. Die Algen sorgen übrigens
auch für die bunten Farben der Korallen.
Doch leider sind viele Korallen bedroht. Ein Grund dafür ist Mikroplastik
im Meer, also winzige Plastikteilchen. Am gefährlichsten ist jedoch [1][die
Erwärmung der Ozeane]. Wenn das Wasser nämlich zu warm wird, verlieren
Korallen ihre Algen und ohne diese [2][können sie nicht mehr weiterleben].
Es ist doch aber traurig, dass diese wunderschönen Korallen so leiden
müssen. Vor allem, weil Korallenriffe vielen weiteren Pflanzen und Tieren
einen Lebensraum bieten, wie etwa Weichtieren, Krebsen, Muscheln oder sogar
Tintenfischen. Wenn es keine Korallen mehr gibt, haben sie alle kein
Zuhause mehr.
Wenn du also das nächste Mal Korallen siehst, vielleicht ja noch [3][diesen
Sommer beim Tauchen], dann weißt du, dass diese schönen Lebewesen Tiere
sind. Und dass sie dringend mehr des Schutzes bedürfen.
19 Jul 2026
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## AUTOREN
DIR Rahel Bueb
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