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       # taz.de -- Papst auf Lampedusa: Maria am Tor Europas
       
       > Papst Leo XIV. besucht Lampedusa, Symbol für Flucht und Hoffnung und
       > erinnert daran, dass politische Entscheidungen hier über Leben und Tod
       > bestimmen.
       
   IMG Bild: Papst Leo XIV. besucht das „Tor Europas“ auf Lampedusa. An seiner Seite: Maria und ihre Mutter Rita Liasso
       
       Der Wind bläst so stark, dass er gleich dem Papst das weiße Hütchen vom
       Kopf wehen wird. Aber noch sitzt der in einem schwarzen VW SUV. Langsam
       fährt sein Konvoi die Schotterstraße hinauf, an den südlichsten Punkt
       Italiens, wo sich das „Porta d’Europa“ genannte Mahnmal für die
       Migrant:innen im Mittelmeer über der Steilküste der Insel Lampedusa
       erhebt. Rita Liasso, 42 Jahre alt, aus der Elfenbeinküste geflohen, wurde
       schon früher an diesem Morgen hierher gebracht. Nun steht sie da,
       eingewiesen ins Protokoll, in einem sandfarbenen Hosenanzug, mit ihrem Mann
       Marc und ihren beiden Kindern, als Papst Leo der XIV., umringt von
       Sicherheitsleuten, aus seinem Wagen tritt. Ein Adjutant in schwarzer
       Soutane zeigt auf Liasso, der Papst reicht ihr die Hand und dann beugt er
       sich hinunter zu dem fünfjährigen Mädchen, das Europa nach den
       Vorstellungen der heutigen Migrationspolitik nie hätte erreichen dürfen.
       
       Vor fast genau fünf Jahren erreichte Liasso, eine katholische Christin,
       hochschwanger in einem Boot aus Tunesien Lampedusa. Eigentlich sollte sie
       zur Entbindung per Hubschrauber nach Sizilien gebracht werden. Doch der
       Hubschrauber war defekt. Also kam ihre Tochter auf der Insel zur Welt – das
       erste dort geborene Kind seit angeblich 52 Jahren, wie die Regionalpresse
       berichtet. Nach der Ärztin, die bei der Geburt half, gab Liasso ihr den
       Namen Maria. Für die Kirche ist das Mädchen ein Symbol des Lebens. Nun geht
       Maria, an der Hand ihrer Mutter und von Papst Leo XIV., auf das Denkmal zu.
       
       Vor der Küste liegt ein Schiff der Küstenwache, auf den Felsen wehen die
       Fahnen der EU und Italiens. Sieben von zehn Migrant:innen, die über das
       Meer nach Italien kommen, erreichen zunächst Lampedusa. Die Insel ist über
       die Jahre gleichermaßen zum Symbol geworden für die Hoffnung auf ein
       besseres Leben, die Jahr für Jahr Zehntausende nach Europa treibt, als auch
       für den Tod Tausender, den die Abschottung Europas jedes Jahr zur Folge
       hat. Mindestens 1.300 Menschen starben oder verschwanden allein im ersten
       Halbjahr 2026 im zentralen Mittelmeer.
       
       ## Ein zentraler Platz gewidmet
       
       Dem Tod und dem Leid gilt der nächste Stopp des Papstes, auf dem Friedhof
       der Insel. Anders als vielerorts sind die toten Migrant:innen auf
       Lampedusa nicht anonym verscharrt. Ihnen ist ein zentraler Platz gewidmet.
       In dessen Mitte liegt das Grab von Youssef Ali Kanneh. Über dem Foto des
       Babys im rot geringelten Strampler und mit verspiegelter Sonnenbrille
       steht: „Why so soon, my dear“ – „Warum schon so früh, mein Liebling?“
       Kanneh starb am 14. November 2020 im Alter von sechs Monaten an Bord eines
       Flüchtlingsbootes. Allein in jener Woche ereigneten sich im Seegebiet
       südlich von Lampedusa vier Schiffsunglücke mit insgesamt 140 Toten.
       
       Die Staatsanwaltschaft eröffnete damals ein Ermittlungsverfahren wegen des
       Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung, weil eine spanische NGO die
       Behörden schon früh auf die Notlage aufmerksam gemacht hatte, in der sich
       das Boot von Kanneh und seinen aus Gambia stammenden Eltern befunden hatte.
       Am Samstag legt Leo einen Kranz aus gelben und weißen Rosen und
       Schleierkraut auf Kannehs Grab, bevor er zur Messe im kleinen
       Fußballstadion am Hafen weiterfährt.
       
       Am Vorabend singt sich der Chor im Stadion warm, sein Halleluja ist über
       die halbe Insel bis zum Flüchtlingslager zu hören. Gabelstapler fahren
       Wasserkisten heran, Freiwilllige mit riesigen Vatikan-Badges verlegen
       Bodenplatten oder richten Stuhlreihen aus. Die Missionarin Alessia ist aus
       Agrigento hergekommen. „Hier schließt sich ein Kreis“, sagt sie. Seit
       Wochen spreche der Papst bei seinen Reisen über die Migration. Nun komme
       er, wie schon 2013 sein Vorgänger Franziskus, an den Ort, der wie kaum ein
       anderer für die Verantwortung gegenüber den Schwachen stehe. „Wir erwarten,
       dass es eine starke Botschaft an Europa gibt“, sagt sie: anzuerkennen, dass
       jeder Mensch den gleichen Wert habe.
       
       Dass Leo die Insel ausgerechnet am 4. Juli besucht, dem 250. Jahrestag der
       Unabhängigkeit der USA, sehen viele als klares Signal gegen die brutale
       US-Abschiebepolitik. Am Vorabend, dem Freitag, hätte Leo in Philadelphia
       die Freiheitsmedaille des National Constitution Center verliehen werden
       sollen. Doch er blieb den USA fern – in einer Zeit, in der die
       Konfrontation mit dem MAGA-Lager immer schärfer geworden ist.
       
       Erst am Donnerstag hatte der rechte Milliardär Peter Thiel bei einer
       Veranstaltung in Aspen Papst Leo vorgeworfen, „für die chinesischen
       Kommunisten zu arbeiten“, weil er sich für eine Regulierung künstlicher
       Intelligenz einsetzt. Schon länger schwelt der Streit um Aussagen von
       Vizepräsident JD Vance.
       
       Der konvertierte Katholik hatte behauptet, die Bibel gebiete, zunächst die
       eigene Familie, dann das eigene Volk und erst dann die Schwachen im Rest
       der Welt zu lieben. Die Linke habe diese Ordo Amoris, diese Ordnung der
       Nächstenliebe, zerstört. Die Rechte werde sie nun im Sinne Gottes
       wiederherstellen. Leo hatte dem widersprochen: „JD Vance liegt falsch:
       Jesus fordert uns nicht auf, unsere Liebe zu anderen abzustufen.“ Als der
       Papst auch noch Trumps Behauptung zurückwies, Gott wolle den US-Angriff auf
       den Iran, attackierten immer mehr Religiöse aus dem MAGA-Lager den Papst
       offen.
       
       In Italien wird der Papst nicht kritisiert. Das Land sieht sich vielmehr
       als Schutzmacht des Vatikans, das ist unter der rechten Regierung von
       Giorgia Meloni nicht anders. Seinen Tross vom Friedhof zum Stadion
       begleitet ein Hubschrauber am Himmel und Polizisten, die aussehen, als
       seien sie vom Secret Service. Im Stadion tragen fast alle
       Besucher:innen gelbe und weiße Vatikan-Käppis, die Helfer:innen
       verteilt haben. Viele haben sich T-Shirts mit dem Bibelzitat „Ich war fremd
       und ihr habt mich aufgenommen“ aus dem Matthäus-Evangelium angezogen. Ein
       Einheizer übt mit der Menge die „Papa Leone“-Rufe wie bei einer TV-Show.
       
       Das Papamobil sieht aus wie ein geschrumpfter Hummer-Jeep. In einem
       Parcours fährt der Papst durch die Menge. Anzugpolizisten reichen ihm im
       Akkord Babys zur Handauflegung. Der von einem Rechtsbündnis ins Amt
       gebrachte Bürgermeister Filippo Mannino eröffnet die Messe. „Das Mittelmeer
       ist hier nicht nur Freude und Schönheit, sondern auch Schmerz und Tod.
       Manche kommen nie am Ende ihrer Reise an, wir tragen sie alle in unserem
       Herzen“, sagt Mannino. Gegenüber liegen im Hafen die Boote der Küstenwache
       – jene Schiffe, die Menschen aus Seenot retten, sie im Rahmen der
       Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache aber häufig auch zurück in ein
       Land bringen lassen, in dem ihnen Folter und Misshandlung drohen.
       
       Am Vorabend hatten lokale Solidaritätsgruppen die Papst-Korrespondent:innen
       in einen Garten vor den Toren des „Hotspot“ genannten Lagers geladen.
       Hierhin werden die ankommenden Migrant:innen auf Lampedusa gebracht.
       Während sie sich früher frei auf der Insel bewegen konnten, seien sie heute
       in dem Lager interniert und würden dort beschleunigt abgefertigt, sagt
       Edoardo Avi, Koordinator der NGO Maldusa. Dabei gehe es vor allem darum,
       ihre Fluchtrouten auszuleuchten. Die Bedürfnisse der Menschen nach der
       gefährlichen Überfahrt seien nachrangig, psychologische und soziale
       Betreuung völlig unzureichend. Vor allem aber fehle es an Möglichkeiten zur
       Begegnung. „Die Menschen werden von der Bevölkerung ferngehalten“, sagt
       Avi.
       
       Ihre Zahl ist zuletzt gesunken. 137 Menschen sind an diesem Wochenende in
       dem Lager, dessen rund 600 Plätze lange restlos überfüllt waren. Einer der
       Gründe für den Rückgang sei, dass das zentrale Mittelmeer heute „hoch
       militarisiert“ sei, so Edoardo. Grenzschützer setzen Drohnen ein, um die
       Flüchtlingsboote auf dem Meer zu identifizieren. „Sie geben ihre
       Koordinaten an die libysche Küstenwache, die sie einfängt und
       zurückbringt“, sagt er. 27.000 Menschen wurden nach UN-Angaben allein 2025
       auf diese Weise nach Libyen zurückgeholt.
       
       Was Menschen nach ihrer Rückführung nach Libyen erwartet, erzählen an
       diesem Abend die Aktivist:innen von Refugees in Libya. Naeima Yaqoub,
       Mitgründerin der Initiative, hat selbst fünfmal versucht, mit einem Boot
       nach Lampedusa zu fliehen. Fünfmal wurde sie nach Libyen zurückgebracht.
       „Wenn ich daran denke, was Migrant:innen dort angetan wird, zittert mein
       Körper bis heute“, sagt sie. Europa sehe von dieser Gewalt nur ein
       abgeschwächtes Bild – obwohl sie mit europäischem Geld finanziert werde.
       „Wir haben die Nase voll davon, dass man die Realität schönredet.“
       
       Bei seinen Besuchen auf den Kanaren und in Barcelona vor drei Wochen – bei
       denen es auch schon um Migration ging – hatte Leo der Gruppe um Yaqoub
       Audienzen gewährt. Sie hofften, auch in Lampedusa mit ihm sprechen zu
       können – schließlich liegt Libyen direkt an der gegenüberliegenden Küste.
       Seit Wochen hatten sie bei Vatikanmitarbeitern darum gebeten, aber
       erfolglos. „Es ist gut, dass er kommt, aber es wäre ein schwerer Fehler,
       wenn er das Leid in Libyen nicht benennt“, sagt Yaqoubs Mitstreiter David
       Yambio. Am Samstag nimmt die Gruppe ein Video an der Porta d’Europa auf:
       „Papst Leo, schau durch dieses Tor auf die libysche Hölle, durch die wir
       auf diese Insel gekommen sind.“ Möglich sei sie durch „europäisches Geld
       und eine Politik der Gleichgültigkeit“.
       
       Leos Vorgänger Franziskus hatte 2013, direkt nach seinem Amtsantritt,
       Lampedusa besucht. Von einem Schiff der Küstenwache aus warf er einen Kranz
       ins Meer. Am Samstag weiht Leo einen Gedenkstein ein, der an Franziskus’
       Besuch erinnert. Der Stein steht auf der Hafenmole, an der die
       Küstenwachen-Schiffe die Migrant:innen an Land bringen.
       „Franziskus-Mole“ heißt sie nun offiziell. Leo trifft dort am Morgen auf
       eine Gruppe von 20 Migrant:innen aus dem Hotspot. Ausgesucht hat die das
       Rote Kreuz. Die Hilfsorganisation betreibt das Lager seit 2023, die
       Meloni-Regierung hatte ihr die Leitung übertragen.
       
       Die Menschen würden heute nur wenige Tage für ein erstes Screening auf
       Lampedusa bleiben, bevor sie per Fähre in Lager auf dem italienischen
       Festland gebracht werden, sagt Francesca Basile vom Roten Kreuz.
       Entsprechend sei nur wenig Zeit geblieben, die Menschen aus Eritrea,
       Somalia, Süd-Sudan, Syrien und Jemen – Christ:innen und Muslime – auf die
       Begegnung mit dem Papst vorzubereiten. „Sie sind ja alle erst diese Woche
       angekommen.“
       
       Es sei wichtig, dass der Besuch des Papstes Aufmerksamkeit auf das Thema
       lenke, sagt sie. Die Menschen kämen oft nach emotional äußerst belastenden
       Reisen in Europa an. „Gerade gestern habe ich mit einem 16-Jährigen aus
       Ostafrika gesprochen, der sein Heimatland ohne seine Eltern verließ, als er
       neun Jahre alt war“, sagt Basile. „Er hat seine gesamte Jugend allein auf
       der Reise verbracht.“ Gefängnis, Misshandlungen, lange Unterbrechnungen an
       Grenzen, Abschiebungen und Pushbacks durch die Transitstaaten – fast alle
       Ankommenden bräuchten wegen solcher Erfahrungen psychologische Betreuung,
       sagt Basile. „Wenn wir sie fragen, was sie suchen, dann sagen die meisten:
       ‚Sicherheit. Ich will da leben, wo ich mich sicher fühlen kann.‘“
       
       Am Ende der Messe spricht Leo. Sein zentraler Satz, den später fast alle
       Medien aufgreifen, lautet: „Die Toten in diesem Meer sind sowohl Opfer
       getroffener als auch ausgebliebener Entscheidungen.“ Es erinnert an das,
       was die NGOs hier seit Jahren sagen: Leid und Tod an den Grenzen sind mit
       Absicht hergestellt, zur Abschreckung – etwa wenn die Meloni-Regierung per
       Gesetz zwinge, Gerettete in Häfen in Norditalien zu bringen, statt sie
       direkt in Sizilien an Land zu lassen und die Rettungsschiffe so teils für
       Wochen aus dem Einsatz drängt. Oder auch durch die Entscheidung für ein
       „globales Wirtschaftssystem, das Armut und Ausgrenzung verursacht“, so der
       Papst weiter. Er kritisiert jene, die „Vorurteile und Verachtung schüren“,
       und die Gleichgültigkeit jener, die glauben „dass uns diese Probleme nichts
       angehen“. Es braucht nicht viel, um das als Kritik an den Populisten,
       Rechtsextremen und ihrer Gefolgschaft zu verstehen.
       
       Giusi Nicolini war Bürgermeisterin von Lampedusa, als Papst Franziskus 2013
       auf die Insel kam. Die Messe am Vormittag hat sie im TV verfolgt. „Mir war
       das zu heiß“, sagt sie, als sie später vor einem Eiscafé in der
       Fußgängerzone sitzt. Nicolini wurde einst berühmt, weil sie die Insel als
       offenen Ort präsentierte, der sich den Ankommenden nicht verschließen
       wollte. Die Bevölkerung hatte sich lange Zeit bei der Versorgung der
       Menschen stark engagiert. Das sei heute anders, sagt sie. Sie zeigt mit dem
       Finger um sich, auf die vielen Touristen, die herumflanieren. „Findest du
       das etwa normal? Die Insel der Migranten und man sieht keinen einzigen. Sie
       sind unsichtbar gemacht worden.“ Die einen lasse die Regierung auf dem Meer
       von den Libyern abfangen, die anderen kämen direkt ins Lager.
       
       Auch deshalb habe der Papstbesuch eine große Bedeutung, glaubt Nicolini.
       „Er hat Trump gesagt: ‚Ich komme nicht.‘ Das war seine Antwort auf dessen
       grauenhafte Migrationspolitik.“ Und die, so glaubt Nicolini, wollten heute
       auch viele in Europa kopieren. „Der Aufstieg der extremen Rechten, die
       überall auf der Welt von ‚Remigration‘ reden – das ist sehr gefährlich.“
       
       Sie hoffe, dass die Worte des Papstes zumindest die Katholiken erreichen.
       Viele in Italien seien sehr gläubig, aber auch sehr rechts. „Sie müssen
       verstehen, dass die Politik der Zurückweisung bedeutet, Menschen zu töten.“
       
       Dass heute weniger Menschen nach Lampedusa kämen als früher, sieht Nicolini
       als Teil eines Zyklus. „Viele fliehen derzeit aus dem Sudan nach Uganda
       statt nach Libyen.“ Das könne sich jedoch schnell wieder ändern. „Tunesien
       bekommt Geld, um die Menschen an der Überfahrt zu hindern. Wenn das Geld
       aufgebraucht ist, machen sie wieder auf – und dann geht es wieder los.“
       
       Sie erinnert daran, dass Meloni versucht habe, Menschen direkt vom
       Mittelmeer aus in ein Lager in Albanien zu bringen. „Das war illegal, das
       haben Gerichte gestoppt.“ Nun habe Italien begonnen, abgelehnte
       Asylbewerber:innen in das Lager nach Albanien auszufliegen. „Die
       schicken da 200 Leute hin – was soll das bringen? Das löst gar nichts, das
       ist alles Propaganda“, sagt Nicolini. „Wenn sie die Migranten wirklich
       wegbringen, dann steht die Landwirtschaft still. Wer pflückt die Orangen,
       die Oliven oder die Tomaten? Das machen papierlose Migranten, und jeder
       weiß das. Und wer soll unsere Alten pflegen?“
       
       Nach der Messe steht Rita Liasso vor dem Stadion, das jüngere Kind auf dem
       Arm. Ihr Mann trägt Maria. Im lila Kleid und weißen Sandalen blickt die
       Fünfjährige schweigend auf die Menschen. „Mein Leben lang habe ich davon
       geträumt, den Papst zu treffen“, sagt Rita. Als es heute so weit war, habe
       sie kaum mehr als „Danke“ sagen können – denselben Dank, den sie Gott seit
       ihrer Ankunft in Italien schulde. Ihr Mann sei später nachgekommen, die
       Familie habe ein zweites Kind bekommen. Er habe auf Lampedusa seinen
       Schulabschluss nachgeholt, inzwischen könne die Familie von seiner Arbeit
       gut leben. 2024 wurde Maria, die nie hätte kommen dürfen, Ehrenbürgerin von
       Lampedusa.
       
       5 Jul 2026
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Christian Jakob
       
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