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       # taz.de -- Belgiens Schlüsselspieler Trossard: Der Spätzünder
       
       > Leandro Trossard wird zu Belgiens Erfolgsgaranten. Anders als seine
       > Mitspieler scheint er mit dem Alter immer besser zu werden.
       
   IMG Bild: Leandro Trossard, hier gegen US-Nationalspieler Alex Freeman, ist bei dieser WM mit fairen Mitteln nur schwer aufzuhalten
       
       Eigentlich müsste Leandro Trossard altersbedingt zur „Goldenen Generation“
       Belgiens gehören. Zu den De Bruynes, Lukakus, Courtois und Hazards – zu
       jener Mannschaft, die 2018 WM-Dritter wurde und das knapp zwölf Millionen
       Einwohner zählende Land gleich zweimal an die Spitze der Fifa-Weltrangliste
       führte. Doch Trossard war nie einer von denen. Er ist ein Spätzünder,
       einer, der trotz seiner 31 Jahre immer noch wirkt wie ein Spieler, der
       gerade erst seinen Durchbruch erlebt. Einer, der erst nach den großen
       Belgiern ins Rampenlicht trat.
       
       Bei dieser Weltmeisterschaft stellt er die alten Recken, insbesondere den
       großen [1][Kevin De Bruyne], der beim Achtelfinalerfolg gegen die USA (4:1)
       nicht einmal eingewechselt wurde, in den Schatten. Vier Torbeteiligungen in
       fünf WM-Spielen verdeutlichen, welch großen Wert Trossard derzeit für
       dieses Team hat. Und beinahe hätte er gegen die USA gar seinen dritten
       WM-Treffer erzielt, wäre nicht Chris Richards noch dazwischengekommen.
       
       Während De Bruyne, [2][Romelu Lukaku], Thibaut Courtois und Eden Hazard
       früh ins Ausland wechselten und dort Titel, Pokale und Ruhm sammelten,
       blieb Trossard lange in Belgien. Beim KRC Genk spielte er sieben Jahre,
       wurde viermal verliehen und fiel erst in der Saison 2018/19 auf, als er mit
       15 Torbeteiligungen maßgeblich zur Meisterschaft beitrug. Erst dann zog es
       ihn nach England – erst zu Brighton, später zum FC Arsenal. Dort gewann er
       in diesem Jahr die Premier League und [3][erreichte das Finale der
       Champions League].
       
       ## Debüt erst im Jahr 2020
       
       Man könnte meinen, Trossard habe es doch noch in die „Goldene Generation“
       geschafft. Er brauchte nur länger. Im September 2018 wurde er erstmals für
       die Nationalmannschaft nominiert, debütierte aber erst zwei Jahre später in
       der Nations League gegen Dänemark. Zu diesem Zeitpunkt begann allerdings
       die „Goldene Generation“ schon zu bröckeln. Bei der EM 2021 reichte es noch
       fürs Viertelfinale, bei der WM 2022 war schon nach der Gruppenphase
       Schluss, und bei der EM 2024 scheiterte Belgien im Achtelfinale. Trossard
       fand seine Form, als die großen Namen ihren Zenit längst überschritten
       hatten.
       
       Trossard konnte nun bei dieser Weltmeisterschaft in Nordamerika den müden
       Eindruck, den sein Team vor allem in der Vorrunde hinterließ, trotz seiner
       31 Jahre etwas auffrischen. Während Spieler wie Kevin De Bruyne ihre besten
       Jahre hinter sich haben, läuft Leandro Trossard in diesen Tagen zur
       Höchstform auf.
       
       7 Jul 2026
       
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