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       # taz.de -- Influencer bei der WM: Spektakel mit Haltung
       
       > Darren Watkins Jr. erreicht mit seinen Videos Millionen Menschen. Bei
       > seiner Tour durch die WM-Stadien wird er Ziel rassistischer
       > Beleidigungen.
       
   IMG Bild: Echte Kunstfigur: Darren Watkins Jr. beim Achtelfinale Portugal gegen Spanien
       
       IShowSpeed, bürgerlich Darren Watkins Jr., gehört zu den bekanntesten
       Streamern der Welt. Zurzeit begleitet er die Fußballweltmeisterschaft und
       zieht weit über das Spielgeschehen hinaus Aufmerksamkeit auf sich. Wenn er
       live geht, verfolgen ihn meist zwischen 20.000 und 130.000 Zuschauer
       gleichzeitig. [1][Auf Youtube folgen ihm rund 57 Millionen Menschen], auf
       Tiktok etwa 53 Millionen.
       
       Immer wieder tauchen prominente Gäste wie Paul Pogba, Zlatan Ibrahimović
       oder Usain Bolt in seinen Livestreams auf. Auch Bastian Schweinsteiger
       reagierte bereits in seiner Instagram-Story auf ihn. Im Rahmen der
       Champions League lud der US-Sender CBS Watkins als Gast in die
       Expertenrunde mit Thierry Henry, Jamie Carragher und Micah Richards ein.
       
       Watkins polarisiert und zieht so die Blicke auf sich. Seine Kunstfigur
       „Speed“ lebt von überdrehter, energiegeladener Präsenz. Auf seinen Reisen
       sorgt er regelmäßig für virale Momente. In Berlin probierte er einen Döner,
       machte nach dem ersten Bissen einen Rückwärtssalto, stellte sich vor das
       Schloss Bellevue, diskutierte mit einem Sicherheitsbeamten und behauptete,
       er wolle den deutschen Bundespräsidenten treffen.
       
       [2][In Albanien traf er Ministerpräsident Edi Rama], nannte ihn „Bro“ und
       bellte in dessen Büro. Mittlerweile hat er knapp die Hälfte aller Länder
       der Welt bereist. Er schreit, bellt und springt durch die Welt. Wie
       unterhaltsam, muss jeder selbst entscheiden.
       
       ## Idol Cristiano Ronaldo
       
       Natürlich ist Watkins auch bei der WM in Nordamerika unterwegs. Dort spielt
       sein großes Idol Cristiano Ronaldo. Schon vor drei Jahren begegnete er dem
       Portugiesen persönlich und fiel vor ihm auf die Knie. Während des Turniers
       besucht er alle Spiele Ronaldos. Gleichzeitig schaut er sich auch die
       Partien von dessen Rivalen Lionel Messi an – allerdings stets im Trikot des
       jeweiligen Gegners. Über jeden Rückschlag Messis freut er sich
       demonstrativ. Es ist durchaus lustig anzusehen, wie Watkins bei jeder
       Aktion gegen Messi lautstark jubelt, nur um kurz darauf von dessen Klasse
       eines Besseren belehrt zu werden.
       
       Doch bisweilen ist einfach Schluss mit lustig. Watkins wurde Ziel
       rassistischer Anfeindungen. Sowohl beim Sechzehntelfinale als auch beim
       [3][Achtelfinale Argentiniens] beleidigten ihn Fans, die Trikots der
       argentinischen Auswahl trugen, rassistisch. Die Fifa ermittelt bereits. So
       überdreht und chaotisch seine Kunstfigur oft wirkt – im Umgang mit
       Rassismus setzt Watkins ein bemerkenswertes Zeichen. In diesen Momenten
       bleibt er ruhig, dokumentiert die Vorfälle und entlarvt so die Täter.
       
       8 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.youtube.com/c/ISHOWSPEED
   DIR [2] https://www.youtube.com/watch?v=Ei3CTrMqkvk
   DIR [3] /Messi-im-Viertelfinale/!6194380
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Rico Setz
       
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