# taz.de -- was für eine woche: „Der Bundestrainer muss immer ein Mann und immer ein Deutscher sein“
Martin Krauss
Der Retter hat strahlend weiße Zähne und wird von einem Weltkonzern
freigestellt. Jürgen Klopp soll nicht weniger als dieses Land und dessen
Fußball retten. Nach dem WM-Aus der DFB-Männer gab es keine Zweifel, dass
niemand anderes als er den Job des Bundestrainers übernehmen kann.
Auf Julian Nagelsmann muss Klopp folgen. Alternativlos. So wie einst
Nagelsmann auf Flick und Flick auf Löw. Immer sind sich alle sicher, dass
es genau dieser eine ist, der die Nationalmannschaftskrise beenden wird.
(Für künftige Suchen darf man sich den Namen Tuchel notieren.) Die
Kriterien für die Bundestrainerakquise sind immer gleich: Es muss einer
sein, den ganz Deutschland als guten Trainer anerkennt. Und es muss immer
ein Mann und immer ein Deutscher sein. Das schränkt die Suche derart ein,
dass die Qualifikation gar nicht erst abgefragt wird. Spaniens,
Argentiniens und Frankreichs Coaches waren überwiegend Auswahltrainer,
niemand von ihnen hat einen Klub in die Weltklasse geführt, die
Nationalteams sehr wohl. In Deutschland aber weiß man, dass so einen Job
nur jemand meistern kann, der Vereine trainiert hat und freundlich
lächelt.
25 Jul 2026
## AUTOREN
DIR Martin Krauss
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