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       # taz.de -- Medienbericht über Schatten-Datenbank: Schufa speichert alte Daten länger als angenommen
       
       > Speichert die Schufa manche Daten länger, als Verbraucher das wissen?
       > Das legt ein Medienbericht nahe. Die Auskunftei hält alles für rechtens.
       
   IMG Bild: Welche Informationen speichert die Schufa?
       
       dpa | Die Wirtschaftsauskunftei Schufa speichert einem [1][Medienbericht]
       zufolge veraltete Daten von zahlreichen Verbraucherinnen und Verbrauchern
       deutlich länger als bisher angenommen. Diese sensiblen Daten nutze das
       Unternehmen für Tests, deren Ergebnisse sie an Firmen weitergebe,
       berichteten NDR und Süddeutsche Zeitung (SZ) am Mittwoch unter Verweis auf
       eine gemeinsame Recherche. Die Betroffenen erführen nichts davon, auch in
       der Fachwelt sei diese „Schattendatenbank“ bisher quasi unbekannt.
       
       Gespeichert werden dem Bericht zufolge in der Datenbank vor allem
       Informationen, von denen Verbraucher bisher annehmen konnten, dass sie
       längst gelöscht wurden. Dazu zählen mutmaßlich alte Kredite und
       Kreditkarten, Pfändungen und Privatinsolvenzen und Schulden, die die
       Betroffenen oft schon vor Jahren beglichen haben. Die Schufa berechnet aus
       diesen Daten unter anderem, wie gut neu entwickelte Scores funktionieren.
       
       Die Schufa ist für viele Menschen so wichtig, weil sie die Kreditwürdigkeit
       einzelner Verbraucher anhand von gesammelten Daten bewertet. Auf dieser
       Grundlage können Unternehmen die Wahrscheinlichkeit einschätzen, ob jemand
       seine Rechnungen zahlt. Banken, Kreditvermittler, Onlinehändler oder
       beispielsweise auch Energieversorger nutzen ihn. Die Wirtschaftsauskunftei
       verfügt über Daten von mehr als 68 Millionen Menschen.
       
       Die zusätzliche Speicherung historischer Daten hält das Unternehmen für
       rechtens und beruft sich auf gesetzliche Vorschriften, wie NDR und SZ
       weiter berichteten. Das sähen Verbraucherschützer und Juristen anders:
       Mehrere Experten hätten im Gespräch mit den beiden Medien an gesetzliche
       Löschfristen und den in der Datenschutz-Grundverordnung verankerten
       Grundsatz der Datensparsamkeit erinnert.
       
       Sie kritisieren den Angaben nach insbesondere die Weitergabe alter Scores
       an Firmenkunden, insbesondere Nicht-Banken wie Energieversorger oder
       Telekommunikationsanbieter. Auch bemängeln die Experten, dass die Kunden
       bisher gar nicht wissen, dass diese älteren Daten über sie gespeichert
       werden.
       
       Mittlerweile befasst sich laut Bericht auch der hessische
       Landesdatenschutzbeauftragte mit der Sache. Er kläre gerade in einem
       Hinweisverfahren, ob die Schufa Verbraucher über die Speicherung
       informieren muss.
       
       15 Jul 2026
       
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   DIR [1] https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/schufa-verbraucher-daten-100.html
       
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