URI: 
       # taz.de -- Stromanschlag in Adlershof: Verdächtige wehren sich
       
       > Im März ging die Polizei gegen vier Personen vor, die für einen
       > Stromanschlag verantwortlich sein sollen. Die wehren sich nun gerichtlich
       > gegen die Auswertung ihrer Geräte.
       
   IMG Bild: Razzia im Buchladen Kalabal!k
       
       Vier mögliche Beteiligte an dem mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf
       die [1][Stromversorgung des Technologieparks Adlershof] im Herbst 2025
       gehen gerichtlich gegen [2][eine große Razzia im März] vor. Eine
       Entscheidung darüber steht noch aus, wie ein Sprecher der
       Generalstaatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor
       berichtete die Welt am Sonntag.
       
       Die Tatverdächtigen wehren sich auch explizit gegen die Auswertung von
       Geräten, die bei der Razzia beschlagnahmt wurden. Wenn ihr Widerspruch
       gegen die Sicherstellung von Beweismitteln erfolgreich sei, habe dies zur
       Folge, dass diese wieder ausgehändigt werden müssten und gegebenenfalls
       nicht als Beweismittel verwendet werden könnten, erklärte der Sprecher.
       
       Bei der Razzia durchsuchten Polizisten im März 17 Räumlichkeiten, darunter
       die Bibliothek Kalabal!k in Kreuzberg, den Kollektiv-Späti L5 in Neukölln
       und ein linkes Hausprojekt in Wedding. Betroffen waren auch zwei Wohnungen
       in Hamburg und je eine in Düsseldorf und im brandenburgischen Kyritz. Den
       vier Beschuldigten im Alter von 28, 31, 35 und 36 Jahren wird
       verfassungsfeindliche Sabotage vorgeworfen. Es handelt es sich um zwei
       Männer und zwei Frauen.
       
       Am 9. September 2025 hatte ein nächtliches Feuer Starkstromkabel im
       Südosten weitgehend zerstört. In einem Bekennerschreiben im Internet war
       von einem Angriff auf den Technologiepark Adlershof und die dortigen Firmen
       und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- und
       Nanotechnologie, Raumfahrt sowie Sicherheits- und Rüstungsindustrie die
       Rede. Betroffen waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000
       Gewerbebetriebe.
       
       19 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Stromausfall-in-Berlins-Suedosten/!6112449
   DIR [2] /Razzia-nach-Stromanschlag/!6165350
       
       ## TAGS
       
   DIR Kritische Infrastruktur
   DIR Stromnetz
   DIR Razzia
   DIR Stromausfall
   DIR Brandanschlag
   DIR Stromnetz
   DIR Brandanschlag
   DIR Schwerpunkt G20 in Hamburg 
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Razzia nach Stromanschlag in Berlin: Auf der Suche nach Beweisen
       
       Die Polizei durchsucht nach einem Anschlag im Technologiepark Adlershof
       mehr als ein Dutzend Objekte. Ermittelt wird gegen vier Verdächtige,
       Haftbefehle gibt es keine.
       
   DIR Stromausfall in Berlins Südosten: Polizei vermutet politisches Motiv hinter Brandanschlag
       
       Ein mutmaßlicher Anschlag auf zwei Strommasten führt zu einem großen
       Stromausfall. Weitere Anschläge gibt es mit Bezug zur Rigaer 94.
       
   DIR Vorwurf Linksextremismus: Razzia gegen Autonome
       
       In Berlin lässt die Bundesanwaltschaft Linke und eine anarchistische
       Bibliothek durchsuchen. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung.