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       # taz.de -- EU-Methanverordnung: Keine Strafen für den Klimakiller Methan
       
       > Die EU-Kommission will zwar an der Methanverordnung festhalten – aber
       > Gas- und Ölunternehmen die Strafen erlassen, wenn sie dagegen verstoßen.
       
   IMG Bild: Auch hier kommt immer wieder LNG-Gas aus den USA an: Terminalschiff „Neptun“ auf Rügen
       
       Neuer Rückschlag für den Klimaschutz in der EU: Nach dem Emissionshandel
       will die EU-Kommission nun auch die Methanverordnung aufweichen. Auf Druck
       der Trump-Administration in den USA schlägt die Brüsseler Behörde vor,
       Strafzahlungen für Gas- und Ölunternehmen für drei Jahre bis 2029
       auszusetzen. Damit wird der Handel mit dem Klimakiller Methan erleichtert.
       
       Methan heizt das Klima über einen Zeitraum von 20 Jahren über 80-mal
       stärker auf als CO₂, es entweicht etwa bei der [1][Gasförderung durch
       Fracking]. Methan-Emissionen seien für fast 40 Prozent des Klimaschadens
       verantwortlich, der durch importiertes Fracking-Gas aus den USA entsteht,
       kritisiert die Deutsche Umwelthilfe. Dennoch steigen die EU-Importe dieses
       Gases ständig an.
       
       Trumps Administration hatte mächtig Druck gemacht, um die EU-Regeln für
       Methan zu lockern. Nun ist Brüssel eingeknickt – „um
       [2][Versorgungsunterbrechungen zu vermeiden]“, erklärte die EU-Kommission.
       
       Damit höhlt die EU-Behörde die 2024 erlassene Methanverordnung aus. Sie
       sieht eine strikte Überwachung der Methanemissionen in den Lieferketten
       vor. Verstöße sollten ab 2027 mit Strafen geahndet werden. Für ausländische
       Lieferanten sollten dieselben Pflichten gelten für wie EU-Produzenten.
       
       ## „Angriff auf den Green Deal“
       
       Das [3][war den USA ein Dorn im Auge]. Aber auch Deutschland und viele
       andere EU-Staaten hatten ein Problem, sie haben die Sanktionsregelungen
       noch gar nicht eingeführt. Ihnen kommt der Aufschub der Strafzahlungen
       daher gelegen. Auch die EU-Kommission hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht;
       zur Umsetzung fehlen noch einige Rechtsakte.
       
       Vor diesem Hintergrund atmet Brüssel auf: Man hat sich neuen Ärger mit der
       Trump-Administration erspart und ist der heimischen Industrie
       entgegengekommen. Auch die Bundesregierung ist erleichtert, dort waren sich
       Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Umweltminister
       Carsten Schneider (SPD) in die Haare geraten.
       
       Verärgert sind dagegen Umwelt- und Klimaschützer. Die Deutsche Umwelthilfe
       spricht von einem „Angriff [4][auf den Green Deal]“. Der Anreiz für
       Investitionen in klimafreundliche Verfahren werde geschwächt. Ohne
       Sanktionen bestehe die Gefahr, dass der Klimaschutz-Effekt der Verordnung
       verpufft.
       
       21 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.bundesumweltministerium.de/themen/wasser-und-binnengewaesser/grundwasser/grundwasserrisiken-hydraulic-fracturing
   DIR [2] /Analyse-einer-Denkfabrik/!6186105
   DIR [3] /Potentes-Treibhausgas/!6177018
   DIR [4] /Expertin-ueber-Gefahr-einer-Finanzkrise/!6194432
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Eric Bonse
       
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