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       # taz.de -- Kunstbiennale Venedig: EU-Förderung offiziell gestrichen
       
       > Zunächst war es eine Drohung, jetzt ist es offiziell: Die EU-Förderung
       > für die Kunstbiennale in Venedig wurde eingestellt. Grund ist die
       > Teilnahme Russlands.
       
   IMG Bild: Demonstranten erinnern vor dem russischen Pavillon auf dem Gelände der Kunstbiennale 2026 an den russischen Angriffskrieg
       
       Jetzt ist es offiziell: Die EU-Kommission beendet ihre finanzielle
       Unterstützung für die Kunstbiennale von Venedig. Wie der Deutschlandfunk
       Kultur berichtet, hat die Europäische Exekutivagentur für Bildung und
       Kultur (EACEA) beschlossen, den mit zwei Millionen Euro dotierten Zuschuss
       an die Fondazione La Biennale di Venezia einzustellen. Ein
       Kommissionssprecher begründete die Entscheidung damit, dass mit
       europäischen Steuergeldern finanzierte Kulturvorhaben demokratische Werte
       sowie offenen Dialog und Meinungsfreiheit fördern sollten, Werte, die im
       heutigen Russland nicht geachtet würden. Die Biennale-Leitung wertete dies
       als „politische Entscheidung“, gegen die man vorgehen wolle.
       
       Ausgelöst hatte den Konflikt die Ankündigung im März, [1][dass Russland
       erstmals seit Kriegsbeginn] wieder mit einem eigenen Beitrag in den
       Giardini vertreten sein würde. Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco
       sprach von einer „Diplomatie der Schönheit“, ein Vorstoß, der in Kyjiw
       scharf kritisiert wurde und selbst die italienische Regierung auf Distanz
       gehen ließ. Die Rückkehr Russlands wurde [2][als „kulturelle
       Spezialoperation“ bezeichnet], da die designierte Leiterin des russischen
       Pavillons familiäre Verbindungen zur Rüstungsindustrie des Landes habe.
       
       Zu den Kontroversen um diesjährige Kunstbiennale zählte auch [3][der
       Rückzug Südafrikas] von der Kunstschau und die spätere Rückkehr des
       abgesagten Projekts „Elegy“ der Künstlerin Gabrielle Goliath. Kurz vor der
       Eröffnung im Mai [4][trat zudem die gesamte internationale Jury aus
       Protest] gegen die Teilnahme Russlands und Israels zurück; statt einer
       Fachjury sollen nun die Besucher:innen per Abstimmung über die Löwen
       entscheiden – im November, zum Ende der Ausstellung. [5][Auch dies wurde
       boykottiert].
       
       Die EU reagierte zunächst [6][mit einer Drohung], den Zuschuss auszusetzen
       und machte diese nun wahr. Für die Stiftung ist der Wegfall der zwei
       Millionen Euro vor allem ein symbolischer Einschnitt: Trotz der Kontroverse
       verzeichnete die Biennale deutlich höhere Besucherzahlen als zu Beginn der
       Ausgabe 2024.
       
       22 Jul 2026
       
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