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       # taz.de -- Gerichtsvorladung zurückgezogen: Erfolg für „New York Times“ bei Streit mit Trump-Regierung
       
       > Nach einer unliebsamen Enthüllung über Trumps Flugzeug will die
       > US-Regierung Aussagen von Journalisten erzwingen – und nun macht sie
       > einen Rückzieher.
       
   IMG Bild: „New York Times“: Reporter sollten vor einer Grand Jury aussagen
       
       dpa | Nach Berichterstattung über die neue Präsidentenmaschine von Donald
       Trump erhielten mehrere New-York-Times-Journalisten Vorladungen der
       Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan – nun hat das US-Justizministerium
       angekündigt, diese zurückzuziehen. Das berichteten mehrere US-Medien aus
       einer Anhörung vor einem Gericht in New York. Der Anwalt der New York
       Times, David McCraw, sprach von einer „wichtigen Bestätigung des
       Bekenntnisses unseres Landes zur Pressefreiheit“.
       
       Man freue sich, dass [1][die Regierung] eingeräumt habe, dass die
       Vorladungen gegen das Gesetz verstießen, teilte er der Deutschen
       Presse-Agentur auf Anfrage mit. Doch es hätte gar nicht erst dazu kommen
       dürfen. Die Journalistinnen und Journalisten der Zeitung würden sich von
       solchen Taktiken nicht einschüchtern lassen, betonte McCraw.
       
       ## Worum es geht
       
       Die Zeitung hatte vor knapp zwei Wochen berichtet, dass mehrere ihrer
       Reporter Vorladungen erhalten hatten, nachdem sie über angebliche
       Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine von Trump berichtet
       hatten. Die Reporter sollten demnach vor einer Grand Jury aussagen. Doch
       die [2][New York Times] setzte sich dagegen zur Wehr.
       
       Bei der Anhörung am Donnerstag erklärte der zuständige Richter laut ABC
       News, er werde die Vorladungen für nichtig erklären, sollte das
       Justizministerium sie nicht zurückziehen. Ein ranghoher Beamter der
       Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan habe wiederum gesagt, die
       US-Regierung sei bereit, die Vorladungen zum jetzigen Zeitpunkt
       zurückzuziehen, berichteten der US-Sender und die New York Times
       übereinstimmend.
       
       Der Anwalt der Zeitung, McCraw, hatte vergangene Woche laut Mitteilung
       gesagt, die Vorladungen seien „in böser Absicht erwirkt worden, um die
       Times für ihre Berichterstattung abzustrafen“. Die Zeitung habe deshalb vor
       Gericht beantragt, die Vorladungen aufzuheben. Begründet wurden die
       Vorladungen laut der Zeitung lediglich mit einem nicht näher ausgeführten
       mutmaßlichen Verstoß gegen Bundesstrafrecht.
       
       ## Warum Trumps Präsidentenmaschine im Fokus steht
       
       Die Journalisten hatten unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump
       habe auf Anraten des Secret Service den Flug vom Nato-Gipfel in der Türkei
       zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Air Force One
       absolviert. Demnach ging es dabei um Sicherheitsbedenken. Erst in
       Mildenhall stieg Trump in die neue, von Katar geschenkte Maschine um.
       
       In einem weiteren Artikel schrieb die Zeitung, die neue Maschine verfüge
       bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen
       Präsidentenflugzeugs. Die Regierung und Trump selbst hatten bestritten,
       dass Sicherheitsbedenken der Grund für den Flugzeugwechsel gewesen seien.
       Vor wenigen Tagen kündigte Trump allerdings eine Nachrüstung der Maschine
       an, ohne dabei ins Detail zu gehen.
       
       Der US-Präsident geht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verstärkt gegen
       Medien vor. Das Justizministerium hatte in diesem Jahr bereits versucht,
       Aussagen von Journalisten des Wall Street Journal und der [3][Washington
       Post] in Ermittlungen zu Enthüllungen zu erzwingen. Nach juristischem
       Widerstand der Medienhäuser wurden auch diese Vorladungen später
       zurückgezogen.
       
       24 Jul 2026
       
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