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       # taz.de -- Alle Artikel von Petra Schellen
       
   DIR Literaturpreis für Graswurzel-Lyrik: Die Poesie des Lieferfahrers 
       
       Der chinesische Essenslieferant Wang Jibing erhält für seine Gedichte den
       renommierten chinesischen Lu-Xun-Literaturpreis. Das ist ein echtes Novum. 
       
   DIR Osloer Mahnmal für Attentat-Opfer : Das Grauen unter der Oberfläche
       
       In Oslo ist eine Mosaikwand enthüllt worden, die der Opfer des
       rechtsextremen Attentats von 2011 gedenkt. Es ist der Versuch einer
       Wiederaneignung.
       
   DIR die ortsbegehung: Bei dieser Orgel geht es ohne Pomp
       
       Der Schriftsteller Hans Henny Jahnn hat auch Orgeln gebaut. Seine größte
       erhaltene in Hamburg in einer Schule hätten in den 1920ern Deutschnationale
       fast noch verhindert
       
   DIR Kuratorin über koloniale Fotos  : „In Peru ist das Interesse an Wiederaneignung groß“
       
       Hamburgs ethnologisches Museum MARKK sucht in der Schau „Bilderechos aus
       Peru“ auf Fotos auch nach Hinweisen auf vorkoloniale queere Praktiken.
       
   DIR Häufig den Beruf wechseln: „Man kann sein Leben nicht planen“
       
       Eberhard Michaely hat schon vieles gemacht: Er war Musiker, betrieb einen
       Spielwarenladen, jetzt ist er Busfahrer in Hamburg. Und schreibt nebenbei
       Krimis.
       
   DIR Puppenspielerin übers Strippenziehen: „Eine Hierarchie der Manipulation“
       
       Sara Angius will mit ihrem Puppentheaterstück „Sabotage“ in Braunschweig
       Abhängigkeiten offen legen. Dahinter steht die Frage nach dem freien
       Willen.
       
   DIR Neue Ethik bei Foto-Triennale Hamburg: Als die Haarlocke der Mumie in der Elbe versank
       
       Hamburgs 9. Triennale der Photographie macht in 11 Ausstellungen das Foto
       zum Medium kultureller Wiedergutmachung – und fordert eine neue Ethik des
       Altruismus.
       
   DIR Kunstprojekt blickt auf NSU-Terror : „Die Aufklärung ist zumindest  lückenhaft“
       
       Katharina Kohls Projekt „Gedächtnislücken#revisited“ beleuchtet die
       NSU-Aufarbeitung. Ganz geklärt sind die zehn rassistischen Morde bis heute
       nicht.
       
   DIR Kampf gegen Genitalverstümmelung: „Ich  war  ja  schon  immer  die  Rebellin  der  Familie“
       
       Binta Bah, die aus Gambia vor Frühehe und Beschneidung floh, hat in Bremen
       den Verein Lundu gegründet, um betroffenen Frauen zu helfen.
       
   DIR Schwarze Autorin über die Nachkriegszeit:  „Ich wurde regelmäßig auf der Straße beschimpft“ 
       
       Marion Kraft wuchs als Schwarzes Kind im rassistischen
       Nachkriegsdeutschland auf. Jetzt liegt ihr biografisch inspiriertes
       Romandebüt vor.
       
   DIR Chronist über HSV in der NS-Zeit: „Fast alle HSV-Funktionäre waren in der NSDAP“
       
       Der HSV hat sich dem NS-Regime gern angedient. Werner Skrentnys neues Buch
       „Die Raute unterm Hakenkreuz“ bietet auch bislang unbekannte Geschichten. 
       
   DIR Stadtarchiv Köln: Die offene Wunde in der Stadt
       
       Seit das Stadtarchiv vor 17 Jahren beim U-Bahn-Bau einstürzte, klafft in
       Köln eine Lücke. Die Restaurierung der Archivalien wird noch lange dauern.
       
   DIR Schau über eine frühe Frauenkunstschule: Frauen am Rande der Wahrnehmung
       
       Eine Ausstellung in Stade erinnert an eine frühe private Kunstschule für
       Frauen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte sie professionelle
       Ausbildung.
       
   DIR Neuer Chef des Alfred-Wegener-Instituts: Auf Augenhöhe mit Alaskas Native Tribes 
       
       Polarforscher Hajo Eicken ist nach 30 Jahren in Alaska neuer Leiter des
       Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts. Er setzt auf Interdisziplinarität. 
       
   DIR Philosophin über Verletzlichkeit: „Der Gewaltbegriff hat sich enorm erweitert“
       
       Seit Traumatisierbarkeit und Verletzbarkeit den Diskurs prägen, wächst die
       Cancel Culture. Aber auch die fruchtbare Selbstermächtigung von Opfern.
       
   DIR Historiker über NS-Todesmärsche: „Eins der größten Verbrechen der NS-Endphase“
       
       Anfang 1945 wurden KZ-Häftlinge auf „Todesmärsche“ gezwungen. In
       Schleswig-Holstein führten sie zur „Cap Arcona“, die durch britische Bomber
       sank.
       
   DIR Sterbebegleiterin über Spiritualität: „Wichtig ist, dass man die Stille aushält“
       
       Die Initiative „Your Rime-Care“ will bundesweit spirituelle
       Sterbebegleitung koordinieren. Sie ist buddhistisch orientiert und
       konfessionsoffen.
       
   DIR Forscher über museale Erwerbspraktiken: „Die Kolonisierten wurden eingeschüchtert“
       
       Erpressung war gang und gäbe: Provenienzforscher Aziz Sandja ergründet, wie
       in der Kolonialzeit rituelle Objekte in europäische Museen kamen.
       
   DIR Arbeit am Kölner Dom: „Man muss Geduld haben“
       
       Bei so einem Bauwerk dauert alles viel länger, als man denkt, sagt die
       ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner.
       
   DIR Autorin über Frauen in der Lebensmitte: „Das Gefühl der Überforderung ist sehr präsent“
       
       33 Frauen zwischen 40 und 50 kommen in Lina Muzurs Buch „Frauenprobleme“ zu
       Wort. Sie stehen unter Dauerstress und müssen mit dem Altern klarkommen.