# taz.de -- Alle Artikel von Helmut Böttiger
DIR Buch über den Spanischen Bürgerkrieg: Idealisten, Zyniker und gekränkte Irre
Zwischen den Fronten: Paul Ingendaay beschreibt den Spanischen Bürgerkrieg
mit überraschenden Volten und einer Vorliebe für literarische Aperçus.
DIR Lyrik von Ulf Stolterfoht: Kleine klapperdürre Krallenfüße
Schwer zu greifendes Federvieh: Ulf Stolterfohts anarchisch-ästhetischer
Großzyklus „rückkehr von krähe“.
DIR Herzmuschelbänke
Thomas Hettches Roman „Liebe“ ist mit allen Wassern des Erzählens, der
Philosophie und der Sehnsucht gewaschen und betreibt ein raffiniertes Spiel
mit Dingen, die nicht zu beschreiben sind
DIR Barbara Honigmann „Mischka“: Zwischen Rosenhügeln und Ersatzmüttern
Ein internationales Kulturbürgertum, das nie eine konkrete Verortung hatte:
Barbara Honigmann beschreibt das jüdisch-kommunistische Milieu des 20.
Jahrhunderts.
DIR Tagebücher von Arno Schmidt: Der eigenen Radikalität nicht gewachsen
Das einzig erhaltene Tagebuch von Arno Schmidt behandelt die Jahre von 1957
bis 1962. Es zeigt das Bild eines rastlosen, genialischen Einzelgängers.
DIR Anja Kampmann Roman: Als die Nazis kamen
Wie über eine Gesellschaft schreiben, in der sich die Schlinge zuzieht? So
wie Anja Kampmann in „Die Wut ist ein heller Stern“, der in den 30er Jahren
spielt.
DIR Neue Gedichte von Esther Kinsky: Ein Lied über die Ewigkeit
Esther Kinskys vielschichtiger Gedichtzyklus „Heim.Statt“ umkreist einen
zentralen Komplex der Menschheitsgeschichte: Auswanderung, Flucht und
Gewalt.
DIR Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel: Witzig, skurril und voller Hoffnung
Die Schriftstellerin Ursula Krechel hat den Büchnerpreis 2025 verliehen
bekommen. Nach Gedichten und Essays schrieb sie jüngst vor allem Romane.
DIR Briefwechsel mit Heinrich Böll: Ingeborg Bachmann schrieb lange aus männlicher Perspektive
Der Briefwechsel zwischen Bachmann und Böll führt in eine Zeit, in der
Rollenspiele für eine Frau im Literaturbetrieb überlebenswichtig waren.
DIR Abschiedsvorlesung Joseph Vogl: Das Flirren der Literatur in Vorkriegszeiten
Joseph Vogl hatte sich am Anfang seiner akademischen Laufbahn dem „Zaudern“
gewidmet. Nun rundet sich das mit Überlegungen zur Schwerelosigkeit.
DIR Kultdichter Rolf Dieter Brinkmann: Der Popliterat als deutsches Genie
„Westwärts 1 & 2“ von Rolf Dieter Brinkmann erscheint neu. Flankiert wird
das Werk von der ersten Biografie über den umsrittenen wie herausragenden
Lyriker.
DIR Neuer Roman von Monika Zeiner: Schwarze Pädagogik und Discofox
In Monika Zeiners großem Epochenroman „Villa Sternbald“ schreiben
Schulmöbel Geschichte. Die Autorin arbeitet mit abgründiger Melancholie und
Ironie.
DIR Roman von Maylis de Kerangal: Ganz nah an der Realität
In „Weiter nach Osten“ versucht ein russischer Rekrut dem Militärdienst zu
entgehen. Eine Erzählung aus der Transsibirischen Eisenbahn.
DIR Roman über das beginnende Alter: Der Viagra-Mann, die Palliativbetreuung und die Sehnsucht
Die Rushhour des Lebens ist abgehakt – und dann? Die Schriftstellerin
Sabine Peters beschreibt in ihrem neuen Roman „Die dritte Hälfte“ des
Daseins.
DIR Klassiker Heinrich Böll und Uwe Timm: Emotionale Wirkungstreffer
Vor 50 Jahren erschienen Timms „Heißer Sommer“ und Bölls „Die verlorene
Ehre der Katharina Blum“. Wie aktuell sind die Bücher heute?
DIR Wie ein frisch geschärftes Metzgermesser
Ein Lette in Pfifferlingen: Das „Schwäbische Capriccio“ von Anšlavs Eglītis
aus dem Jahr 1951 wird jetzt wiederentdeckt
DIR Ingeborg Bachmanns Tagebücher: Diese dubiose Freiheit
„Senza casa“, ein Band mit bisher unbekannten Aufzeichnungen Ingeborg
Bachmanns, bringt ihr Streben nach Unabhängigkeit auf den Punkt.
DIR Büchnerpreis für Autor Oswald Egger: Die Worte treiben nach oben
Was tue ich, während ich denke, dass ich spreche? Lyriker Oswald Egger
leuchtet Möglichkeiten der Sprache aus. Nun erhält er den Büchnerpreis.
DIR Dieses so rätselhafte wie lebendige Innenleben
Thomas Lehr geht auf Augenhöhe, Hans-Gerd Koch beleuchtet die Familie,
Rüdiger Safranski lässt ihn um sein Leben schreiben: ein Überblick über
neue Bücher zu Kafka
DIR Anne Webers Roman „Bannmeilen“: Erkundung der absoluten Gegenwart
Wo Sarkozy kärchern wollte und Asterix erfunden wurde: Anne Weber spaziert
in ihrem Roman „Bannmeilen“ durch die berüchtigte Banlieue von Paris.