# taz.de -- Erinnerungskultur
DIR Umstrittener Straßenname in Franken: SA-Mann ist raus
Wie kann man eine Straße nach einem SA-Mitglied benennen? Vier Jahre
brauchte der Gemeinderat in Allersberg, um eine Fehlentscheidung zu
revidieren.
DIR NSDAP-Mitgliedskarteien: Echte Aufklärung oder Beruhigungspille?
Halb Deutschland informiert sich gerade, ob Uropa Ernst oder Großtante Erna
bei den Nazis mitgemacht haben. Warum dahinter mehr als nur Neugier steckt.
DIR Die Wahrheit: Im Wachshalla der Semiprominenz
Der notorische Rollkragenträger Ulf P. soll endlich zum Kabinettstückchen
bei Madame Tussauds werden.
DIR 100 Tage Rechtsregierung in Chile: Die Rückkehr des Generals
Der rechte Präsident José Antonio Kast betreibt in Chile die neoliberale
Restauration. Nach drei Monaten sind seine Zustimmungswerte eingebrochen.
DIR Genozid an den Armeniern: Vergessen im Namen deutscher Interessen
Vor zehn Jahren hat Deutschland den Genozid an den Armeniern anerkannt.
Heute paktiert die Bundesregierung mit denen, die armenisches Leben
bekämpfen.
DIR Arisierte Villa Rezek und Wiener Moderne: Die Geschichte eines Hauses – die Geschichte einer Stadt
Schönheit trotzt Hass. Die von Hans Glas visionär gestaltete Villa Rezek
erzählt von Utopien im einst jüdischen Wien. Sie ist nun wieder zu
bestaunen.
DIR Zweiter Weltkrieg: Kretas Kriegswunden
Vor 85 Jahren eroberte die deutsche Wehrmacht die griechische Insel. Die
Aufarbeitung der Greueltaten von damals sorgt noch heute für Spannung.
DIR NSDAP-Datenbanken von Spiegel und Zeit: Die Nazi-Dateien sind hilfreich – und keine Gegenwartsflucht
Datenbanken über NSDAP-Mitglieder erleichtern die Ahnenforschung enorm.
Solche Recherchen können auch für heutigen Rechtsextremismus
sensibilisieren.
DIR Podcasterin über Frauen im NS-Widerstand: „Wir zeigen, dass Einzelpersonen viel ausrichten können“
Diana Ringelsiep und Sabrina Waffenschmidt stellen Frauen vor, die sich
gegen die Nazi-Diktatur wehrten. Darunter sind auch völlig Unbekannte.
DIR Völkermord-Gedenken in Berlin: Aus der Mitschuld folgt Verantwortung
Initiativen erinnern an den Genozid an den Armenier*innen im
Osmanischen Reich vor 111 Jahren. Der Gedenktag sollte Teil der deutschen
Erinnerungskultur werden.
DIR Buch über Erinnerungskultur in Spanien: Erinnern, um zu vergessen
Spanien tut sich schwer mit dem Erbe der Franco-Diktatur. Thomas Stölting
plädiert für ein Ende des Schweigens und eine produktive Erinnerungskultur.
DIR Berliner Ausstellung zum Holocaust: Woher das eigene Familiensilber wohl stammen mag
Die „Topographie des Terrors“ widmet sich der Frage, wie weit das Wissen um
den Holocaust an den Juden in der deutschen Bevölkerung verbreitet war.
DIR Dokuzentrum Flucht und Vertreibung: Übernahme erfolgreich abgewehrt
Konservative wollten das Vertriebenen-Dokuzentrum umbauen, NS-Verbrechen
sollten keine zentrale Rolle mehr spielen. Doch der Versuch wurde
abgewehrt.
DIR 50 Jahre Militärputsch in Argentinien: Erinnerungskultur unter Beschuss
Am 24. März 1976 putschte in Argentinien das Militär und ermordete in den
Folgejahren Tausende von Menschen. Manche sind bis heute verschwunden.
DIR US-Archiv und Nazivergangenheit: Wir spielen nicht mit bei eurem Gedächtnistheater
Die digitale Öffnung des US-Nationalarchivs lässt viele Deutsche nach der
NS-Geschichte ihrer Vorfahren suchen: ein Spektakel zur Gegenwartsflucht.
DIR NS-Gedenken in Osnabrück: Aus der Mottenkiste hervorgeholt
Um den richtigen Namen für den Lernort in der ehemaligen
NSDAP-Parteizentrale in Osnabrück gab es jahrelang Streit. Fängt jetzt
alles von vorne an?
DIR Gedenken an einen Völkermörder: Türkische Nationalisten erinnern an den Tod von Tâlat Paşa
In Berlin feiert eine Gruppe den Drahtzieher des Völkermordes an den
Armeniern. Als Gegenveranstaltung lädt ein antirassistischer Verein zu
einem historischen Rundgang.
DIR Auf Spuren einstigen jüdischen Lebens: Straßenschilder der Erinnerung
Seit dieser Woche weisen Markierungen auf das vernichtete Zentrum des
östlichen Judentums im Scheunenviertel in Berlin-Mitte hin.
DIR Deutsche Erinnerungspolitik: Die große Heuchelei
Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die
vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.
DIR Neue Diskussion um sowjetische Ehrenmale: Erklären, nicht abreißen
Vier Jahre nach dem russischen Überfall fordert der Verein Vitsche eine
Neubewertung der sowjetischen Ehrenmale. Abriss aber steht nicht zur
Debatte.
DIR Die DDR: Irgendwann kommt was
Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive
Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen.
DIR Theatermacherin über Barrierefreiheit: „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“
Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur,
Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost.
DIR Kulturkampf um Geschichte der Sklaverei: US-Richterin zieht Orwell-Vergleich
Die US-Regierung will nicht an die Sklaven im Haus von George Washington
erinnern. Nun entschied ein Gericht: Eine Ausstellung dort muss
zurückkehren.
DIR Fotos von Deportationen: Wie die Lörracher bei Deportationen gafften
Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der
Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme
Fragen stellen.
DIR Rechtsextreme Demo in Dresden: Nazis zerstören Dresdner Zerstörungsgedenken
Erneut nutzen über 1.000 Rechtsextreme die Bombardierung im Zweiten
Weltkrieg für ihre Zwecke. Die Erinnerung an den 13. Februar 1945 ist in
der Krise.
DIR Berichterstattung über Holocaust: Welchen Horror wir erwarten
Die bekannten Bilder des Holocaust strukturieren unser Erinnern. Doch was
passiert, wenn Gewalt nur noch dort erkannt wird, wo wir sie erwarten?
DIR Nationalsozialismus in Berlin: Eine Mauer aus erhobenen Armen
Bei der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 erprobten SS und SA offen den
nationalsozialistischen Terror. Wichtig wäre Gegenwehr gewesen – doch die
Zivilgesellschaft versagte.
DIR NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“
Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt
der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und
Mitläufertum.
DIR Gedenken in der Ukraine: Blumen für Opa
Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt.
Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg
wichtig.
DIR Holocaust in der Ukraine: Die Erde voller Knochen
Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch
heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam.
DIR Shoah-Gedenken in Luckenwalde: Wenn ein Rechter Holocaust-Opfern gedenken soll
In der brandenburgischen Kreisstadt soll ein AfD-naher Abgeordneter die
Rede zum Gedenktag halten. Initiativen protestieren, der Bürgermeister gibt
sich machtlos.
DIR Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten
Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und
Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der
Erinnerungskultur braucht.
DIR Susanne Siegerts „Gedenken neu denken“: Uroma war kein Nazi, meinen die Jungen oft
In ihrem Buch schlägt die Journalistin Susanne Siegert einen
Perspektivwechsel beim Blick auf die Verbrechen während der NS-Zeit vor.
DIR Protest gegen Fake-KZ-Bilder: „Für Profit instrumentalisiert“
Gedenkstätten fordern Betreiber sozialer Medien auf, gegen KI-Fälschungen
vorzugehen. Es bahne sich ein Problem mit historischen Fotos an.
DIR Historikerin über Corona-Pandemie: „Alle Stimmen sind wichtig“
Menschen haben die Pandemie sehr unterschiedlich erlebt. Ein Gespräch mit
Historikerin Ute Frevert darüber, wie gemeinsames Erinnern gelingen kann.
DIR Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“
Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach
Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.
DIR Staatsräson: Ein deutscher Sonderweg in die neue Weltordnung?
Intellektuelle kritisieren auf einem Symposium in Zürich die deutsche
Staatsräson – und verabschieden die liberale Bundesrepublik.
DIR Jahrestag von Assads Sturz in Syrien: Gerechtigkeit. Jetzt?
Ein Jahr nach Assads Sturz: Wie entwickeln sich Justiz und Fairness in
einem Syrien im Übergang? Besuch bei Frauen, die sich für Aufarbeitung
einsetzen.
DIR 20 Jahre nach dem Mord: Hatun Aynur Sürücü unvergessen
Can Sürücü erzählt, wie es ihm nach dem Mord an seiner Mutter ging. Dass er
das öffentlich tut, zeigt, wie wichtig Erinnerung an Opfer von Gewalt ist.
DIR Streit um Lenin-Statue in Schwerin: Eine altvertraute Debatte
Lange schon steht eine Lenin-Statue in Schwerin. Nun sorgt die Debatte um
die Ernennung zum Denkmal erneut für unverständlichen Zündstoff.
DIR NS-Vergangenheit eines Komponisten: Ehre, wem keine Ehre gebührt
Richard Trunk war Komponist – und Nationalsozialist der ersten Stunde.
Seine Heimatstadt will Straßen und Schule aber weiter nach ihm benannt
sehen.
DIR Forschung zu Shoa-Überlebenden: Die Stimme der Überlebenden
Birgit Mair sammelt Stories von Holocaust-Überlebenden, besucht mit ihnen
Schulen, stellt sich gegen rechts. Sie erinnert, ohne dabei zu zerbrechen.
DIR NS-Dokumentationszentrum Hamburg: Investor will NS-Gedenken steuerlich absetzen
Das NS-Dokuzentrum am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg sollte 2026 fertig
werden. Nun kommt raus: Die Planungen sind wegen des Investors gestoppt.
DIR Diskussion um Kühne-Oper in Hamburg: Die beste Adresse
Der Stifter von Hamburgs neuem Opernhaus steht wegen der NS-Geschichte
seines Unternehmens in der Kritik. Es gibt eine Idee, die Leerstelle
aufzuzeigen.
DIR Mahnmal gegen sexualisierte Gewalt: Das Politische bitte nur im Privaten
Im Streit um die Friedensstatue in Moabit lehnt der Korea-Verband einen
Umzug weiter ab. Der Bezirk würde das Mahnmal gern auf Privatgelände
stellen.
DIR Beamte stürmen NS-Gedenkstätte: Antifa-Zeltlager unter Verdacht
Einsatzkräfte stürmten eine Kärntner Gedenkstätte. Die Teilnehmenden
wollten an die dort 1945 ermordeten Slowen:innen erinnern und Widerstand
diskutieren.
DIR Unsterblich durch KI-Zwilling: Opa für immer
Wolfgang Hoeltgen, 78, bastelt an seiner digitalen Unsterblichkeit – mit
einem KI-Zwilling. Ist das Spielerei oder Zukunft?
DIR Indonesien und Westpapua: Eine neue Geschichte wagen
Indonesiens Präsident will die Landesgeschichte neu schreiben lassen. Die
indigenen Papuaner müssen mitwirken, sonst bleibt es ein Monolog der Macht.
DIR Bildungsreferentin über Kolonialismus: „Viele junge Menschen erleben koloniale Kontinuitäten“
Viktoria Zvolski findet Wege, um Jugendliche für Erinnerungskultur zu
begeistern. Denn im Schulunterricht kommt das zu kurz.
DIR Deutsche Bahn und NS-Widerstand: Wer war Fritz Kittel?
Die Deutsche Bahn löst eine Ausstellung zu Widerstand im
Nationalsozialismus auf. Dabei wäre es möglich gewesen, die Schau privat
weiterzuführen.