# taz.de -- Deutsches Theater
DIR Szenische Einrichtung neuer Theatertexte: Die Wucht der Wörter
Es geht um Soapstars, den Tod und Kiefern: Am Deutschen Theater Berlin
gingen die Autor*innen-Theatertage mit einer langen Nacht zu Ende.
DIR Berliner Premiere von „Polaris“: In der Arktis dehnt sich die Zeit
Jan Christoph Gockel inszeniert „Polaris“ am Deutschen Theater. Im endlosen
Weiß der Bühne werden Geschichten gegen den Wahnsinn erzählt.
DIR Neue Dramen: Die Suche nach dem Trotzdem
Kann die Kunst noch was reißen, wenn die Politik versagt? Das Theater
strengt sich mächtig an, wie die Autor:innenTheaterTage in Berlin
zeigen.
DIR Neues Drama von Caren Jeß in Berlin: Lachen auch mit durchgeglühtem Hirn
Schräge Vögel und Dialoge, die Verwirrung stiften im System der
Überzeugungen: In Berlin wurde Caren Jeß’ Stück „Bookpink New Arrivals“
uraufgeführt.
DIR Premiere von „Automatenbüfett“ am DT: Angel dir einen
Jan Bosse inszeniert „Automatenbüfett“ von Anna Gmeyner am Deutschen
Theater in Berlin als liebevolles Trash-Spektakel, das aber auch nervt.
DIR „Lonely Hearts“ am DT Berlin: Mit dem Gefühl nicht alleine
Ist Einsamkeit ein Strukturproblem? Im Deutschen Theater Berlin ging man in
„Lonely Hearts“ den Gründen fürs Alleinsein nach.
DIR „Fake Jews“ am DT in Berlin: Nicht der Erste, nicht der Letzte
Es ist eine knallharte Bestandsanalyse. Noam Brusilovsky geht am Deutschen
Theater mit Humor dem Phänomen des eingebildeten Jüdischseins nach.
DIR Erpenbeck am Deutschen Theater Berlin: Zugriff aus der Halbdistanz
Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ ist nicht nur beliebter Abiturstoff,
auch auf die Bühne drängt er. Am DT versucht sich Alexander Eisenach daran.
DIR SciFi-Essay als Schauspiel: Das Universum antwortet nicht
Zukunft mit großem Aschenbecher: Das Deutsche Theater Berlin zeigt
Stanisław Lems Essay „Eine Minute der Menschheit“.
DIR Theaterstück nach Kae Tempest: Illustration durch die Hintertür
Am Deutschen Theater Berlin inszeniert Sebastian Nübling „Let them eat
Chaos“ als Stationendrama. Der Drive des Originals leidet etwas.
DIR Stück über das Leben der Philosophin: Schafft drei, vier, fünf Hannah Arendts!
Am Deutschen Theater in Berlin arbeitet man sich in „Die drei Leben der
Hannah Arendt“ durch ihre Biografie. Mehr als Wikipedia-Enactment ist das
nicht.
DIR Inklusives Theater in Berlin gefährdet: Ramba Zamba braucht mehr Geld
Kostensteigerungen und knappe Förderungen bedrohen das inklusive Theater
RambaZamba. Mit einem Offenen Brief sendet der Intendant ein Notsignal.
DIR Puppenspiel Neville Tranters in Berlin: Selbst der Tod ist schlecht gelaunt
Von den letzten Tagen im Führerbunker erzählte Puppenspieler Neville
Tranter in „Schicklgruber“. Nikolaus Habjan inszeniert es am Deutschen
Theater neu.
DIR „Hinkemann“ am DT Berlin: Keine Kraft zum Träumen
Dieser „Hinkemann“ wird in die Theatergeschichte eingehen: Anne Lenk
inszeniert Ernst Toller am Deutschen Theater Berlin.
DIR „Neues Fleisch“ im Deutschen Theater: Gefährlicher Hunger nach Nähe
Mit seiner Virtual-Reality-Produktion lädt Theatermacher Arne Vogelgesang
Besucher*innen in ein psychologisches Labor zum Thema Kannibalismus.
DIR Deutschkroatische Regisseurin: Durchgewalkt von Kopf bis Fuß
Anita Vulesica ist Schauspielerin, Sprachakrobatin, Komödiantin und
Regisseurin. Gerade arbeitet sie an einem Stück über Konzernchefinnen.
DIR Familientragödie im Deutschen Theater: Das Stück mit den Flaschen
Eugene O’Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ wird in Berlin
gezeigt. Es ist in kurzer Zeit die vierte Inszenierung des Klassikers.
DIR Kürzungen in der Hauptstadt: Kampf um Berlins Kultur
In der Debatte um die drastischen Einsparungen der Berliner Landesregierung
im Kulturbereich teilt Monika Grütters (CDU) gegen ihre Parteifreunde aus.
DIR Portrait von Regisseurin Pınar Karabulut: „Ohne Kultur gibt es keine Demokratie“
Pınar Karabulut steht für pompös-kitschige Theater- und
Operninszenierungen. Hier spricht sie über ihren Werdegang und die Gefahren
der Kulturkürzung.
DIR Peter Pan im Deutschen Theater Berlin: Zwei ist der Anfang vom Ende
Der Traum von ewiger Jugend wird in „Wasteland: Peter Pan“ zum Albtraum.
Die Kollektiv-Inszenierung gleicht einer unfertigen Baustelle mit viel
Potenzial.
DIR T.C. Boyles „Blue Skies“ im Theater: Kleine und große Katastrophen
Das Deutsche Theater bringt T. C. Boyles Roman „Blue Skies“ auf die Bühne.
Es ist ein Stück zwischen Klimakrise und Ehedämmerung.
DIR Fellini-Adaption am DT Berlin: Bumm bumm bumm
Wie wird es weitergehen? Düstere Aussichten auf und hinter der Bühne
verhieß ein Abend am Deutschen Theater in Berlin: „Das Schiff der Träume“.
DIR Autorentheatertage in Berlin: Nadelöhr der deutschen Geschichte
Wo steht die deutschsprachige Dramatik? Eine Antwort geben die
Autorentheatertage am Deutschen Theater in Berlin. Ein Blick auf die Texte.
DIR Neues Stück am Deutschen Theater Berlin: Tote erzählen andere Geschichten
Am Deutschen Theater hat Jan-Christoph Gockel „Der Schimmelreiter / Hauke
Haiens Tod“ inszeniert. Zusammengearbeitet hat er mit dem RambaZamba
Theater.
DIR „Malina“ und „hildensaga“ in Berlin: Gefangen in Erwartungsmustern
Frauen werden zum Verschwinden gebracht. Davon erzählen zwei
Theater-Inszenierungen, „Malina“ und „hildensaga. ein königinnendrama“.
DIR Penthesilia von Nino Haratischwili: Plädoyer für Tod und Unentschieden
Autorin und Regisseurin Nino Haratischwili zeigt am Deutschen Theater
Berlin eine Penthesilea zwischen Liebe und Krieg – auf Deutsch und
Georgisch.
DIR Puppenspiel am Deutschen Theater: Die Rache des Magister Frickl
Die neuen Stars am Theaterhimmel heißen Maria und Max von Trüb. Hinter
ihnen stehen die Puppenspieler Nikolaus Habjan und Neville Tranter.
DIR Buch von Esther Slevogt: Bergung eines verlorenen Schatzes
Es ist ein Buch über die aufregende Geschichte des Deutschen Theaters
Berlin, das viel über die Potenziale der Kunst erzählt.
DIR Dadaismus am Deutschen Theater Berlin: „Da steht ein Mann!“
Die Ursonate von Kurt Schwitters ist ein lautmalerisches Meisterwerk.
Claudia Bauer inszeniert sie als Komödie über Machtgelüste.
DIR Theaterstück „Männerphantasien“ am DT: Freikorps, Vorstadtgrill, Femcels
Theresa Thomasberger wagt sich am Deutschen Theater in Berlin an ein Update
von Klaus Theweleits Studie über den soldatischen Mann.
DIR „Edward II.“ am Deutschen Theater Berlin: Nur Geilheit im Kopf
Als Drama der englischen Renaissance ist „Edward II.“ ein beliebter
Klassiker. Seine Neuinszenierung am DT setzt schwer auf Sadomasofantasien.
DIR Rainald Goetz am Deutschen Theater: Ein Abstieg in die Hölle
Rechte verstehen sich traditionell als Beschützerin der Familie. Warum?
Eine Antwort sucht Rainald Goetz in „Baracke“, inszeniert von Claudia
Bossard.
DIR Spielzeitbeginn Deutsches Theater Berlin: Von Osten wirkt das Universum öde
Das DT Berlin zeigt „Weltall Erde Mensch“ von Alexander Eisenach. Damit
setzt die neue Intendantin, Iris Laufenberg, ganz unprätentiös auf
Bewährtes.
DIR Abschied vom Deutschen Theater: „Da muss man Druck aufbauen“
Intendant Ulrich Khuon verlässt das DT in Berlin und legt in Zürich ein
Zwischenspiel ein. Ein Gespräch über Gemeinschaft und Diversität am
Theater.
DIR Theaterfestival Radar Ost in Berlin: Sein oder nicht sein
Um Fluchten und Heimatlosigkeit ging es beim Festival Radar Ost im
Deutschen Theater Berlin. Mit Künstlern aus der Ukraine, Belarus und
Georgien.
DIR Inszenierung am Deutschen Theater Berlin: Sprechchöre und Klanginferno
Ulrich Rasche zwingt „Leonce und Lena“ in eine brutale Tretmühle mühsamen
Müßiggangs. Es ist vielleicht die schwärzeste Inszenierung des Jahres.
DIR Tschechow am Deutschen Theater: Altern als Vollzeitbeschäftigung
Auf der Bühne ein Mummenschanz. Der exilrussische Gastregisseur Timofej
Kuljabin inszeniert Tschechows „Platonow“ als Liebesdrama im Altersheim.
DIR Uraufführung am Deutschen Theater Berlin: Vor allem Spieltrieb
Max Stirners „Der Einzige und sein Eigentum“ spukt böse in der
Subjektphilosophie. Am Deutschen Theater in Berlin wird daraus anregendes
Musiktheater.
DIR Neues Buch von Wolfram Lotz: Wippen, wippen, wippen
Bloß keinen Sinn produzieren: Wolfram Lotz probiert in seinem Textklotz
„Heilige Schrift 1“ Maßnahmen zur Erneuerung des Schreibens.
DIR „Unspoken“ am Deutschen Theater: Beziehungsarbeit auf der Bühne
In der Doku-Oper „Unspoken“ am Deutschen Theater reden jugendliche
Schauspieler:innen mit ihren Eltern. Manches bleibt dabei
unausgesprochen.
DIR Theatervorschau für Berlin: Die Trauer als Vogel
Biografischer Zerfall, eine verstorbene Frau, die plötzlich als Krähe vor
der Tür steht und Körper, die sich ihren Weg durch die Dystopie bahnen.
DIR Theatervorschau für Berlin: Die Britney in uns allen
Überall Abhängigkeiten: das DT zeigt Tolstois „Auferstehung“, das
Schlossparktheater „Rent a Friend“. Pop und Macht mit „It’s Britney, Bitch“
am BE.
DIR Theatertipps der Woche: Unheimlich verschwunden
Teuflische Empathie mit Nico & the Navigators, ein Richter als Täter im DT
und Rimini Protokoll in Kontakt mit Barbara Morgenstern.
DIR Premiere „Der Idiot“ am DT Berlin: Ein Pferd läuft durch die Galerie
Sebastian Hartmanns Inszenierung „Der Idiot“ nach Dostojewski in Berlin hat
starke Momente. Und verirrt sich dann doch im Meer der Zeichen.
DIR Theatertipps für Berlin: Ödipus ist überall
Das DT, die Schaubühne und das Gefängnistheater aufBruch widmen sich dem
Stoff des Ödipus. Auch das Ballhaus Ost thematisiert Tyrann:innenmord.
DIR „Frankenstein“ am Deutschen Theater: Der Mensch und seine Monster
Das Deutsche Theater Berlin bringt Shelleys „Frankenstein“ auf die Bühne.
Drei DarstellerInnen sind im Dauereinsatz zu sehen, sie spielen virtuos.
DIR Theatertipps der Woche: Back to the Roots
Auftakt der Pollesch-Intendanz in der Volksbühne samt Räuberrad und
Zirkuszelt. Neues von Ligia Lewis zur Art Week. Feminizide via Woyzeck im
DT.
DIR „Oedipus“ am Deutschen Theater: Der ewig Suchende
Ulrich Rasche inszeniert „Oedipus“ in Berlin. Er setzt dabei auf
emotionsgeladenen Sound, übergeht aber die politische Dimension des Dramas.
DIR Theatertipps der Woche: Fall in die Zukunft
Woche der Großereignisse: Schillerndes im Friedrichstadt-Palast, Mackie
Messer im BE, das DT mit „Fräulein Julie“ und 30 Jahre Theater Thikwa.
DIR „Gaia googelt nicht“ am Deutschen Theater: Sie schöpft und schöpft und schöpft
Nele Stuhler erzählt am Deutschen Theater mit „Gaia googelt nicht“ den
Schöpfungsmythos nach. Überladen ist es nicht, nur bisweilen überdreht.