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       # taz.de -- Krisengipfel in Paris: Europäer bei Treffen uneins über Friedenstruppe
       
       > Nach dem Krisentreffen in Paris spricht sich der Bundeskanzler für eine
       > Lockerung der Ausgabenregelungen aus. Die Debatte um eine europäische
       > Friedenstruppe hält er für „höchst unangemessen“.
       
   IMG Bild: Olaf Scholz am Montag in Paris
       
       ## Europa uneinig bei Friedenstruppe
       
       Großbritannien und Frankreich schreiten voran, Deutschland bremst: Beim
       Pariser Gipfel zum Ukraine-Krieg haben sich die Europäer uneins in der
       Frage einer Friedenstruppe zur Sicherung eines möglichen Waffenstillstands
       gezeigt. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete die Diskussionen nach dem
       Treffen als irritierend und völlig verfrüht und kritisierte, dass über die
       Köpfe der Ukrainer hinweg über mögliche Ergebnisse von Friedensgesprächen
       gesprochen, die noch gar nicht stattgefunden hätten.
       
       „Das ist höchst unangemessen, um es ganz offen und ehrlich zu sagen“, sagte
       Scholz. Es sei eine „unpassende Debatte zur falschen Zeit und über das
       falsche Thema“. Scholz äußerte sich im Anschluss an die informellen
       Beratungen, zu denen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auch die Staats-
       und Regierungschefs aus Großbritannien, Italien, Polen, Spanien, den
       Niederlanden und Dänemark sowie die Spitzen von EU und Nato eingeladen
       hatte.
       
       Scholz stellt sich damit unter anderem gegen den britischen Premierminister
       Keir Starmer und Macron. Starmer war kurz vor dem Treffen vorgeprescht und
       zeigte sich „bereit und willens“, notfalls Soldaten in das von Russland
       angegriffene Land zu entsenden. In einem Gastbeitrag für den „Telegraph“
       schrieb er, Großbritannien könne bei der Arbeit an Sicherheitsgarantien für
       die Ukraine eine „führende Rolle“ übernehmen. Auch Frankreich soll bereits
       vor längerem die Bereitschaft zur Entsendung von Truppen bekundet haben.
       
       Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot berichtete von sehr konkreten
       Gesprächen „auf verschiedenen Ebenen“, bei denen es um die Entsendung von
       Truppen insbesondere aus Frankreich, Großbritannien und Polen – den „drei
       großen Armeen“ Europas – gehe. Die Friedenstruppe solle einen künftigen
       Waffenstillstand und einen „dauerhaften Frieden“ in der Ukraine
       gewährleisten, sagte er in einem Interview des Senders LCI. (dpa)
       
       ## Scholz: „Einige Dinge unverhandelbar für Frieden in Ukraine“
       
       Bundeskanzler Olaf Scholz hat einige Punkte genannt, die aus seiner Sicht
       bei möglichen Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine nicht zur
       Debatte stehen dürfen. Nach einem Gipfeltreffen mit einigen seiner
       europäischen Kollegen in Paris sagte der SPD-Politiker: „Für uns ist klar:
       Das Land muss seinen Weg weitergehen können in die Europäische Union, es
       muss seine Demokratie und seine Souveränität verteidigen können und es muss
       in der Lage sein, eine eigene starke Armee zu unterhalten, dafür werden
       dann auch wir gebraucht zusammen mit unseren amerikanischen und
       internationalen freunden und Partnern, damit das in Friedenszeiten auch
       tatsächlich gelingen kann.“ Scholz fügte hinzu: „Diese Dinge stehen nicht
       zur Verhandlung an.“
       
       Bei den informellen Beratungen in Paris ging es vor dem Hintergrund des
       drastischen Kurswechsels in der Ukraine-Politik der neuen US-Regierung von
       Donald Trump um die Unterstützung der Ukraine und wie Europa seine eigene
       Sicherheit langfristig stärken kann. Die Gespräche seien notwendig und
       richtig gewesen, sagte Scholz. Auf X schrieb er im Anschluss: „Die
       Situation für Europa ist schwierig.“ (dpa)
       
       ## Scholz: Debatte über Truppen-Entsendung in die Ukraine „höchst
       unangemessen“
       
       Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Debatte über die Entsendung auch
       deutscher Soldaten zur Absicherung eines möglichen Friedens in die Ukraine
       als „höchst unangemessen“ bezeichnet. Die Debatte sei „völlig verfrüht“,
       sagte Scholz am Montag nach einem Treffen europäischer Spitzenpolitiker in
       Paris. Noch führe Russland seinen „brutalen Krieg“ gegen die Ukraine „ohne
       Rücksicht weiter voran“. Niemand wisse, wie ein möglicher Frieden aussehen
       werde.
       
       Scholz betonte zudem, dass es „keine Aufteilung der Sicherheit und der
       Verantwortlichkeit zwischen Europa und den USA“ geben dürfe. Die Nato
       beruhe darauf, gemeinsam vorzugehen, mahnte der Kanzler. Das dürfe nicht in
       Frage gestellt werden. (reuters)
       
       Scholz: „Brauchen zusätzlichen Etat-Spielraum für Verteidigung“
       
       18:23 Uhr: Nach dem europäischen Treffen zur Ukraine in Paris spricht sich
       Bundeskanzler Olaf Scholz für eine Lockerung der Ausgabenregelungen auf
       deutscher und europäischer Ebene aus. „Es ist ganz klar, dass unsere
       fortgesetzte und weiter notwendige Unterstützung für die Ukraine nur
       möglich ist, wenn wir uns entschließen können, das gesondert zu
       finanzieren“, sagt Scholz.
       
       Eine Finanzierung durch Kürzungen an anderer Stelle im Bundeshaushalt würde
       scheitern und keine Unterstützung in der Bevölkerung finden. Er habe auf
       europäischer Ebene vorgeschlagen, den einzelnen Mitgliedstaaten in diesem
       Zusammenhang größere Spielräume einzuräumen. Zur Frage nach der
       Stationierung deutscher Soldaten in der Ukraine als Teil einer
       Friedenslösung sagt Scholz, es sei für derartige Debatten zu früh.
       (reuters)
       
       ## Kellogg: „Niemand wird Selenskyj Friedensabkommen aufzwingen“
       
       17:02 Uhr: Dem US-Ukraine-Beauftragten Keith Kellogg zufolge wird niemand
       dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Friedensabkommen
       aufzwingen. Die Entscheidung darüber werde Selenskyj zusammen mit dem
       ukrainischen Volk treffen, sagt Kellogg im Nato-Hauptquartier in Brüssel.
       Seine Reise in die Ukraine werde noch vorbereitet, er werde sich dann mit
       Selenskyj treffen. Weiter sagt Kellogg zum Friedensprozess, die
       Diskussionsbeiträge von allen würden Gehör finden. Allerdings erklärt er
       auch, es sei nicht sinnvoll, wenn alle für ein Friedensabkommen mit am
       Tisch säßen. Am Samstag sagte Kellogg, die Europäer würden nicht bei den
       Gesprächen dabei sein.
       
       ## Noch keine Einigung über Ablauf von Friedensgesprächen
       
       16:39 Uhr: Die USA und Russland haben nach Angaben eines russischen
       Regierungsberaters noch keine Einigung über den Ablauf von
       Friedensgesprächen erzielt. Es sei noch nicht abgestimmt, wie mit den
       Verhandlungen begonnen werden solle, sagt Juri Uschakow, außenpolitischer
       Berater von Präsident Wladimir Putin. Die USA hätten noch keinen
       Chefunterhändler für die Gespräche ernannt, sagt er im russischen
       Staatsfernsehen.
       
       Neben dem Ukraine-Krieg solle am Dienstag auch über die Normalisierung der
       Beziehungen zwischen Russland und den USA gesprochen werden. Auf russischer
       Seite werde für etwaige Wirtschaftsfragen möglicherweise auch Kirill
       Dmitrijew teilnehmen, der Chef des russischen Staatsfonds. Das
       russisch-amerikanische Treffen am Dienstag findet in Riad statt.
       US-Außenminister Marco Rubio ist saudiarabischen Medien zufolge dort
       bereits eingetroffen.
       
       Selenskyj: Gespräche ohne ukrainische Beteiligung bringen nichts
       
       13:09 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertet die
       Gespräche zwischen Russland und den USA über den Krieg in der Ukraine als
       nicht zielführend. Letztlich würden diese kein Ergebnis bringen, da kein
       Ukrainer mit am Tisch sitze, sagte Selenskyj am Montag in einer
       Videokonferenz aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er bestätigte, dass
       die ukrainische Regierung nicht zu den Verhandlungen in Saudi-Arabien
       eingeladen worden sei. Selenskyj sagte, dass er von den Emiraten aus am
       Montag in die Türkei weiterreisen und am Mittwoch in Saudi-Arabien sein
       werde.
       
       Sein Besuch dort stehe aber nicht im Zusammenhang mit den
       russisch-amerikanischen Gesprächen. Auf russischer Seite sollen dort ab
       Dienstag Außenminister Sergej Lawrow und Präsident Wladimir Putins
       außenpolitischer Berater Juri Uschakow verhandeln. Die Delegation der USA
       führt Außenminister Marco Rubio an. Begleitet wird er vom nationalen
       Sicherheitsberater Mike Waltz und dem US-Sondergesandten für den Nahen
       Osten, Steve Witkoff. (ap)
       
       ## Friedenstruppen: Scholz findet Debatte verfrüht
       
       13:07 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält die Debatte um eine
       Beteiligung von Bundeswehrsoldaten an einem möglichen friedenssichernden
       Einsatz in der Ukraine für verfrüht. „Es ist ganz wichtig, dass wir uns
       klar machen, da sind wir leider noch lange nicht“, sagte Scholz am Montag
       am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Kassel. Es gehe jetzt um die
       Frage, wie Frieden gewährleistet werden könne, ohne dass über die Köpfe der
       Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg entschieden werde. „Für mich ist ganz
       klar, dass im Mittelpunkt stehen muss, eine sehr starke ukrainische Armee,
       auch in Friedenszeiten“, sagte Scholz. „Das wird eine große Aufgabe sein
       für Europa, für die USA und internationale Bündnispartner.“ Klar sei,
       solange Krieg herrsche, werde es gar nicht um europäische Truppen in der
       Ukraine gehen. „Und die Fragen, die dann zu diskutieren sind über die
       Sicherheitsarchitektur, die werden beredet, wenn es so weit ist.“ (dpa)
       
       ## Lawrow: Keinerlei territoriale Zugeständnisse an Ukraine
       
       12:46 Uhr: Russland lehnt eine Räumung besetzter Gebiete in der Ukraine
       strikt ab. Es könne „keinen Gedanken“ an territoriale Zugeständnisse an die
       Ukraine seitens Russlands bei möglichen Friedensgesprächen geben, sagte
       Außenminister Sergej Lawrow am Montag auf einer Pressekonferenz in Moskau.
       „Welche territorialen Konzessionen wollen Sie – dass wir auf die
       russischsprachige Bevölkerung verzichten oder auf Seltene Erden“, sagte
       Lawrow einen Tag vor dem in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad geplanten
       Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio. „Territoriale Zugeständnisse an
       das, was jetzt Ukraine genannt wird, wurden von der sowjetischen Führung
       während der Bildung der UdSSR gemacht“, fügte der russische Außenminister
       hinzu. Lawrow spielte offenkundig auf die ukrainische Halbinsel Krim an,
       die Russland bereits 2014 annektiert hatte. Dort hat die russische
       Schwarzmeerflotte seit jeher ihren Stützpunkt. 1954 schenkte der damalige
       Kreml-Chef Nikita Chruschtschow der Ukraine, die nach 1945 Teil der
       Sowjetunion blieb, die Krim. Die Ukraine erlangte im Zuge des Zerfalls der
       Sowjetunion 1991 ihre Unabhängigkeit. Sie behielt die Krim, die seither ein
       Zankapfel zwischen der Ukraine und Russland ist. (rtr)
       
       Tusk: Polen wird keine Truppen in die Ukraine senden 
       
       12:40 Uhr: Polen wird nach den Worten von Ministerpräsident Donald Tusk
       keine Soldaten in die Ukraine schicken. Es werde aber weiterhin und wie
       bisher sein Nachbarland unterstützen, sagt Tusk vor seinem Abflug nach
       Paris, wo er an dem vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron
       einberufenen europäischen Krisengipfel teilnimmt. Polen sei verpflicht, die
       Ukraine weiterhin gemeinsam mit den europäischen Partnern und den USA zu
       unterstützen. Sein Land habe eine besondere Rolle, um eine enge
       Zusammenarbeit zwischen Europa, den USA und der Ukraine zu gewährleisten.
       „Eine enge Kooperation liegt im Interesse Europas und der USA.“ Zugleich
       fordert Tusk eine stärkere Präsenz europäischer Sicherheitskräfte in Polen,
       das sowohl Mitglied der Europäischen Union als auch der Nato ist. (rtr)
       
       ## Ungarn kritisiert Treffen „frustrierter“ europäischer Politiker in Paris
       
       12:33 Uhr: Die ungarische Regierung hat das Treffen europäischer
       Spitzenpolitiker scharf kritisiert, bei dem am Montagnachmittag über eine
       Reaktion auf die veränderte Haltung der neuen US-Regierung unter Präsident
       Donald Trump zum Krieg in der Ukraine diskutiert werden soll. Es handele
       sich um eine Zusammenkunft von „frustrierten, pro Krieg und anti Trump“
       eingestellten europäischen Spitzenpolitikern mit dem Ziel, „ein
       Friedensabkommen in der Ukraine“ zu verhindern, erklärte Ungarns
       Außenminister Peter Szijjarto am Montag in Kasachstan vor Journalisten. „Im
       Gegensatz zu ihnen unterstützen wir die Bestrebungen von Donald Trump. Im
       Gegensatz zu ihnen unterstützen wir die Verhandlungen zwischen Russland und
       den USA“, fügte Szijjarto bei der Pressekonferenz hinzu, die auf seinem
       Facebook-Account übertragen wurde. Der ungarische Regierungschef Viktor
       Orbán ist einer der wenigen Verbündeten des Kreml in der EU. Er hat seit
       Beginn der russischen Offensive gegen die Ukraine im Februar 2022
       wiederholt Friedensgespräche gefordert und sich geweigert, Militärhilfe in
       die Ukraine zu senden. Im Juli zog er mit einer selbst erklärten
       „Friedensmission“ und einem Besuch bei Präsident Wladimir Putin in Moskau
       scharfe Kritik der EU-Partner auf sich. (afp)
       
       ## US-Außenminister Rubio nimmt an Treffen mit Lawrow in Riad teil
       
       12:31 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio trifft am Dienstag mit seinem
       russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zu Gesprächen in Riad zusammen. Zudem
       nähmen von US-Seite der nationale Sicherheitsberater Mike Waltz und der
       Nahost-Sondergesandte Steve Witkoff an dem Treffen in der saudiarabischen
       Hauptstadt teil, sagte Außenministeriumssprecherin Tammy Bruce am Montag in
       Riad. Rubio hält sich im Rahmen einer Nahost-Reise derzeit in Saudi-Arabien
       auf. Von russischer Seite nimmt neben Lawrow auch ein enger Berater von
       Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow, an dem Treffen teil. Beide werden
       nach Angaben des Kremls am Montag nach Riad fliegen.
       
       Nach Angaben von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow soll es bei den Gesprächen
       vorrangig um die „Wiederherstellung der russisch-amerikanischen
       Beziehungen“ gehen. Auch ein mögliches Treffen zwischen US-Präsident Donald
       Trump und Putin solle vorbereitet werden. Moskau und Washington wollten die
       derzeitigen „unnormalen Beziehungen“ hinter sich lassen, sagte
       Außenminister Lawrow. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen
       Woche überraschend ein Telefongespräch mit Kreml-Chef Wladimir Putin
       geführt und dabei nach eigenen Worten den „unverzüglichen“ Beginn von
       Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine vereinbart. Zudem kündigte er
       an, dass ein erstes Treffen mit Putin „wahrscheinlich“ in Saudi-Arabien
       stattfinden werde. Am Sonntag sagte Trump, das Treffen könnte schon „sehr
       bald“ stattfinden. (afp)
       
       ## Russland meldet Einnahme weiterer Ortschaft in Charkiw
       
       10:20 Uhr: Die russischen Truppen haben nach Angaben des
       Verteidigungsministeriums in Moskau eine weitere Ortschaft in der
       ukrainischen Region Charkiw eingenommen. Es handele sich um das Dorf
       Fyholiwka im Osten von Charkiw, teilt das Ministerium mit. Russland meldet
       praktisch täglich die Einnahme weiterer, meist kleiner Ortschaften im Osten
       der Ukraine. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum
       Kampfgeschehen nicht. Die Ukraine kommentiert üblicherweise nicht die von
       Russland reklamierte Einnahme von Ortschaften. (rtr)
       
       ## Schweden schließt Entsendung von Friedenstruppen nicht aus
       
       09.40 Uhr: Schweden schließt die Entsendung von Soldaten in die Ukraine
       nicht aus, um sich dort nach Beendigung des Krieges an einer Friedenstruppe
       zu beteiligen. „Wir müssen jetzt zunächst einen gerechten und nachhaltigen
       Frieden aushandeln, der das Völkerrecht respektiert, der die Ukraine
       respektiert und der vor allem sicherstellt, dass Russland sich nicht
       einfach zurückziehen, neue Kräfte mobilisieren und in nur wenigen Jahren
       die Ukraine oder ein anderes Land angreifen kann“, sagt Außenministerin
       Maria Malmer Stenergard im schwedischen Hörfunk. „Wenn dieser Frieden erst
       einmal hergestellt ist, müssen wir dafür sorgen, dass er aufrechterhalten
       werden kann, und dann schließt unsere Regierung nichts aus“, fügt sie
       hinzu. Zuvor hat der britische Premierminister Keir Starmer die
       Bereitschaft seines Landes zur Entsendung von Friedenstruppen erklärt.
       Beide äußern sich vor dem Treffen von europäischen Staats- und
       Regierungschefs sowie EU- und Nato-Spitzen am Nachmittag, zu dem der
       französische Präsident Emmanuel Macron nach Paris eingeladen hat. (rtr)
       
       ## Russische Angriffe und ukrainische Angriffe
       
       08.15 Uhr: Russland hat die Ukraine nach deren Angaben in der Nacht mit 147
       Drohnen angegriffen. 83 der Drohnen seien abgefangen und zerstört worden,
       teilt das ukrainische Militär mit. 59 Drohnen hätten ihre Ziele nicht
       erreicht, Grund seien vermutlich elektronische Störmaßnahmen. (rtr)
       
       07.04 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des
       Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht zu Montag 90 ukrainische
       Drohnen abgefangen und zerstört. 38 der Drohnen seien über dem Asowschen
       Meer abgefangen worden, 24 über der Oblast Krasnodar im Süden Russlands,
       teilt das Ministerium auf Telegram mit. Die übrigen ukrainischen Drohnen
       seien über anderen Gebieten im Süden und Westen Russlands sowie über der
       Halbinsel Krim zerstört worden.
       
       Zudem hätten die Verteidiger eine Lenkrakete über dem Asowschen Meer
       abgeschossen. Das Asowsche Meer ist ein Nebenmeer des Schwarzen Meeres und
       mit diesem über die Straße von Kertsch verbunden. Über diese Meerenge führt
       [1][eine von Russland gebaute Brücke, die Kertsch- oder Krim-Brücke], die
       die bereits 2014 von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim mit
       der Oblast Krasnodar auf dem russischen Festland verbindet. Die
       ukrainischen Truppen [2][haben die Brücke, die eine überaus wichtige
       Versorgungslinie für die russischen Truppen auf der Krim ist, mehrfach
       beschossen] und zum Teil erheblich beschädigt. (rtr)
       
       ## Keir Starmer will Friedensprozess mitgestalten
       
       04.08 Uhr: Großbritannien kann dem [3][britischen Premierminister Keir
       Starmer] zufolge eine „einzigartige Rolle“ in den Verhandlungen zur
       Beendigung des Krieges spielen und im Friedensprozess in der Ukraine als
       Brücke zwischen Europa und den USA fungieren. „Europa und Amerika müssen
       weiterhin eng zusammenarbeiten – und ich glaube, dass Großbritannien eine
       einzigartige Rolle dabei spielen kann, dies zu ermöglichen“, schreibt
       Starmer in einem Beitrag für die Zeitung Daily Telegraph. Es gehe um einen
       Moment, der nur einmal in einer Generation vorkomme und die kollektive
       Sicherheit des gesamten Kontinents betreffe. „Es geht nicht nur um die
       Zukunft der Ukraine. Es ist eine existenzielle Frage für ganz Europa.“
       Starmer wird in Kürze zu einem Besuch in Washington erwartet. (rtr)
       
       ## Verletzte nach Drohnenangriff auf Krasnodar
       
       03.50 Uhr – Bei einem massiven Drohnenangriff der Ukraine auf die
       südrussische Region Krasnodar ist nach Angaben des Gouverneurs eine Person
       verletzt worden. Mindestens zwölf Häuser seien beschädigt worden, teilt
       Weniamin Kondratjew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Der
       russische Telegram-Nachrichtenkanal Shot berichtet, die Ukraine habe
       versucht, die Ölraffinerie Ilski anzugreifen. Trümmer einer Drohne hätten
       dort einen Brand ausgelöst. Die Raffinerie mit einer Kapazität von rund
       138.000 Barrel pro Tag ist seit 2023 mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe
       gewesen. (rtr)
       
       ## Großbritannien bietet Entsendung britischer Soldaten an
       
       01.41 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer bietet die Entsendung
       britischer Soldaten nach Kriegsende in die Ukraine an. Die Entscheidung,
       britische Soldaten und Soldatinnen möglicherweise „in Gefahr zu bringen“,
       habe er sich nicht leicht gemacht, [4][schreibt Starmer in einem Beitrag
       für die Zeitung „Daily Telegraph“]. Ein dauerhafter Frieden in der Ukraine
       sei jedoch unerlässlich, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin von
       weiteren Aggressionen abzuschrecken. Das Ende des russischen Krieges mit
       der Ukraine „darf, wenn es kommt, nicht nur zu einer vorübergehenden Pause
       werden, bevor Putin erneut angreift“, so Starmer weiter. Es ist das erste
       Mal, dass sich Starmer ausdrücklich für die Entsendung britischer
       Friedenstruppen in die Ukraine ausspricht. Zuvor hatte er erklärt,
       Großbritannien sei bereit, sich an einem ausgehandelten Friedensabkommen zu
       beteiligen. (rtr)
       
       ## Neue ukrainische Zahlen zu russischen Angriffen
       
       01.02 Uhr: Der [5][ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj] hat Zahlen zu
       russischen Luftangriffen mit Bomben und Raketen genannt, die auf eine
       Zunahme in der vergangenen Woche hindeuten. Demnach habe Russland etwa
       1.220 Fliegerbomben, mehr als 850 Drohnen und 40 Raketen auf die Ukraine
       abgefeuert. In der Woche zuvor seien es 1.206 Bomben, 750 Drohnen und zehn
       Raketen gewesen. (rtr)
       
       17 Feb 2025
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /12-Punkte-Plan-zur-Krim/!5923141
   DIR [2] /Ukraine-attackiert-Krim-Bruecke/!5944884
   DIR [3] /Keir-Starmer/!t5676496
   DIR [4] https://www.telegraph.co.uk/politics/2025/02/16/sir-keir-starmer-british-troops-ukraine/
   DIR [5] /Wolodymyr-Selenskij/!t5584432
       
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